Der Sensationsfund eines hölzernen Brunnens aus der Zeit zwischen ca. 1330 und 1140 v. Chr. gehört zu den Höhepunkten der neuen Schau. Entdeckt wurde er während der Bauarbeiten zur Koralmbahn bei Wettmannstätten durch die Archäologiefirma ARGIS. Ab dem 10. Mai 2019 gibt die Ausstellung anhand neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse Einblicke in Landwirtschaft und Ernährungsgewohnheiten der ansässigen Bewohnerinnen und Bewohner vor 3.500 Jahren.

Ausgehend von neuesten Forschungsergebnissen aus dem Projekt PalaeoDiversiStyria, das den Lebensraum der Bevölkerung auf dem Gebiet der Steiermark und des nördlichen Sloweniens aus archäologischer und botanischer Sicht untersucht, beschäftigt sich die Schau Erde – Wasser – Feuer mit Landwirtschaft und Ernährung in der Vergangenheit. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der sensationelle Fund zweier hölzerner Brunnenkästen. Der eine stammt aus der Bronzezeit und wurde in Wohlsdorf bei Wettmannstätten in der Weststeiermark geborgen, der andere ist römerzeitlich und wurde im ostslowenischen Ort Dolga vas entdeckt. Es sind aber nicht nur die erhaltenen Hölzer, die für Staunen sorgen, sondern auch die Verfüllungen der zugeschütteten Brunnen, die gleichsam eine „Datenbank“ für viele vergessene Pflanzen und Tiere in der Steiermark darstellen. Die Archäobotanik, die solche Pflanzenreste erforscht, kann damit die Landwirtschaft und Ernährungsgewohnheiten der Menschen zur damaligen Zeit rekonstruieren.