Auf Seite 196 des türkis-grünen Koalitionsprogramms ist es nicht einmal ein ganzer Satz: "Kinderkostenstudie als Teil einer größeren Studie" heißt es dort knapp. Der Unterpunkt birgt allerdings Konfliktstoff: Im Dezember präsentierte der damalige Sozialminister Wolfgang Mückstein nämlich die besagte Kinderkostenstudie. Die Statistik Austria berechnete dafür, wie viel Kinder zum Leben brauchen. Dazu reichte Mückstein eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts, die auswies, welchen Anteil dieser Kosten durch Familienleistungen des Bundes kompensiert werden. Das Ergebnis: Es bleibt eine große Lücke. Mückstein schlussfolgerte, dass Familienleistungen erhöht und am besten durch eine einheitliche Kindergrundsicherung ersetzt werden sollen.
Studie zu Familienleistungen
"Treffsichere Familienpolitik": Und trotzdem sind 350.000 Kinder arm
Eine umfangreiche Studie macht sichtbar, mit wie viel Geld Bund, Länder und Gemeinden Familien unterstützen. Familienpolitik muss aber mehr sein, als Almosenverteilen. Und auch diejenigen einbeziehen, bei denen sich Dinge anders entwickeln, als erhofft: Der Unterhalt gehört dringend reformiert.