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Nach der Wien-WahlDie Auswertung von Wahlen muss modernisiert werden

Schon vor der Pandemie ging der Trend in Richtung Briefwahl. Die Erfahrungen der Wien-Wahl wären ein guter Anlass, damit in die Umsetzung zu kommen.

Fast die Hälfte der abgegebenen Stimmen kamen über die Briefwahl
Fast die Hälfte der abgegebenen Stimmen kamen über die Briefwahl © (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
 

Zwischen der ersten Hochrechnung und dem Endergebnis der Wien-Wahl lagen 54 lange Stunden. Und jene Briefwahlstimmen, mit deren Auszählung erst nach dem Wahlsonntag begonnen wurde - immerhin 44 Prozent aller abgegebenen Stimmen - änderten einiges. Die ÖVP erreichte schlussendlich mit einem Zweier vor dem Ergebnis ihre guten Umfragewerte. Die Grünen stiegen letztendlich doch mit ihrem historisch besten Wien-Ergebnis aus. Und der am Sonntagabend als Triumph gefeierter Zugewinn der Neos beläuft sich am Ende auf etwas mehr als ein Prozent.

Kommentare (7)

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SagServus
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Doch man kann ruhig noch weiter denken: Scannbare Stimmzettel würden die Auswertung beschleunigen und weniger fehleranfällig machen.

Sicher? Im Grunde muss man diese Stimmen danach wohl noch immer per Hand nochmal nachzählen um zu bestätigen, dass die Maschine korrekt gezählt hat.

stprei
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Faktor

Die Wahl sollte gerade was die Auszählung anlangt auch weiter auf den Faktor Mensch setzen.
Nähe zum Bürger und aktives Mitwirken am Wahlakt sind zentrale Elemente für eine Demokratie, die man lernen und leben muss.
Hier müssen die Medien ihr kurzfristiges Informationsbedürfnis hinter der Verfestigung der Demokratie in der Bevölkerung hintanstellen.

FamDeutsch
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Nähe zum Bürger?

Wo ist die Nähe zum Bürger, wenn die Beisitzenden die Stimmen bei geschlossenem Wahllokal auszählen?

stprei
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Beisitzer

Die Beisitzer bzw. Wahlkommissionen sind ja Bürger, die ihren Sonntag hergeben, um die demokratischen Werte hochzuhalten und die Wahldurchführung zu ermöglichen.

OAR
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Urnengang

Welch negative Vorgaben einer Wahlentscheidung: Lokal, Ausweis, Stimmzettel, Kabine, Urne und Maske. Wer will da mit diesen Unworten noch seiner Staatsbürgerpflicht nachkommen.
Sinkende Wahlbeteiligungen, jedoch hin zu vermehrten Wahlkarten, Sehnsucht nach einfacherer Stimmabgabe.
Wer ist wieder einmal dazu aufgefordert, natürlich die Politik !
Derzeit keine Wahlrechtsreform möglich , leider etwas schlafende Abgeordnete für die versprochene Abstimmungsänderung, manche Polit-Kaiser wollen aber auch nicht ihre Imperien im Bezug auf das bisherige Wahlverhalten aufgeben.
Im Zeitalter von Kommunikation mit schnellerem Breitband, Zugang zu Internet mit e-mails, Smartphons und Handys, müsste es machbar sein, die Wahlgänge in Zukunft einfacher, sicherer und vermehrt schneller, aber leider nicht vor Einsprüchen gefeit, machen zu können.

Ein Jahrzehnte langer Wahlleiter in noch sicheren Zeiten.

SagServus
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Im Zeitalter von Kommunikation mit schnellerem Breitband, Zugang zu Internet mit e-mails, Smartphons und Handys, müsste es machbar sein, die Wahlgänge in Zukunft einfacher, sicherer und vermehrt schneller, aber leider nicht vor Einsprüchen gefeit, machen zu können.

Ein Blick in die USA und deren jedesmal auftretenden Fiasko mit den Wahlmaschienen zeigt, dass man hier noch sehr weit davon entfernt ist.

stprei
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Zeit

Wenn man als Gesellschaft keine Zeit mehr findet für die wenigen Minuten Wahlgang alle paar Jahre, dann sollte man seine Prioritätensetzung überdenken.