Dass Fliesen im Sommer eine kühlende Wirkung haben, belegt die Tatsche, dass sie speziell in den wärmeren Regionen Europas die erste Wahl des Bodenbelags sind. Aber Fliesen können noch viel mehr. Anbei ein paar Antworten auf die häufigsten gestellten Frage zur Fliese:
Warum empfiehlt sich die Fliese bei einer Fußbodenheizung?
Fußbodenheizungen sind bekanntlich träge, wenn man Temperaturschwankungen ausgleichen möchte. Holzböden reagieren dabei langsamer als Fliesenbeläge, da die Wärmeleitfähigkeit wesentlich niedriger ist.
Wie hoch ist die Energieeffizienz in Zahlen?
Hier gilt: Je höher die Wärmeleitfähigkeit, desto weniger Energie wird benötigt, um die Wärme von A nach B zu transportieren. Das trifft sowohl im Winter auf das Heizen als auch im Sommer auf das Kühlen zu. Messungen auf der TU Graz haben ergeben, dass die Wärmeleitzahl bei der Fliese bis zu dreimal so hoch ist als bei anderen Belägen. Eine sogenannte „Wohlfühltemperatur“ ist demnach bei der Keramik wesentlich schneller erreicht. Bei keramischen Belägen erreicht man die gleiche Raumtemperatur bei geringerer Vorlauftemperatur. Außerdem ist die Wärmeabgabe um etwa drei Prozentpunkte besser als bei Holzböden.
Wie funktioniert die Kühlung der Fliese im Sommer?
Sommerliche Temperaturen können durch eine Bodenkühlung mit Keramik in Verbindung mit einer Fußbodenkühlung um bis zu 3°C gesenkt werden. Der Taupunkt bei der Keramik ist wesentlich besser ausreizbar als bei Holz & Co. Hier darf man die Kühlwasser-Vorlauftemperatur nicht zu niedrig aufdrehen. Wenn die Temperatur nämlich zu gering ist, kann es zu Feuchtigkeitsbildung unter dem Belag kommen. Bei einem Holzboden kommt es dann zu Verwerfungen oder Verformungen. Dieses Problem hat man bei Fliesen nicht. Der Energieaufwand ist um ca. fünf Prozent geringer.
Kann man die Fliese als energiesparend bezeichnen?
Gebäude verursachen heute rund 40 Prozent des Energieverbrauchs und ein Drittel der Kohlendioxidemissionen. In privaten Haushalten entfallen sogar 70 Prozent des Energieverbrauchs auf das Heizen und die Warmwasseraufbereitung.
Mit Fliesen können die Energiekosten – insbesondere in Kombination mit einer Fußbodenheizung – um rund 30 Prozent gesenkt werden, da die Wärmeleitfähigkeit um mehr als ein Drittel höher ist als bei Parkett oder Teppichboden. Durch die Fähigkeit zur Wärmespeicherung sorgt ein Fliesenbelag für eine passive Raumkühlung im Sommer und ein wohlig-warmes Wohngefühl im Winter.
Aufgrund dieser Eigenschaften sind Fliesen besonders nachhaltig und umweltverträglich. Der „ökologische Fingerprint“ ist im Vergleich deutlich besser als bei anderen Bodenbelägen.
Welche Vorteile hat die Fliese noch?
Fliesen bieten auch im Hinblick auf die sogenannte „Wohngesundheit“ in mehrfacher Hinsicht entscheidende Vorteile. Durch das Brennen bei hohen Temperaturen besitzen sie eine geschlossene Oberfläche, auf der sich Hausstaub, Milben oder sonstige Mikroorganismen und Krankheitserreger nicht festsetzen können. Daher sind Fliesen auch der ideale Bodenbelag für Allergiker.
Besonders geeignet sind Fliesen außerdem für Feuchträume, da sie aufgrund ihrer Struktur keine Schimmelbildung zulassen. Ein weiterer Vorteil der Oberfläche und des Materials ist, dass Fliesen nicht (ver-)brennen können und sie somit hohen Sicherheitsansprüchen genügen.
Ebenso sind sowohl Fliesen als auch Fliesenkleber und Fugenmörtel absolut emissions- und lösungsmittelfrei.
Die unkomplizierte und effektive Reinigung ist ein weiterer Pluspunkt für die Fliese: Feinstaub und Schmutz sind leicht zu entfernen. Darüber hinaus kommt es mit Fliesen auch zu einer geringeren Belastung der Raumluft mit Staubpartikeln.