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Heike Curtze ist totDie große Kunstförderin starb 76-jährig in Wien

Die Galeristin und gebürtige Deutsche hatte sich mit der Vertretung der Wiener Aktionisten einen Namen gemacht.

SALZBURGER FESTSPIELE 2011: PREMIERE 'DIE SACHE MAKROPULOS'/JESCHEK/CURTZE
Heike Curtze mit ihrem Mann Bernd Jeschek 2011 in Salzburg © APA/FRANZ NEUMAYR
 

Die Galeristin Heike Curtze ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Curtze verstarb in der Nacht von Samstag auf Sonntag nach längerer Krankheit in Wien, teilte ihr Partner, der Schauspieler Bernd Jeschek, der APA mit. Die gebürtige Deutsche engagierte sich mehr als vier Jahrzehnte äußerst erfolgreich für österreichische Kunst. In ihrer Wiener Galerie vertrat sie international renommierte heimische Größen wie Arnulf Rainer, Christian Ludwig Attersee oder Hermann Nitsch.

Die am 6. November 1943 geborene Galeristin begann Anfang der 1970er Jahre in Köln, wo sie zunächst die Leitung der Galerie Ariadne übernahm. 1976 folgte eine eigene Galerie in Düsseldorf, 1978 schließlich hob sie ihre Wiener Galerie Heike Curtze aus der Taufe und etablierte sich mit der Vertretung der Wiener Aktionisten. Aber auch junge Kunst fand immer wieder Platz in den Galerieräumen in der Seilerstätte.

Eine "Schule" verfolgte sie bei der Förderung des Nachwuchses nicht, vielmehr interessierten sie "einzelne künstlerische Positionen", die sich qualitativ an "Brus, Rainer und Attersee messen können", sagte sie vor einigen Jahren im Interview mit der APA. Das einzige, was sie dabei nicht interessiere, seien "glatte Oberflächen" und "alles, was nur ins Dekorative geht". Christian Ludwig Attersee sagte in seiner Laudatio bei der Verleihung der OscARTS 2009 über die Galeristin: "Heike Curtze erkennt mit wachem Auge alle Erneuerungen in dem breiten Gebiet der bildenden Kunst mit Neugier und Begeisterung."

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