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Wahl-Podcast im ZugKogler: "Vielleicht glaubt Glawischnig wirklich, dass sie was bewegen kann"

Werner Kogler hat die Grünen aus dem Tal der Tränen in luftige Umfragehöhen geführt, sie danken es ihm mit Einigkeit. Was den Volkswirt, der in der Schule Strafarbeiten schreiben musste, antreibt. Kogler im Gespräch im "Wahlcast".

Werner Kogler fährt auch im Urlaub Zug.
Werner Kogler fährt auch im Urlaub Zug. © 
 

Die Bezeichnung „Trümmermann“ lässt Werner Kogler kurz das Gesicht verziehen, während er in die vorbeiziehende Landschaft blickt. Und trotzdem passt sie für den Mann, der jene Aufgabe übernommen hat, um die sich bei den Grünen niemand gerissen hat – den Wiederaufbau. Kogler im Gespräch im "Wahlcast", dem Podcast der Kleinen Zeitung.

Den „Betriebsunfall“, wie der 57-Jährige den Rauswurf der Grünen aus dem Parlament nach dem desaströsen Ergebnis bei der Nationalratswahl nennt, habe er schon wenige Tage vor der Wahl kommen sehen und seine Parteikollegen gewarnt. Vergeblich. Statt den Überlebenskampf auszurufen, wurde Zuversicht demonstriert. Das mussten die Grünen mit ihrem Platz im Nationalrat bezahlen. Fördergelder verschwanden, die hohen Schulden aus dem Präsidentschaftswahlkampf blieben.

Auf Drängen der Kollegen ließ Kogler die zweite Reihe hinter sich und übernahm die am Boden liegende Partei. Er musste einen Finanzplan entwickeln, entmutigte Abgeordnete und entlassene Mitarbeiter trösten und ein Kernteam zum Weitermachen animieren. In der Parteizentrale, aus der die Grünen 2017 ausziehen mussten, hatte man Kogler aber ohnehin selten angetroffen, wie er während der Fahrt erzählt. „Ich sitze lieber in einem Gemeinschaftsbüro oder im Kaffeehaus – das ist mein Arbeitsplatz.“

Kogler
Kogler im Gespräch mit Politik-Redakteurin Christina Traar, Ambra Schuster (r.) und Sebastian Krause sorgten für den guten Sound. Foto © Ballguide/Kleinsasser

Folgsame Parteikollegen dank "Betriebsunfall"

Dass die verpatzte Nationalratswahl den Grünen nach wie vor tief in den Knochen sitzt, erleichtert Koglers Arbeit. Denn der Widerstand gegen seine Neuausrichtung der als abgehoben verschrienen Partei bleibt aus. Sogar „schwierigere“ Funktionäre fügten sich den Plänen des hemdsärmeligen Urgesteins. Zu groß ist die Dankbarkeit, dass er sich diese Aufgabe angetan hat. Bereut hat er diesen Schritt nie, wie der Umweltökonom und Volkswirt bei der Zugfahrt erzählt. Den Beruf des Politikers habe er sich nie ausgesucht. „Aber dann habe ich Feuer gefangen – und das ist bis heute da. Wenn der Funke einmal nicht mehr überspringt, sollte man sofort aufhören.“

Ans Aufhören ist derzeit aber nicht zu denken. Umfragen bescheinigen den Grünen nicht nur den Wiedereinzug in den Nationalrat, sondern auch ein gutes Ergebnis. Dass Ökothemen im Wahlkampf überraschend Hochkultur haben, kommt Kogler entgegen. Während andere Partei krampfhaft nach einer Linie suchen, kann der Steirer auf grüne Forderungen verweisen, die seit Jahren bekannt sind.

Glawischnig bei Novomatic: "Da bin ich entspannt"

Für weniger Begeisterung dürfte hingegen so manches Gesicht aus der Vergangenheit sorgen. Doch Kogler, der in einer Lebensgemeinschaft lebt, ist nicht nachtragend, dem Ex-Parteikollegen Peter Pilz wirft er öffentlich ebenso wenig Steine nach wie Vorgängerin Eva Glawischnig. Würde er ihr auf der Straße begegnen, würde er „natürlich“ mit ihr reden, sagt er. Von ihrem Wechsel zu Novomatic habe er in einem Zug erfahren. „Ich war am Weg in ihre Heimat – nach Kärnten. Trotz schlechter Verbindung haben wir dann vereinbart, dass sie ihre Parteimitgliedschaft zurücklegt.“ Glawischnig wolle bei Novomatic etwas bewegen „und vielleicht glaubt sie das wirklich. Ich bin da aber relativ entspannt“, sagt Kogler heute.

Was sind Podcasts?

Podcasts sind Audio-Gespräche, die in Serie erscheinen und ein bestimmtes Setting haben. Sie lassen sich auf allen Geräten mit Internetzugang hören. Das Streamen und Downloaden von
Podcasts ist größtenteils gratis. Alles, was Sie dazu brauchen, ist eine Podcast-App, ein sogenannter Podcatcher. Davon gibt es unzählige, die meisten davon sind kostenlos.

Entspannung findet er auch privat im Zug. Seinen Urlaub bestreitet Kogler gern via Schiene, besonders Hafenstädte haben es ihm angetan. „Das geht viel leichter, als man glaubt. Und ich habe ein Faible für Hotels am Bahnhof, weil ich dann gleich weiterfahren kann. Und das sind oft wilde Absteigen.“

"Im Nationalrat kenne ich mich ja aus"

Eigentlich hätte Koglers nächste Station EU-Parlament heißen sollen. Doch der Versuch, neue Gesichter für die Parteiführung aufzubauen, scheiterte an der Neuwahl. Wieder musste Kogler anpacken – und den Umzug nach Brüssel absagen. „Natürlich hat man sich gedanklich schon umgestellt und ich habe mich auch gefreut darauf. Aber bei der EU-Wahl kamen schon die ersten Zurufe, dass ich den Spitzenkandidaten machen soll.“ Jetzt sei er damit zufrieden. „Im Nationalrat kenne ich mich ja aus.“

Dort hat der Grüne jahrelange Erfahrung, ist bekannt für wortgewaltige Reden, die kein Ende kennen. Ob er privat ein mühsamer Gesprächspartner ist? „Vielleicht schon, aber weil ich da eher zu wenig rede. Da fragen sich die Leute, ob ich überhaupt geistig anwesend bin.“ Zu Schulzeiten hat ihn das Schwätzen nicht in Bedrängnis gebracht – sehr wohl aber das Zuspätkommen. Dafür hagelte es Strafarbeiten. „Ich habe mich damals einfach nur für Partys und Fußball interessiert.“ Gut ausgegangen ist es trotzdem, „sogar eine Auszeichnung haben sie mir bei der Matura umgehängt – das war mir fast ein bisschen peinlich“.

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Danke für Ihr Verständnis.

vjkarl
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Die Grünen und ihre Führungspersonen

Was bitte hat Herr Kogler bis jetzt geleistet. Er ist nur aus der Not heraus als Chef geboren worden und will nun allen erklären, wie toll
Er und die Grünen sind.
Und dabei schmeißt er nur mit Anschuldigungen und Vermutungen um sich und nützt die Schwäche der anderen (SPÖ, Jetzt, etc........).
Und beim Klimaschutz ist sowieso ein Umdenken notwendig.
1900 lebten ca. 1,9 Milliarden Menschen auf der Erde, im Jahr 2018 waren es ca. 7,6 Milliarden Menschen. Afrika hat einen täglichen Zuwachs von 200 000 Menschen. Das ist das Problem im Klimaschutz.
Mehr Menschen, mehr Ansprüche auf Infrastruktur etc.
Und das werden und können die Grünen egal ob in Österreich oder Deutschland nicht lösen können.

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100Hallo
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CO2

Kann bis jetzt jemand beweisen dass der CO2 Anstieg schädlich ist? War nicht zur Zeit der Dinosaurier der CO2 Gehalt bei 4% ?

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X22
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Was bitte hat xy geleistet?

Nach welchen Kriterien soll man eine Leistung beurteilen?
Und ein Außenstehender, kann nur die Ergebnisse sehen, jedoch nicht die Leistung.
Und eine Vermutung aufzustellen "geerbte Position " , sagt viel über dem Vermuter aus, der hat nämlich keine Ahnung, wie es sich tatsächlich abgespielt hat. Ich kenne auch nicht viel, jedoch über persönliche Kontakte, weiß ich, dass es nicht so einfach war, dazu wurde viel Zeit. und privates Engagement investiert. Denn Rest lass ich unkommentiert, ne eigentlich gehts in Kurzform: "Bla,bla bla bla, viele Worte ohne einer wirklichen Aussagekraft "

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eleasar
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Werner Kogler und Grün stehen leider dafür,

die Aufgaben des Bundesheeres auf Katastrophen- und internationale Friedenseinsätze zu reduzieren und das Budget nicht zu erhöhen. Auf deutsch: Grün steht für Grenzen auf, es komme, wer da kommen will, wir haben nicht vor, die Bevölkerung zu schützen, uns im Ernstfall zu verteidigen oder für Ordnung zu sorgen. Man könnte sagen, das ist doch ein wenig blauäugig von den Grünen.

Quelle: Der Standard, Fragen die Spitzenkandidaten, Werner Kogler, 10. September 2019

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eadepföbehm
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Du willst also die Flüchtlinge mit Maschinengewehren und Panzern aufhalten.

Denk vielleicht noch einmal darüber nach, bevor du wieder so etwas von dir gibst.

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X22
0
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Ja, was man sich alles Denken kann, wenn man nicht das Ganze sieht

um daraus genau diesen Schluss zu kommen, zeigt auch die Naivität der Betrachtungsweise auf.

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X22
0
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auf diesen Schluss

..

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Reipsi
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Mister Kogler

sonst würde sie es nicht tun, hob sas e ausigmobt.

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michimanu
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Novomatic

Bis jetzt fand ich Herrn kogler ganz ok..nur mit dieser Aussage bezüglich Glawischnig und der Novomatic bin ich fassungslos..Herr Kogler..ernsthaft.. für wie blöd halten sie uns BürgerInnen..schämen Sie sich

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Manfred110
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novomatic

der kogler ist genau so zweischneidig wie die glawischnig,die ,die novomatis quwasi abschaffen wollte,bekommt jetzt dort die kohle,scheinheiliger und schleimiger gehts nicht mehr

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X22
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Warum sollte er sie für Blöd halten

Wenn welche geschieden sind, sind sie es, sie teilen auch nicht mehr Brot und Bett, außerdem geht es dem oder der Ex nichts mehr an was der andere macht, so ist es im Leben

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helga.zuschrott
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nixgneisser!

....

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helga.zuschrott
6
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nixgneisser!

....

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helga.zuschrott
8
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nixgneisser!

....

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helga.zuschrott
5
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sorry .... habs nur ein mal gepostet!

:-)

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eadepföbehm
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Hast du den leicht ironischen Unterton nicht verstanden?

.

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Leberknoedel
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Was genau

regt dich so auf?

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jahcity
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Herr Kogler,

Frau Meinl-Reisinger, Herr Pilz oder auch Herr Kickl sind authentisch in ihrem Auftreten und ihrer Sprache. Ein Herr Hofer, eine Frau Rendi-Wagner oder Herr Kurz sind reine Marionetten ihrer Sprachverarbeitung.

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paulrandig
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Ich habe in den letzten Jahren...

...nicht Grün gewählt. Zwar kann ich mich mit dem eigentlichen Programm ganz gut identifizieren, aber dessen Vertreter waren aus meiner Sicht nicht imstande, seine Punkte erstens richtig zu priorisieren, zweitens zu kommunizieren und drittens auch nicht glaubwürdig, was eine Umsetzung betraf, oder auch nur fähig, mit irgendjemandem zusammen zu arbeiten. Ich konnte mir die handelnden Personen in dieser parteidurchziehenden Abgehobenheit und gleichzeitigen Verstricktheit in Fußnoten und Unwichtigkeiten einfach nicht als Gestalter des Staates vorstellen.
Mit Kogler bin ich einmal vorsichtig optimistisch. Vor allem: Wen soll ich denn sonst wählen? Das bisherige Katastrophenteam aus Hetzern und Synthetik-Messias ohne irgendwelche sozialen Fähigkeiten? Sicher nicht. Die irgendwie doch sympatische Lady, die leider weit außerhalb ihrer Komfortzone verzweifelt versucht, alten abblätternden Lack zu überpinseln und an sich gute Botschaften durch interne Unstimmigkeiten wirkungslos verpuffen lässt? Pinke Ultraliberal-Wirtschafter, die zwar eine gute politische Umgangsform pflegen, deren Inhalte aber schon bedenklich sind? Kleinlisten, von denen ich keine Ahnung habe, ob es sie morgen noch gibt?
Was bleibt mir also übrig? Grün mit Kogler. Ganz glücklich bin ich selbst noch nicht damit, wage aber einmal vorsichtig zu hoffen.

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tomtitan
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Wählen würde ich die Grünen nur aus dem Grund, dass

ich sie als das noch kleinste Übel betrachte...

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paulrandig
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Dann tun Sie das...

...bitte auch wirklich! Der Konjunktiv hilft uns hier nicht weiter.

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Balrog206
10
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Hast

Natürlich großteils recht , aber außer kogler ist nicht viel vernünftiges im Team , und mit lt sozial Pädagoginnen im Team kannst keinen Staat machen ( weltfremd) bzw finanzieren !

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X22
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Geh, du redest wieder Bledsinn

LEONORE GEWESSLER, Politikwissenschafterin​

SIBYLLE HAMANN, Journalistin, Studium der Politikwissenschaft in Fächerkombination mit Geschichte, Ethnologie, Russisch, Studium abgeschlossen

MICHEL REIMON, Informatikstudium, Studium im Bereich Organisationsentwicklung und -beratung. Studium abgeschlossen

ALMA ZADIC, Studium Rechtswissenschaften, abgeschlossen, 2017 promovierte sie an der Universität Wien zum Doktor der Rechte

MARKUS KOZA, Studium der Volkswirtschaft (WU Wien), Ökonom

OLGA VOGLAUER, Biobäuerin

GEORG BÜRSTMAYR, Rechtsanwalt
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Die GRÜNEn haben sowohl den höchsten Frauen- als auch den mit Abstand höchsten AkademikerInnenanteil vorzuweisen: Fast drei Viertel der Grünen KandidatInnen haben einen akademischen Grad.

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tomtitan
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Na ja - die Sigi Maurer

ist auch im Team, oder?

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eadepföbehm
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Da halte ich es wie Gott mit Abraham im Fall Sodom und Gomorra .

Man muß ja heutzutage schon bescheiden und froh sein, wenn man in einer Partei einen vernünftigen Menschen findet.

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SoundofThunder
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Gutes Posting

Von mir gibt es ein 👍

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