Ex-Minister zu CoronaAnschober für 3G am Arbeitsplatz: "Haben sechs schwierige Monate vor uns"

In Italien dürfen Beschäftigte ab Mitte Oktober nur noch geimpft, getestet oder genesen an den Arbeitsplatz. Eine gute Idee, findet der ehemalige Gesundheitsminister.

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Anschober meldet sich wieder zu Wort
Anschober meldet sich wieder zu Wort © APA/Roland Schlager
 

Aufhorchen ließ der frühere Gesundheitsminister Rudolf Anschober, der sich in der ORF-Sendung "Klartext" erstmals seit dem Rücktritt zur Corona-Lage zu Wort gemeldet hat. "Wir werden sechs Monaten vor uns haben, die schwierig werden." Das einzige Gegenmittel sei, dass die Impfquote erhöht werde. Nach italienischem Vorbild sollte die 3-G-Regel am Arbeitsplatz eingeführt werden. Leise Kritik übte Anschober am Bundeskanzler, der kürzlich meinte, die Pandemie sei für Geimpfte vorbei. "Es ist für Geimpfte nicht vorbei. Wenn ich als Geimpfter in die Intensivstation komme, aber kein Platz vorhanden ist, betrifft es mich auch." Anschober unterstrich, dass er während der Pandemie ganz bewusst keinen internen Konflikt nach außen getragen habe.

"Kahr tut, was sie verspricht"

Breiten Raum nahm in der Sendung der überraschende Triumph der KPÖ in der steirischen Landeshauptstadt ein. "Die Grazerinnen und Grazer haben nicht die KPÖ, sondern Elke Kahr" am letzten Sonntag gewählt, erklärt die ehemalige Bundespräsidentschaftskandidatin Irmgard Griss.  "Kahr tut, was sie verspricht, und ist dadurch glaubwürdig." ÖVP-Bürgermeister Sigi Nagl habe zwar in der Vergangenheit viel Positives gemacht, die Wohnungssituation in Graz sei ein "echtes Dilemma." Und: "In Graz werden in der Stadt Villen niedergerissen, um Wohnhäuser zu errichten, gleichzeitig stehen viele Wohnungen leer, weil sie nur der Geldanlage dienen." Ex-ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner führt das Grazer Ergebnis auch auf die Wohnungssituation zurück. "In Graz hat man die Anliegen der Bürger nicht wahrgenommen."

Hält die Koalition?

Einig waren sich Mitterlehner und Anschober, dass die Koalition fünf Jahre halten dürfte, die Ökologie der eigentliche Knackpunkt sei. Griss meinte, eine neue Flüchtlingswelle könnte das Aus bedeuten.

Kommentare (13)
Morpheus17
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Jemand der primär im geschützten Bereich "gearbeitet" hat,

kann leicht Forderungen aufstellen. Keine Ahnung von der Arbeitswelt.

KVKG
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Kvkg

Aha, Monate. Als er aktiv war, waren noch die nächsten Wochen entscheidend.

MuskeTiere4
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Beschönigen ist kein Realitätsinn, Tatsachen sagen, ist kein Schwarzmalen

Zur Erinnerung: das Virus lässt Menschen, Familienangehörige, Freunde erkranken, nicht derjenige, der in der Anfangsphase der Krankheitswelle Gesundheitsminister war!
Frau Griess hat im Gespräch sehr vehement gesagt, dass die österreichische Bevölkerung die Wahrheit schon verträgt und deshalb gesagt bekommen sollte. Tut das dann ein nicht-populistischer Minister (wie Herr Anschober), dann kommt aber postwendend das wehleidige Gejammer übers „Schwarzmalen“, das man in Person des Überbringers in die Versenkung wünscht. Was also ist jetzt der Mehrheit der österreichischen Bevölkerung zumutbar?
Im Beschönigungen geübt, im Zuwarten bis alle HelferInnen überlastet sind, sind wir Weltmeister. Gesteigerte Wehleidigkeit als Folge von jahrelangem politischem Schönreden der schwierigen Lebensrealitäten der sich abmühenden Bevölkerung hat zu einer Art systematischen Realitätsverlust bis zu deren Verweigerung geführt. Wieviel harte Realität verträgt Österreich noch? Frau Kahr hat sich der gestellt!

mangogue
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Kann man den abstellen?

Kaum wieder auf den Beinen beginnt Herr Angstschober schon wieder mit seiner Schwarzmalerei und seinen zart gehauchten Durchhalteparolen. Ich kanns schon nicht mehr hören. Wie bitte kann man den guten Mann abstellen?

Bodensee
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jetzt fängt der auch noch an.......

........mit seiner Corona-Jammerei. Der österreichische Lauterbach. Beide haben wahrscheinlich sogar vor einem Stofftier Angst

Balrog206
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👍

Der war gut 😂😂😂 100%

STEG
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Der Vatikan macht es vor

Ohne "Grünen Pass" geht nichts mehr!!!! Gesundheit und Wirtschaft nicht schützen, ist fahrlässig. Der Schaden reicht schon, oder ist er aus dem Blickfeld geraten?

Balrog206
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Wen

Interessiert der Mickey Mouse Staat Vatikan ?? Wie Industrie Handwerk Einkauf Center sind dort ? Lächerlich

gab65
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Bitte nicht

Herr Angstschober, Sie haben in der schwierigen Zeit gezeigt wie es nicht geht. Bitte ersparen Sie uns Ihre Kommentare

Toyota11000
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die nächsten zwei

Wochen sind die entscheidenden.

lucie24
8
4
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Wollte ich auch

schreiben 😄

Sandra Bischof
57
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Die nächsten Monate werden die entscheidenden sein?

Was treibt ihn an, jetzt diesen Kommentar abzugeben? Werden die nächsten Tage/Wochen/Monate/Jahre die entscheidenden sein? Weil Anschober aus der Versenkung aufgetaucht ist und sich wieder in Schwarzmalerei übt? Was genau will er uns damit sagen?

Kulak
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Der schaut aber nicht gut aus

Anschober dürfte tatsächlich sechs schwierige Monate vor sich haben.