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Überblick über muslimische EinrichtungenÖsterreich hat "Islam-Landkarte"

Auf einer Website sollen alle muslimischen Einrichtungen Österreichs abgebildet und beschrieben werden. Die Dokumentationsstelle "Politischer Islam" will damit Transparenz schaffen und zum Diskurs anregen.

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© APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
 

Auf einer Online-Landkarte der Dokumentationsstelle "Politischer Islam" sollen ab sofort alle muslimischen Einrichtungen in Österreich abgebildet werden.

Ziel des Projekts, das gemeinsam mit der Universität Wien umgesetzt wird, ist es, die Vielfalt des Islam in Österreich abzubilden, aber auch möglichen Auslandseinfluss auf die Organisationen zu beobachten.

"Wir wollen mit diesen Informationen Transparenz schaffen und nicht nur dort hinsehen, wo Gesetze übertreten werden", sagt Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP). Wichtig sei ihr, einen ganz klaren Unterschied zwischen der Religion und der Ideologie des politischen Islam herauszuarbeiten. "Es gibt keinen Generalverdacht gegenüber muslimischen Organisationen. Unsere Aufgabe ist es, dort hinzusehen, wo es spaltende Tendenzen gibt", so Raab. 

Erfasst werden in der Landkarte derzeit 623 muslimische Organisationen in Österreich, die zudem ausführlich beschrieben werden. "Die Karte soll die Leistungen stärken und Schwächen sichtbar machen", sagt Ednan Aslan von der Universität Wien. So zeige die Karte auch auf, welche Einrichtungen positive Beiträge zur Integration leisten, wie etwa das Angebot von Deutschkursen oder die Betreuung von Flüchtlingen. 

Kritik: "Auflistung dieser Art stellt Generalverdacht dar"

Neu ist das Landkarten-Projekt nicht. Bereits 2012 wurde im Rahmen von "Imame in Österreich", einem von EU und Innenministerium finanzierten Projekt, eine "islamische Landkarte" erstellt. Auf der Website der Universität Wien waren islamische Vereine und ihre geografische Lage in Österreich abrufbar. Von einigen reagierten Organisationen hagelte es damals Kritik, mittlerweile ist die Seite nicht mehr online.

Kritik an der jetzt neu aufgelegten Landkarte kommt von der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen (IMÖ). "Stellen Sie sich vor, wir hätten in Österreich eine Judentum-Landkarte oder eine Christentum-Landkarte. Alleine eine Auflistung dieser Art stellt einen Generalverdacht dar", sagt Obmann Tarafa Baghajati im Ö1-Mittagsjournal. Außerdem seien die Erkenntnisse der Dokumentationsstelle veraltet. 

Um Radikalisierung in Moscheen zu bekämpfen stünden die muslimischen Organisationen ohnehin in Kontakt mit den Behörden, so Baghajati. Die Situation habe sich seiner Ansicht nach hierzulande in den letzten Jahren verschlechtert: "Wir erleben hier gerade in Österreich eine Abkehr vom Dialog im Umgang mit dem Islam. Das ist höchst bedauerlich."

Foto © Screenshot/islam-landkarte.at

Zusätzlich zur "Islam-Landkarte" hat die Dokumentationsstelle "Politischer Islam" drei Dossiers über die größten Dachverbände islamischer Vereine ATIB, Millî Görüş und die Grauen Wölfe erstellt. 

Mouhanad Khorchide, der wissenschaftliche Beirat der Dokumentationsstelle, betont, dass es sich bei der Forschung über diese Dachverbände um einen offenen Prozess handle. "Differenzierung statt Pauschalisierung" sei daher einer der wichtigsten Grundsätze der Arbeit der Dokumentationsstelle.

"Es geht nicht um gut oder schlecht", sagt Khorchide. Man könne nicht sagen, wie viel Prozent der Einrichtungen gefährlich oder radikal seien. Es gehe darum, nach Positionen zu differenzieren, die sich auch innerhalb der Dachverbände unterscheiden. "Hier gilt es, konkret Probleme zu benennen, aber auch Chancen", so Khorchide.

In den Papieren werden an alle drei Dachverbände grundlegende und spezifische Rückfragen gestellt. Etwa, wie sie sich einen Islam europäischer Prägung vorstellen. Der sachliche Diskurs stehe für die Dokumentationsstelle stets im Mittelpunkt: "Betroffene Institutionen sind immer dazu eingeladen, in den Diskurs einzusteigen, um die Debatte zu versachlichen. Wir wollen den inhaltlichen Diskurs jenseits von Dissonanz und Ressentiments anstoßen."

Kommentare (27)
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diss
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Wir werden langsam aussterben.

In 20 Jahren gibt es überwiegend Islamisten in Österreich. Schuld sind unsere Politiker!

komi50
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das alte Spiel

Stigmatisierung, zur Schau stellen, tendenziöse Vorwufrsstrategien, Ausgrenzungen, Mobbing..Basis einer apartheitnahen rassistischen Ausgrenzung.....die Welt ist voller Beispiele solcher Macht und Einfluss steuernden Prozesse um Andersdenkende zu vernichten

Warum nur Islam? Gleichheitsgrundsatz, wo bist du? Ich halte alle Religionen für grundsätzlich terroristische Fundamentalorganisationen, sowohl nach innen in der eigenen Gesellschaft, als auch nach aussen. Wer Karlheinz Deschner (Kriminalgeschichte des Christentums) oder Deborah Feldmann (Unorthodox) gelesen hat , weiss was ich meine....diese Landkarten haben bei uns ziemlich viele freie Flächen noch...

3770000
14
6
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Unverantwortlich

Hat die Bundesregierung Vorsorge getroffen, die Adressen der veröffentlichten Einrichtungen durch Polizei zu beobachten und vor Ausschreitugen und Anschlägen zu schützen? Und sollte es zu Ausschreitungen wie seinerzeit in Graz mit Schweineköpfen usw. kommen: werdenn auch wieder Beamte des Geheimdienstes des Bundesheeres involviert sein? Was hat sich die Bundesregierung bei Erstellung dieser Islamlandkarte sonst noch gedacht?

heri13
13
10
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Besser ist eine Austrofaschisten Karte.

Dann würden wir den engsten Kreis der Blender Anhänger erkennen.

valentine711
3
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Das Ziel lautet Islamisierung

»Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.
Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.«

Türkischer Ministerpräsident Tayyip Erdogan

Sam125
2
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Karlzoech und warum ist der Orient mit all seinem alten Wissen,jetzt wueder im

tiefsten Mittelalter angelangt,das nicht nur zum Leidwesen von abermillionen Frauen,sondern oftenug aus aus wirtschaflichet Sicht gesehen und natürlichauch dankder Religion,die mit ihrer oftgenug angewandten Scharia über jeden Staat steht,so wie es jetzt zB in Afghanistan,Tschetschenien usw.der Fall ist? Radikale Islamisten zerstören nicht nur die Menschen, sondern auch die Wirtschaft vieler Staaten! Und noch was, Muslime aus ganz Europa,steht doch endlich auf uns vertreibt die radikalen Islamisten aus eurer neuen Heimat,wenn ihr in Frieden und Freiheit leben wollt!

KarlZoech
1
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@ valentine711: Was Erdogan anlangt, so haben Sie recht, er ist ein großes Übel, auch für die Türkei.

Doch die Masse der Muslime hat damit nicht viel am Hut, die wollen normal leben, so wie jeder Mensch.
Allerdings, User komi50 hat das weiter oben schon festgestellt, hat jede Religion das Potential, zur Herrschaft über die Menschen, für Gewalt und Krieg, entsprechend ausgelegt und missbraucht zu werden. Die Frage ist, was Eine(r) aus den Texten herauslesen will.
Und zurück zum Anfang: Erdogan verblödet die Menschen mit der Religion, er will einen konservativen, unaufgeklärten Islam; ganz im Gegenteil zum Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk, welcher ein aufgeklärter Mensch war, der eine laizistische Türkei wollte.
PS. Die türkischen Frauen erhielten - unter Atatürk - viel früher das Wahlrecht, als in manchen europäischen Ländern, namentlich in der Schweiz.
PPS. Jedes Land, jede Religion, macht ihre guten, aufgeklärten und ihre dunklen Phasen durch. Vor rund 1000 Jahren blühte im Orient die Wissenschaft, wir waren im finsteren - religiösen - Mittelalter.

heli04
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Mißbrauch von Religionen

Die Geschichte belegt anschaulich, wie Menschen die Religion mißbrauchen, um andere Menschen zu töten, zu verfolgen,etc. Dies Gilt für das Christentum wie für den Islam. Deshalb wehret allen Anfängen, die keinen Beitag für ein friedliches Zusammenleben leisten. Die "Landkarte" führt zur Stigmatisierung. Die Nazis haben auch im Kleinen damit angefangen.

cremesso
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heli04

...ich sehe das anders: die Religion mißbraucht die Menschen, nicht umgekehrt

KarlZoech
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@ cremesso & @ heli04: Ich denke, beides trifft zu: Menschen missbrauchen Religionen

und Religionen - letztlich vertreten durch Menschen - missbrauchen Menschen.
Religionen werden grundsätzlich zu wichtig genommen, die Menschheit käme auch ohne Religionen aus.
„Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“:
Die "Goldene Regel" (bzw. der Kant'sche kategorische Imperativ) reicht also völlig aus, um ein gutes, gerechtes und friedliches Zusammenleben der Menschen haben.

DJRaider
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Dachverband der serbischen Assoziationen in der Steiermark

Was hat der Dachverband in Graz mit Islam zu tun? Ich denke gar nichts - wohl Orthodox mit Islam verwechselt.

Sam125
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Danke das wir endlich ein Art Überblick die verschieden Institutionen und

Einrichtungen der verschiedenen Islam Gesellschaften in Österreich bekommen!Meine persönliche Bitte an alle gemäßigten Muslime in Österreich ist,dass sie selbst endlich mit den radikalen Islambruderschaften und Islamisten hart ins "GERICHRT" (auch Frau Alma Zadic')gehen und sie sie endlich selbst aus unserem freien demokratischen Land rauswerfen,denn ich bin mir Sicher,dass Muslime im Gegenteil zu uns ihre radikalisierten Glaubensbrüder und Schwestern erkennen!Diese Typen gehen über LEICHEN,auch über die,in der eigenen Glaubensgemeinschaft,um an ihre Ziele zu gelangen und es wird den gemäßigten Muslimen sonst in einigen Jahren wieder genauso ergehen wie es ihnen in der alten Heimat ergangen ist, vonwo aus sie zu immigriet sind!Denkt an das was die deutsche Imamin Seyran Ates und auch Frau Ayaan Hirse Ali dazu zu sagen haben!Bitte lest einfach ihre Lebensgeschichten und mach euch dann selbst ein Bild von radikalen Islam!Danke!

Ragnar Lodbrok
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so entstehen Vorurteile -

jeder Moslem ist automatisch ein Terrorist; jeder dunkelhäute ist ein Drogendealer.
Aber - kein Moslem oder Schwarzer hat einen Weltkrieg begonnen, kein Moslem oder Schwarzer hat eine Atombombe geworfen.
Natürlich muss man ein Auge auf den politischen Islam haben und radikale Gruppierungen sofort unterbinden, ausweisen - wie auch immer.
Aber man kann nicht alle Moslems unter Generalverdacht stellen nur weil sie in diese oder jene Moschee gehen.
Wie viele Christen gehen jede Woche in die Kirche? Zehntausende Jugendliche wurden von den Vertretern Gottes auf Erden missbraucht - sind deswegen alle die in die Kirche gehen unter Generalverdacht?

FRED4712
9
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richtig......

weltkriege wurden ja nur 2 begonnen......AAABER.....schon mal von WTC, München72, Paris,lyon marseile,madrid, nicht zuletzt wien (Angaben sind bei WEITEM unvollständig) gehört??? und da wunderst du dich??? ich nicht

FRED4712
9
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nachtrag, weil aktuell

die ersten Raketen auf UNSCHULDIGE in israel wurden ganz sicher nicht von israel abgefeuert.....reaktion....mit vorwarnung (kleiner unterschied) völlig verständlich

komi50
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die Realität

im Vorlauf , was zu den Kämpfen geführt hat ist Ihnen offensichtlich unbekannt....lesen sie internationale Zeitungen ( vor allem Israelische, dann bekommen sie eine Vorstellung

aToluna
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UNSCHULDIGE

Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Michelle Bachelet hat die jüngste Gewalt im Gazastreifen und den von Israel besetzten Gebieten verurteilt. Sollte sich herausstellen, dass Israels Luftangriffe im Gazastreifen in Bezug auf Folgen für Zivilisten und zivile Einrichtungen "wahllos und unverhältnismäßig" erfolgt seien, könnte es sich um Kriegsverbrechen gehandelt haben, so Bachelet am Donnerstag in Genf in einer Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrats.

menatwork
48
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weshalb es eine präzise Verortung mit Koordinaten braucht

müssten die Initiatoren halt auch erklären können, da hat jemand nicht wirklich mitgedacht.

Mich täte auch eine Landkarte mit allen direkt, sowie allen indirekt im Besitz der katholischen Kirche befindlichen Immobilien, Ländereien und Verlagsgesellschaften interessieren, da haben die geistlichen Herrschaften vermutlich was dagegen.

Und wir Steirer täten dann schön schauen und uns ziemlich sicher auch die Frage stellen, wie und womit sie das "verdient" haben.

georgXV
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Islam

und die Islamisierung unserer westlichen Wertegemeinschaft schreitet weiter voran ...

Heike N.
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Und?

Ist der Islam schlimmer als das Christentum?

mtttt
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spirituelle Seite der Religionen

mag jeder ausleben wie er will, es ist ein Grundrecht des Menschen.
Im Missbrauch der Menschen durch Religion, um damit weltliche Ziele zu verfolgen, haben wir Europäer ein dunkler Geschichte. Und gottlob hinter uns ! Der Islam stellt je nach Ausprägung noch immer die Scharia über das weltliche Recht. Hier klares NEIN ! Das soll niemals bei uns einkehren. Diesbezüglich hat der Islam seine dunklen Seiten. Wehret den Anfängen.

FRED4712
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wohl eine rhetorische frage?

die christliche religion ist im Kern eine friedliche....jedenfalls seit jahrhunderten......alles klar?...im Übrigen bin ich schon Jahrzehnten nicht mehr dabei....ich denke lieber selbst

Heike N.
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Friedliches Christentum

Den Krieg gegen den Islam haben die Christen begonnen, siehe Kreuzzüge
Christen gegen Christen - Stichwort Gegenreformation, bitte selbst googeln
Die Inquisition mag schon etwas her sein, aber die letzte Hexenverbrennung in Europa ist noch keine 100 Jahre her.
Und wie friedlich Katholiken und Protestanten in England miteinander umgehen, hat man in den letzten Jahrzehnten miterleben dürfen

Reipsi
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Heute

JA

Hapi67
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Jene,

die nichts zu verbergen haben, werden mit Freude und Begeisterung mitarbeiten und Ihre Leistungen und Ideen öffentlich präsentieren.

Alle anderen werden von Populismus, Framing, Diffamierung, Ungleichheit, politischen Missbrauch, etc. gegenüber von friedliebenden, aufgeschlossenen und toleranten Menschen sprechen.

Vielen Dank

UHBP
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@hap...

Aber ist das nicht immer so. Oder warum glaubst, hat der Blümel erst die Akten geschickt, als im der BP gedroht hat?
Weil er A nichts zu verbergen hat oder
B ...

 
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