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EU-weite Regelung gefordertExperten gegen Alleingang von Österreich beim Grünen Pass

Ärztevertreter und WKO-Fachvertreter plädieren in einem Positionspapier für eine "koordinierte EU-weite Regelung". Laut Gesundheitsministerium sind die Sorgen über eine nationale Sonderlösung unbegründet.

© imago images/MiS
 

Vertreter der Ärztekammer, der Österreichischen Gesellschaft für Telemedizin und E-Health (ÖG Telemed) sowie zweier Fachverbände der WKO haben sich am Donnerstag gegen eine "österreichische Sonderlösungen" bei der Umsetzung des geplanten Grünen Passes ausgesprochen.

In einem gemeinsamen Positionspapier hieß es, es brauche eine koordinierte EU-weite Regelung. Auch fordern die Verbände ihre Einbindung bei den Planungen.

Das Positionspapier wurde von der ÖG Telemed, der Ärztekammer sowie den WKO-Fachverbänden Ubit (Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie) und FEEI (Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie) verfasst.

Entscheidend sei, dass es beim Grünen Pass "keinen Alleingang" und "kein Vorpreschen" Österreichs gebe, sondern eine koordinierte EU-weite Regelung mit dezentraler Ausrichtung, sagte Dietmar Bayer, Präsident der ÖG Telemed in einer Aussendung am Donnerstag.

Auch erwarte er, dass die Planung, Umsetzung und Ausrollung in enger Kooperation mit der Ärztekammer und der Softwareindustrie erfolge. "Gerade beim Projekt E-Impfpass hat diese Kooperation maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung in kurzer Zeit geführt", sagt Bayer.

Soll so einfach funktionieren wie ein Flugticket

"Von zentraler Wichtigkeit ist, dass der Green Pass so einfach funktioniert wie ein Flugticket", betonte Bayer. "Über einen Code auf dem Smartphone oder über einen Ausdruck muss auf einen Blick erkennbar sein, dass eine Person die Kriterien erfüllt und wie lange die Gültigkeit ist – ganz egal, ob sie getestet, geimpft oder genesen ist." So könnten die Freiheiten von Reisen über Kultur bis Nachtgastronomie schnellstmöglich und mit der nötigen Sicherheit zurückerlangt werden.

Wichtig sei auch, "dass eine Offline-Prüfung der Nachweise möglich ist", sagt Bayer. Schließlich müsse der Pass unabhängig von Netzausfällen und auch in Gebieten ohne Netzabdeckung funktionieren.

Interne Kritik über "Diktat des Ministeriums"

Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres forderte die "obligatorische Einbindung der ärztlichen Kompetenzen": "Die Bestätigung, dass eine Person von Covid-19 genesen ist, kann nicht automatisiert, sondern nur durch eine Ärztin oder einen Arzt nach zuverlässiger Bestimmung der Antikörper erfolgen."

Neben den medizinischen Empfehlungen seien auch ethische Aspekte zu berücksichtigen. "Es darf zum Beispiel keine Benachteiligung von Ungeimpften geben, solange nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht und nicht jeder impfbare Mensch die Möglichkeit hatte, eine Impfung zu bekommen", so Szekeres.

Von Kritik, die sich nicht im Papier finde, sondern intern geäußert worden sein soll, berichtete das Ö1-"Mittagsjournal": Experten würden kritisieren, dass es kein abgestimmtes, nationales Umsetzungskonzept mit Fokus auf Qualität gebe, sondern ein "Diktat des Ministeriums".

Seitens des Gesundheitsministeriums hieß es gegenüber Ö1, Sorgen über eine nationale Sonderlösung seien unbegründet, die geplanten QR-Codes könnten für den europäischen Pass dann – leicht adaptiert – übernommen werden und man sei in Sachen Datenschutz auch in Kontakt mit den relevanten Stellen.

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Danke für Ihr Verständnis.

WSer
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Die Ignoranz mancher Experten ist himmelschreiend

Je früher wir den Pass einführen, desto besser für österreichische Wirtschaft. Es gibt NUR Vorteile. Dass er dann mal in den europäischen Pass übergeht, bleibt davon unbenommen - und ja auch zu begrüßen.

An sich ein Idee unseres Kanzlers. Aber die Kurz-o-Phobie scheint bei manchen schon zu einer neurotischen Ignoranz ausgewachsen zu sein.

UHBP
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@ws...

Ja unser Kanzler hatte schon viele Ideen, die meisten, wenn nicht alle, von anderen abgekupfert und selten ausgereift.
Aber wo er wirklich einsame Spitze ist, beim Ankündigen und Versprechen.
Die Machbarkeit und Umsetzung interessiert ihn und sein Anhänger schon nicht mehr.
PS: Den grünen Pass hat Basti schon für April versprochen :-)))))

aToluna
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Grüner Pass EU

Den Grünen Pass bekommen vollständig Geimpfte (14 Tage nach Verabreichung) sowie Genesene. EU-weit ist unser Pass, der ja schon nach der ersten Impfung gelten soll, sowieso nicht gültig.

UHBP
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Experten gegen Alleingang von Österreich beim Grünen Pass

Das ist die freundliche Formulierung für: Die Regierung bekommt es sowieso nicht hin!

WSer
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Mir scheint aber ...

... hier formulieren Irgnoranten und kleingläubige Spießer.

gehtso
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warum

wird das nicht einfach auf die e-card gespeichert?

scionescio
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Die machen sich völlig unbegründet Sorgen ...

... bis unsere Schlafmützen eine proprietäre Lösung zusammenbringen (die man sich dann im Ausland in die Haare schmieren kann), ist die EU Lösung längst da ... bis dahin, werden wir uns mit einer typisch österreichischen Zettelwirtschaft abplagen dürfen - hat ja auch wirklich keiner vor mehr als einem Jahr daran denken können, dass es einmal Impfungen geben wird und sich etwas dazu überlegt (ist natürlich auch schwer, neben den ganzen Pressekonferenzen noch Zeit für die eigentlichen Aufgaben zu finden).

dieRealität2020
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Natürlich wieder sind schon vorher die neumalklugen Besserwisser aus dem Kreis der 1.128 divergierenden Meinungen unterwegs.

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Noch ist nicht bekannt was tatsächlich Sache ist, außer das Österreich für sich einen grünen Impfpass (indem auch alle anderen Impfungen eingetragen sind) initiiert, der auch als österreichischer internationaler Impfpass fungiert und schon melden sich Dreck- und Schandmäuler zu Wort.
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Seitens des Gesundheitsministeriums hieß es gegenüber Ö1, Sorgen über eine nationale Sonderlösung seien unbegründet, die geplanten QR-Codes könnten für den europäischen Pass dann – leicht adaptiert – übernommen werden und man sei in Sachen Datenschutz auch in Kontakt mit den relevanten Stellen.

gehtso
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ich finde, es

sagt sehr viel über den Charakter eines Menschen aus, wenn er jene, die nicht seiner Meinung sind, als "Drecks und Schandmäuler" bezeichnet!

hortig
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@gehtdo

Falsch, es sagt was über den Charakter eines Menschen aus, pausenlos alles schlecht zu reden und mit falschen Aussagen um sich zu werfen.