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Bodenleger sind wahre Meister ihres Faches. Sie müssen sicherstellen, dass ein Bodenbelag all jenen Anforderungen gewachsen ist, die an ihn gestellt werden. Es reicht nicht, einfach irgendeinen Bodenbelag zuzuschneiden und einzukleben. „Der Boden ist jenes Produkt im Haus, das am meisten strapaziert wird“, erklärt Landesinnungsmeister Anton Frohmann. „Hier kommt es auf die richtige Wahl des Belages an und auf die Verlegetechnik. Schließlich muss so ein Boden jahrzehntelang allen möglichen Situationen standhalten.“ Und weil die Anforderungen so unterschiedlich sind, der Boden eines Einfamilienhauses ist ganz anderen Strapazen ausgesetzt als der eines Gewerbebetriebes oder eines Büros, ist auch die Auswahl der Beläge so unterschiedlich. Egal ob Teppich, PVC, Linoleum, Dielenboden, Klebe- oder Massivparkett – alle haben sie ihre verschiedenen Eigenschaften und müssen auch dementsprechend verlegt und behandelt werden.
Eines ist aber bei allen gleich: Irgendwann kommt der Moment, wo sich die Frage stellt, ob im Rahmen einer Sanierung oder einer ähnlichen Situation der Boden herausgerissen und ein neuer verlegt werden soll. Genau da zahlt sich der Griff zu hochwertigen Bodenbelägen aus. Man kann nämlich unter bestimmten Umständen dem Boden ein zweites Leben geben. „Dass man Parkettböden abschleifen und neu versiegeln kann, ist ja nichts Neues. Wir haben es oft mit Parkettböden zu tun, die schon hundert Jahre und mehr verwendet werden“, erzählt Frohmann. „Es ist aber auch möglich, hochwertige Li­noleum- oder PVC-Böden vorzubehandeln und neu zu versiegeln – sogar farbig oder mit Mustern.“

Bares Geld sparen

Nicht nur, dass mit diesem Vorgehen dem Umweltgedanken Rechnung getragen wird, es spart auch viel Geld. „Das Herausreißen der alten Böden inklusive Ausfräsen, Neuverspachtelung und dem Verlegen des neuen Bodens verursacht nicht nur höhere Kosten als eine eventuelle Bodensanierung, sondern verursacht auch wesentlich mehr Schmutz und Lärm. Die alten Böden werden nur leicht angeschliffen und dann nach Kundenwunsch versiegelt. Und so gibt es auch keinen alten Boden zu entsorgen, was auch noch Mühe spart und der Umwelt zugutekommt.“ Es ist also ratsam, gleich auf hochwertige Bodenbeläge zu setzen oder im Sanierungsfall den Bodenleger zu fragen, ob man den alten Boden vielleicht noch retten könnte. Es könnte sich auszahlen – für alle Beteiligten.