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Nach ParteitagDoskozil-Rat für Rendi-Wagner: "Soll sich selbst hinterfragen"

Die Landespartei lässt sich wirtschaftspolitisch nun von Christian Kern beraten. Bei einer Anklage "weiß ich eh, was ich zu tun habe", erklärt der burgenländische SPÖ-Landesparteichef.

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© APA/ROBERT JAEGER
 

SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner soll sich angesichts des Ergebnisses am Bundesparteitag, bei dem sie nur 75 Prozent erzielte, "selbst hinterfragen, wie sie das Vertrauen der Basis wieder gewinnt", erklärte der burgenländische SPÖ-Landesparteichef Hans Peter Doskozil am Sonntag im "Kurier". Er selbst habe zur Parteichefin ein "nüchtern normales" Verhältnis. Die Landespartei lässt sich wirtschaftspolitisch nun vom früheren Kanzler und ÖBB-Chef Christian Kern beraten.

Doskozil stellte im Interview fest, dass in den Landesorganisationen die Präsenz der Bundespartei vermisst werde. Auch fehle die gegenseitige Wertschätzung zwischen Landes- und Bundesebene: "Das ist natürlich nicht leicht, weil jeder Landesvorsitzende ein Prinz oder eine Prinzessin ist."

Bei Anklage "weiß ich eh, was ich zu tun habe"

Als er Minister war, habe es einige Mitarbeiter im Kabinett gegeben, die Kanzler Kern bekämpft hätten. Er habe daher eine Aussprache mit ihm gehabt und Kern berate die Partei nun in wirtschaftspolitischen Fragen, so Doskozil. Zu den Ermittlungen der WKStA wegen einer mutmaßlichen Falschaussage im Commerzialbank-U-Ausschuss meinte der Landeshauptmann: "Wenn ich eine Anklage bekommen sollte, dann weiß ich eh, was ich zu tun habe."

Hinter die Parteivorsitzende hatte sich davor Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker gestellt und ihr schwaches Ergebnis von 75 Prozent beim Parteitag verteidigt. "Es ist ein starkes Zeichen für eine starke Kandidatin", sagte Hacker im "Ö1"-Mittagsjournal am Samstag. Die SPÖ sei eine Partei, die es "liebt, sich das Leben besonders schwer zu machen, aber ich denke, wir haben eine starke Kandidatin, wir haben Dreiviertel". "Reiberei ist ja an sich etwas Gesundes, weil eine riesengroße Organisation, wo alle glücklich und zufrieden sind, die entwickelt sich nicht weiter. Also ich bin da durchaus optimistisch", so Hacker.

Kommentare (21)
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Limone2
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Doskozil kann nicht lassen

Hr. Kern war auch nicht besser. Dafür eine Prinzessin auf der Erbse. Ich bewundere Frau Rendi Wagner und Ihr Durchhaltevermögen. Gerade Kenner der SPÖ wissen, was diese Frau einstecken muss.

Hausschuh
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Unglaublich

Ich habe noch nie SPOe gewählt und werde es auch nicht tun. Trotzdem Rendi Wagner ringt mir grossen Respekt ab. Sie ist glaubwürdig, sachorientiert und verbiegt sich nicht. Sie ist hoch intelligent, hat eine hervorragende Ausbildung und ist an konstruktiver Arbeit für Österreich interessiert.
Eine tolle Frau. Dass Machos mit so einer Frau nicht gut können, liegt in der Natur (nicht der Sache) sondern der Machos. Leider Herr Doskozil.

dieRealität2019
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Alle Achtung Herr Landeshauptmann. Vorarbeiten für die nächste Wahl. Sie stehen dann auf Abruf bereit?

.
Eine starke Ansage. Aber wenn ich aus meiner Sicht die Aussagen von Wagner Revue passieren lasse, muss ich sagen zum Teil von Doskozil gerechtfertigt. Und ein starker Berater. Die Landespartei lässt sich wirtschaftspolitisch nun vom früheren Kanzler und ÖBB-Chef Christian Kern beraten.
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Dabei fällt mein Blick auf Frankreich. Volle Unterstützung für Marine Le Pen: Die Vorsitzende des Rassemblement National (in der sich c.a. 31.000 Mitglieder befinden - wie viel im SPÖ Gremium? Ist mit 98 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden – trotz ihrer schweren Wahlniederlage vor einer Woche. Alle Achtung, auch eine starke Ansage.

dieRealität2019
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Wem verwundert das?

.
Die Mitgliederanzahl der SPÖ erreichte Ende der 1970er Jahre mit über 720.000 Personen ihren Höchststand. Bis 1990 schrumpfte diese Zahl auf ca. 620.000 Personen, von denen bis 2005 nochmals etwa zwei Drittel wegfielen. Im März 2017 betrug der Mitgliederstand ungefähr 180.000 Personen. Bei einem bundesweit einheitlichen jährlichen Mitgliedsbeitrag von 72 Euro ergeben sich daraus für die SPÖ Einnahmen von rund 13 Mio. Euro (w)

Landbomeranze
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Hat aber nix mit dem

desaströsen Wahlergebnis zu tun. Da haben nur Zahler abgestimmt.

aba
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?

Wer ist Doskozil?

Think_simple
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Das ist Doskozil

Das ist der, der die ganze Zeit auf die Partei eindrischt, meint, dass dort alles unfähige Idioten seien und mit ihm an der Spitze die Partei endlich wieder eine Alleinregierungs-Kanzlerpartei wäre - bloß fehlte es dann halt doch an den ausreichend starken Keimdrüsen, um sich der Wahr zum Oberhäuptling küren zu lassen (oder auch nicht). Nein, er stehe doch dafür nicht zur Verfügung, er habe andere Prioritäten - und bam, ein paar Tage später geht es wieder los.
Letztlich ist er einfach nur ein Schädling, einer, der wohl als Maulwurf bei anderen Parteien unter Vertrag steht, um der SPÖ maximalen Schaden zuzufügen. Gut, selbst schuld, wenn sie ihn immer noch mitschleppen...

harri156
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Warum wundert es mich nicht,

dass dieser Artikel hinter keiner Paywall ist?

checker43
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Irgendwann

bekommt Doskozil die Hackeln, die er jetzt noch wirft, selber in den Rücken.

Landbomeranze
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Die Wahrheit sagen, ist Hackelschmeißerei?

Da darf es die SPÖ nicht wundern, wenn die Device lautet, kritiklos in den Untergang.

schteirischprovessa
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Dass gerade einer der größten Nutznießer von Postenschacherei in ö

die burgenländischen Sozen berät, kann man als deren Bankrotterklärung bezeichnen.
Die Karriere von Kern ist in erster Linie dadurch begründet, dass er Sekretär des sozialistischen Parlamentsklubs und von Kostelka war.
Ohne diese "Qualifikation" wäre er nie Vorstand im Verbund und später Vorstandsvorsitzender bei den ÖBB geworden.
Denn ein Studium der Kommunikationswissenschaften ist nicht gerade die Voraussetzung für eine Spitzenposition in der Wirtschaft, das ist bestenfalls eine etwas höherwertige Ausbildung als das NLP eines Norbert Hofer.

gehtso
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manchmal ist es

besser, nichts zu sagen, Herr Doskozil.

schadstoffarm
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Wenigstens

Gendert er korrekt.

lieschenmueller
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Hinterfragen soll sich ohnehin jeder ab und zu, ob Politiker oder nicht

Rendi-Wagner ist gescheit, anständig und (mir) sympathisch. Aber (leider) sind das im Jahr 2021 keine Kriterien in der Politik.

Vielleicht fehlt ihr eine gewisse Leutseligkeit. Wiener Bürgermeister haben die anscheinend, der vorige sowieso, der jetzige wohl auch.

Seltsamerweise fallen mir spontan eine Frau und ein Mann ein, die diese Eigenschaft auch nicht hatten. Einmal ÖVP, sehr große Dame, einmal Herr, SPÖ, rote Brille (kein Schenkelklopfer, die trug er halt), jetzt in Brüssel.

Ein Rat in deren Richtung, sich öfter unters "gemeine Volk" zu mischen wurde beantwortet mit: des mog i net so wirklich!

Tja, in den Reihen nicht ganz vorne geht's auch ohne. Und Allheilmittel ist es natürlich auch keins.

shaba88
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Kommentar

Kann der ni nicht endlich seinen Mund halten

heri13
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Weg mit den Querulanten!

Er zerstört die SOZIALDEMOKATIE!

hortig
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@heri13

Welche Sozialdemokratie????

Hausverstand100
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Das sehen

Aber nur due Anhänger der abgehobenen Wiener Bobo-Blase so!

Balrog206
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Stimmt

Spö schafft sich ab den Rest erledigt die Zeit !

Ich korrigiere
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ein feigling

weil er sich keiner wahl für den bu8ndesparteitag gestellt hat. nun soll er als schädling der sozialdemokratie endlich seinen mund halten und im burgendland den bankenskandal aufräumen

hortig
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@Ich korrigiere

Wieso sollte er bei dem Sauhaufen noch ein Amt übernehmen. Hat ja einen Job