Seit 20 Jahren forscht und lehrt Verena Krausneker an der Universität Wien. Erst seit einem halben Jahr hat sie für Lehre auch eine unbefristete Halbtagsstelle. Forschen kann die Gebärdensprachenexpertin an Österreichs größter Universität aber nicht mehr. Da sie mehr als acht Jahre lang über befristet angestellt war, darf ihr die Universität keinen neuen befristeten Vertrag ausstellen – obwohl sie ihr Gehalt selbst über eine EU-Förderung finanziert hätte.
Protest gegen Kettenverträge
Verträge mit Ablaufdatum: Österreichs Unis kommen die Experten abhanden
Österreichs Unis stellen ihre Beschäftigten meist befristet an. Doch wer nach acht Jahren keinen dauerhaften Vertrag hat, muss gehen – und tut das auch. Schuld daran ist ein Paragraf des Universitätsgesetzes. Nun erhebt sich Protest.
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