Via Facebook haben die Freiheitlichen im August die „Mehr Bauer für Norbert Hofer“ - Challenge gestartet, nun folgt der „Hausverstand kauft im eigenen Land“ – Wettbewerb. Für viele sind die lustigen Aktionen ein spaßiger Trend, der FPÖ rund um den Kärntner Spitzenkandidaten Erwin Angerer und den Spittaler LAbg. Christoph Staudacher geht es um viel mehr. „Die ,Mehr Bauer für Norbert Hofer‘-Challenge hatte das Ziel, die Landwirtschaft und das drohende Kleinbauernsterben in den öffentlichen Fokus zu stellen.

Mit unserer neuen Aktion wollen wir vor allem die Problematik rund um die Verdrängung heimischer Produkte ansprechen. Kunden investieren zunehmend in Amazon, Ebay und Co, anstatt sich beim Unternehmen um die Ecke beraten zu lassen. Das schadet dem heimischen Markt, führt zum Aussterben regionaler Betriebe und ist vor allem eine Todsünde im Kampf für den Umweltschutz.

Hier müssen wir zugunsten unserer heimischen Produkte und Betriebe rasch eingreifen“, zeigt sich Angerer besorgt. Staudacher, der wie Angerer auch in einem sehr ländlichen Umfeld aufgewachsen ist, sieht die derzeitige Situation ebenso kritisch: „Viele Produkte, die wir nach Hause geliefert bekommen, haben einen langen Transportweg hinter sich. Äpfel aus China, Fleisch aus Brasilien oder Marmelade aus dem Orient sind schon lange keine Mangelware mehr. Das geht zu Lasten unserer regionalen Produkte und unserer Umwelt. Der lange Irrweg unserer Lebensmittel muss beendet werden.“

Aber nicht nur Lebensmittel, sondern Waren jeglicher Art werden mittlerweile wochenlang um den Globus geschippert, anstatt auf den heimischen Markt zu vertrauen. Neben dem Aspekt der Regionalität geht es den FPÖ-Vertretern vor allem um die negativen Auswirkungen für das Kima, die durch die explodierenden Transportströme zu befürchten sind. Transportwege müssten daher stark verkürzt oder auf den öffentlichen Verkehr verlagert werden und die Vorteile von Regionalität in den Fokus gestellt werden. Damit vermehrt auf die Bedeutung regionaler Betriebe als Versorger und Arbeitgeber aufmerksam gemacht wird, haben sich die Freiheitlichen eine weitere Aktion einfallen lassen. Bei der „Hausverstand kauft im eigenen Land“ – Challenge sollen „Nominierte“ sich selbst beim Einkaufen in einem regionalen Unternehmen fotografieren lassen und ihr Bild auf Facebook und somit als ein Statement für mehr Regionalität posten.