Geschichte, Kunst, Kultur und Natur lassen sich im Universalmuseum Joanneum in ihrer ganzen Bandbreite erleben. Künstlerische Werke aus verschiedensten Epochen reihen sich an kulturgeschichtliche Zeugnisse und Einblicke in die steirische Natur. Ab sofort ist auch die Winterpause im zweitgrößten Museum Österreichs zu Ende und das Landeszeughaus, Schloss Eggenberg mit den Prunkräumen, dem Münzkabinett und dem Archäologiemuseum, der Österreichische Skulpturenpark, das Jagdmuseum und Landwirtschaftsmuseum im Schloss Stainz, Schloss Trautenfels und das Rosegger-MuseumKrieglach sowie das Rosegger-Geburtshaus Alpl sind wieder zu den regulären Öffnungszeiten für Besucher/innen zugänglich. Seit diesem Jahr neu im Universalmuseum Joanneum integriert ist das Österreichische Freilichtmuseum Stübing, das ab 1. April wieder zu besuchen ist. Besucher/innen können bei einem Spaziergang durch das Museumstal historische landwirtschaftliche Bauten aus allen Bundesländern entdecken.

Ein Highlight der neuen Saison ist ab dem 26. April für Besucher/innen geöffnet: Die Alte Galerie in Schloss Eggenberg zeigt sich in neuem Gewand. Über den Winter wurde die Dauerausstellung umfassend neugestaltet und zeigt unter dem Titel „Zwischen Tanz und Tod“ faszinierende Werke der Frühen Neuzeit, darunter wertvolle Leihgaben der Kaiserschild-Stiftung. Der Fokus liegt auf den Jahrhunderten zwischen 1500 und 1800, einer Zeit, die meist mit den prachtvollen Kunstwerken aus Renaissance und Barock verbunden wird. Doch hinter dieser glänzenden Fassade zeigen sich endlose Kriege und bittere Not – die Ausstellung vermittelt Glanz und Elend dieser faszinierenden Epoche.

In der Obersteiermark lädt Schloss Trautenfels zum „Gipfelstürmen!“ ein. Beeindruckende Bilder und Originalobjekte erzählen die Geschichte steirischer Expeditionen zum Dach der Welt. Vor 41 Jahren haben etwa die ersten Österreicher den Mount Everest bestiegen! Abenteuerliche Expeditionsberichte werden durch die multimediale Aufbereitung von historischen und aktuellen Dokumentationen im Zusammenspiel mit Originalobjekten lebendig vermittelt.

Fans der zeitgenössischen Kunst kommen im Kunsthaus Graz und der Neuen Galerie Graz auf ihre Kosten: In der Einzelausstellung von Jun Yang geht der chinesisch-österreichische Künstler grundlegenden Fragen künstlerischen Arbeitens nach. Welchen Stellenwert haben Original und Unikat in der öffentlichen Wahrnehmung? Jun Yang reflektiert mit seinen Arbeiten Autorschaft, Identitätskonstruktionen und Rollenverteilungen im Kunstbetrieb.

Die Schau „Zu viel ist nicht genug!“ in der Neuen Galerie widmet sich ganz der seriellen Kunst und zeigt zahlreiche Editionen namhafter Künstler/innen aus der Schenkung der Grazer „Sammlung Artelier“. Sie bieten sich geradezu an, das Wesen einer „Kunst ohne Unikat“ von Grund auf zu erforschen. Das BRUSEUM der Neuen Galerie präsentiert erstmals das gesamte druckgrafische Werk von Günter Brus in der Ausstellung „Erdruckt und erstochen“. Der vielseitig begabte Künstler schuf seit den 1960er-Jahren zahlreiche grafische Werke in den klassischen Techniken wie Lithografie, Siebdruck und Kaltnadelradierung, wobei er die Metallplatten mit enormem Kraftaufwand bearbeitete und aktionistisch „verletzte“ – Brus selbst bezeichnet sich deswegen auch als „Kupfermörder“.

In die Welt der steirischen Popmusik eintauchen kann man im Museum für Geschichte: „POP 1900–2000“ bietet musikalische Reisen in ein Jahrhundert steirischer Musikproduktion von Alexander Girardi bis STS. Viele Fotografien, Film- und Videoaufnahmen, technische Geräte und medienhistorische Artefakte zeigen auch weniger Bekanntes und mitunter Vergessenes. Verbindungslinien zwischen den Strömungen populärer Musik zu historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen werden dabei ebenso erlebbar wie die Vielfalt der Musiker/innen und Bands, deren Lebensstile und natürlich deren Musik.

Das Volkskundemuseum widmet dem „Mythos Tankstelle“ eine neue Ausstellung, die dazu einlädt, deren Geschichte nachzuvollziehen: Seit der ersten Überlandfahrt, die Bertha Benz im Jahr 1888 in Deutschland unternommen hat, und der Eröffnung der ersten Tankstellen vor mehr als 100 Jahren hat sich viel getan. Längst versorgen sie uns nicht nur mit Sprit: Die Tankstelle entwickelte sich nach dem schrittweisen Verschwinden von Greißlern und Gasthäusern zum Ort der Begegnung.