Landesfeuerwehrverband SteiermarkVom römischen Beamten zum Heiligen

Sankt Florian ist einer der populärsten katholischen Heiligen. Er gilt als Schutzpatron der Feuerwehr und wird gerne angerufen, wenn eine Brandgefahr abgewendet werden soll.

Der Heilige Florian bei seiner ­Prozession am Florianitag © Franz Fink
 

Der heute als Heilige Florian verehrte Märtyrer wurde als Kelte Florianus im 3. Jahrhundert n. Chr. in einem Dorf bei Wien geboren, als diese Provinz Teil des römischen Imperiums war. Im Laufe seines Lebens machte er in der römischen Provinzverwaltung Karriere und wurde Kanzleivorstand des Statthalters. Das Außergewöhnliche war: Florianus bekannte sich zum Christentum, das im römischen Reich offiziell noch verboten war.

Ob sein christlicher Glaube Grund für eine vorzeitige Amtsenthebung war, oder ob er aus Altersgründen in Rente ging, weiß man nicht. Jedenfalls spielt der wichtigste Teil seiner Heiligengeschichte bereits in seinem Ruhestand.Florianus erfuhr davon, dass in der Stadt Lauriacum (dem heutigen Lorch) 40 Christen gefangen und gefoltert wurden. Bei dem Versuch, seine Glaubensbrüder zu retten, geriet er seinerseits ins Visier der römischen Strafbehörden. Der Heilige – der heute auch als „Florian von Lorch“ bekannt ist – sollte dem Christentum abschwören. Als er sich weigerte, band man ihm einen Mühlstein um den Hals und warf ihn in die Enns, in der er ertrank. Dies geschah am 4. Mai 304, der zum Gedenk- und Namenstag von Sankt Florian wurde.

Neben den Kirchen feiern den Heiligen Florian am Florianitag viele Feuerwehren in Österreich (und Deutschland) als ­ihren Schutzpatron.