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US-Wahl im Netz570 Millionen Wahl-Tweets, Warnhinweis bei Trump

Mehr als 570 Millionen Kurzbotschaften zum Duell um das Weiße Haus wurden auf Twitter bisher gezählt. Tweets des Präsidenten wurden mit Warnhinweisen versehen.

Screenshot © Twitter
 

Die Präsidentschaftswahl in den USA hat bei den Twitter-Nutzern einen regelrechten Rausch ausgelöst: Mehr als 570 Millionen Kurzbotschaften zum Duell um das Weiße Haus wurden auf der Online-Plattform verfasst, wie die auf die Beobachtung von Online-Netzwerken spezialisierte Firma Visibrain am Mittwoch mitteilte. Fast zehn Millionen Tweets wurden demnach allein in den vergangenen 24 Stunden abgesetzt.

Den Angaben zufolge sind das sechsmal so viele Twitter-Botschaften wie bei der US-Wahl vor vier Jahren. In den vergangenen Monaten hätten dreimal so viele Tweets von US-Präsident Donald Trump gehandelt wie von seinem demokratischen Gegner Joe Biden. Dieser Vorsprung habe sich innerhalb der vergangenen 24 Stunden jedoch stark verringert, fügte Visibrain hinzu. Seit Dienstag wurden demnach mehr als neun Millionen Tweets über Biden und 17 Millionen Tweets über Trump veröffentlicht.

Wahlbetrug nicht nachweisbar

Der Onlinedienst Twitter hat außerdem mehrere Tweets von US-Präsident Trump über angeblichen Wahlbetrug am Tag der Präsidentschaftswahl mit Warnhinweisen versehen. "Einige oder alle der Inhalte, die in diesem Tweet geteilt werden, sind umstritten und möglicherweise irreführend in Bezug auf die Beteiligung an einer Wahl oder einem anderen staatsbürgerlichen Prozess", hieß es in der Twitter-Warnung am Mittwoch.

Mitten in der US-Wahlnacht hatte Amtsinhaber Trump den oppositionellen Demokraten in einem Tweet vorgeworfen, sie wollten ihm den Wahlsieg "stehlen". Er schrieb auf Twitter: "Wir sind weit vorne, aber sie versuchen, die Wahl zu stehlen." Trumps Herausforderer Joe Biden von den Demokraten hatte kurz zuvor gesagt, er sei "auf Kurs, diese Wahl zu gewinnen".

In einem zweiten Tweet prangerte er später ein angebliches "Verschwinden" republikanischer Wählerstimmen an. Am Dienstagabend habe er in vielen Schlüsselstaaten noch einen "soliden" Vorsprung vor Biden gehabt, der "auf zauberhafte Weise" verschwunden sei. Stattdessen seien "Überraschungsstimmen" ausgezählt worden.

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