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Neue VerordnungGenesene Schüler müssen sich nicht testen lassen

Die neue Schulverordnung von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) sieht eine Ausnahme von der Testpflicht für Schüler vor, die eine ärztliche Bestätigung haben, dass sie das Coronavirus bereits überwunden haben.

© APA/Harald Schneider
 

An den Schulen wird es eine Ausnahme von der Testverpflichtung für Schüler geben, die in den letzten sechs Monaten eine Covid-19-Erkrankung durchgemacht haben oder einen Antikörper-Nachweis erbringen. Beides ist jeweils durch ein ärztliches Attest zu belegen, heißt es in der vom Bildungsministerium erlassenen Verordnung zum Schulbetrieb nach den Semesterferien. Diese Kinder dürfen dann freiwillig an den Selbsttests teilnehmen - etwa um eine Stigmatisierung zu vermeiden.

An Oberstufenschulen und Sonderschulen wird es außerdem die Möglichkeit zu Ausnahmen vom Schichtbetrieb geben. Grundsätzlich sind zwar auch dort die Klassen in zwei gleich große Gruppen zu teilen und wechselweise Montag und Dienstag bzw. Mittwoch und Donnerstag im Präsenzunterricht bzw. Distance Learning zu führen. Für einzelne Schulstufen oder Klassen kann die Bildungsdirektion allerdings davon Ausnahmen genehmigen. Als Beispiel werden in einem Erlass etwa Internatsschulen oder lehrgangsmäßig organisierte Berufsschulen genannt - dort kann etwa (mit entsprechenden Tests) wochenweise unterrichtet werden.

Ebenfalls anders geregelt ist an Oberstufen und Sonderschulen der Freitag: Anders als an Mittelschulen und AHS-Unterstufen muss dort nicht am Freitag für alle Distance Learning stattfinden - stattdessen darf Unterricht in kleinen Gruppen auf dem Programm stehen, beispielsweise fachpraktischer Unterricht. Auch hier gibt es aber Einschränkungen (stabile Gruppen, nicht mehr als die Hälfte der Schüler am Standort).

In der Verordnung vorgeschrieben ist auch eine "Maskenpause": Beim Tragen einer FFP2-Maske oder einer Maske höherer Schutzstufe ist "mindestens einmal stündlich während des Durchlüftens eine Tragpause einzuhalten".

Klargestellt wird auch, dass an den Schulen Nachmittagsbetreuung angeboten wird. Teilnehmen dürfen daran jene Schüler, die sich zu Schulbeginn dafür angemeldet haben und auch aufgrund eines negativen Testergebnisses am Präsenzunterricht teilnehmen dürfen. An Ganztagsschulen mit verschränktem Unterricht gibt es außerdem die Vorgabe, dass der Unterricht nach Möglichkeit am Vormittag und die Betreuung am Nachmittag durchgeführt wird.

In der Verordnung eingebaut ist auch eine Art "Notbremse": Die Bildungsdirektionen können in Absprache mit dem Bildungsministerium einen Verzicht auf Präsenzunterricht für einzelne Schulen festlegen, "wenn dies zur Eindämmung der Ausbreitung von SARS-CoV 2 oder COVID-19 erforderlich ist" - also etwa für den Fall, wenn an einer Schule oder einer Gemeinde besonders viele Infektionsfälle auftreten.

Nach wie vor verboten sind Schulveranstaltungen wie Skikurse oder Sportwochen. Ebenfalls nicht abgehalten werden dürfen Kooperationen mit außerschulischen Personen oder Einrichtungen, also etwa von Vereinen durchgeführte Sportangebote. Zutritt zu den Schulen haben dagegen Schulpsychologen, Sozialarbeiter, Pflegepersonal etc.

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Danke für Ihr Verständnis.

ichbindermeinung
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FFP2 Pflicht u. Frisöreintritttesten in der ganzen EU? oder nur in Österreich

und die FFP2 Pflicht u. das Frisöreintritttesten gilt auch in allen anderen EU-Ländern?

Schubarsky
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FFP-Pflicht gilt fast nirgends in Europa...

... bei uns deshalb, da wie vor 2 Tagen ausführlich berichtet wurde, unser (oberster) Volksschullehrer "total Gefallen daran findet". Entgegen der Meinung der europäischen Gesundheitsagentur! War ja auch beim Gastro-Rauchverbot so. Einzig in Österreich als Staat (sowie in Bayern und NRW als dt. Bundesländer) gilt dies ausnahmslos. Sogar in Italien darf unter Einhaltung bestimmter Bedingungen IM Lokal geraucht werden. Österreich ist wieder mal ANDERS. Hier herrscht Willkür ohnegleichen. Und eine mittels "Presseförderung" willfährig gemachte Presse, schweigt dazu ganz laut. Weit hamma's bracht... Orban und Erdogan schau oba...

KleineZeitung
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Unabhängigkeit

Wir sind eine unabhängige Tageszeitung. Worüber wir berichten, entscheiden alleine wir. Und diese Entscheidung erfolgt nach journalistischen Standpunkten. Hier auch unsere grundlegende Richtung: "Die Kleine Zeitung ist eine von allen politischen Parteien und Interessenvertretungen unabhängige Tageszeitung. Sie steht auf dem Boden christlicher Weltanschauung, tritt für eine plurale, demokratische Gesellschaftsordnung, die Eigenständigkeit der Bundesländer und die völkerrechtliche Unabhängigkeit der Republik Österreich ein und begrüßt den europäischen Einigungsprozess."
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redniwo
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hätte mich schon sehr gewundert

wenn es nicht noch eine ausnahme gäbe.

BernhardLeopold
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Die Ausnahme für Geimpfte...

... wird hoffentlich auch bald kommen. Aktuell brauchen wir sie ja noch nicht, denn bis jetzt sind ja außer ein paar Bürgermeistern ;-) nur über 85-jährige Seniorenheimbewohner voll immunisiert.
Im Grundsatz kann man Genesene und (voll durch-)Geimpfte gleich behandeln. Weder da noch dort kann heute jemand mit Sicherheit sagen, wie lange und gegen welche Mutationen ein Schutz besteht.

tubaman58
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Covid-Genesene

Wäre doch sinnlos, wenn man diejenigen, die sicher vor Covid-Infektionen sind auch noch testet.

marisha
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lieber Herr Faßmann

Bitte überdenken Sie nochmals Ihre Entscheidung, die Oberstufe mit FFP2 in die Klasse zu setzen, das ist wirklich nicht notwendig da mit der halben Klassenbesetzung der zwei Tage, der Abstand gewahrt wird. Ein Mund - Nasenschutz ist völlig ausreichend, zudem ja auch 2mal wöchentlich getestet wird.

Die Folge sind bei den Jungendlichen Kopfschmerzen, Schwindel und Konzentrationsmangel, das haben wir bereits an den Schularbeitentagen feststellen dürfen, und das waren nur 2-3 Stunden. Das kann nicht Sinn eines Präsenzunterrichtes sein.
Sollten Sie es nicht glauben, dann versuchen Sie bitte selbst FFP2 8 Stunden durchgehend bei Ihrer Arbeit zu tragen, urteilen Sie selbst. Danke.

dude
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Absolut richtiger Schritt in die richtige Richtung!

Es gehört viel mehr Augenmerk auf die Genesenen gerichtet! Nicht nur in den Schulen! Covid_Anitkörpertests so oft es geht!!!
Bei so vielen routinemäßigen Untersuchungen wird Blut abgenommen. Bei jedem dieser Blut-Test müßten auch die Covid-Antikörper gemessen werden. Zum einen könnte man enormes Wissen über die Krankheit und über die Überlebensdauer der Antikörper anlegen und zum anderen hätte dieses Wissen hinsichtlich der Impfstrategie enorme Vorteile! Es würden nicht Menschen, die unwissentlich Anti-Körper im Blut haben geimpft werden und man würde damit nicht anderen, die nötig auf die Impfung warten, den Impfstoff wegnehmen!

Ba.Ge.
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Problem

Problematisch dürfte es werden, weil man nicht sagen kann, wer/wann/wielang immun ist. Das scheint unterschiedlich zu sein, wie schnell die Antikörper schwinden.
Also müsste man viele Menschen über einen langen Zeitraum häufig testen, um vielleicht zu erfahren, dass es vl noch immer nicht genauer gesagt werden kann. Erscheint erst wieder kompliziert/unnötig, oder?