Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

StromnetzWie Europa am Freitag einem Blackout gefährlich nahe kam

Ein plötzlicher Zwischenfall in Südosteuropa stellte das gesamte europäische Stromnetz auf die Probe. Es hat bestanden – diesmal.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
++ THEMENBILD ++ 'STROM/ENERGIE'
© APA/ROBERT JAEGER
 

In der Sicherheitspolitischen Jahresvorschau, einer umfassenden Bedrohungsanalyse, die das Bundesheer jedes Jahr herausgibt, steht ein Szenario mit höchstem Impact für das Leben in Österreich und sehr hoher Wahrscheinlichkeit, dass es in den nächsten Jahren eintritt, in einer Tabelle gleich neben Pandemie: der Blackout.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

dietaenzerin
0
0
Lesenswert?

Warum wird in den österreichischen Medien nirgends

das großflächige Blackout am 09.01.2021 in Pakistan erwähnt?

Beim Googlen kann man das mit den Suchbegriffen "Blackout Pakistan" bei Reuters, der BBC etc. schnell finden.

derschwarze
4
11
Lesenswert?

Eine interessante Entwicklung,

zumal bei der derzeitigen Forcierung der E-Mobilität die Stromversorgung doch die Ausgangsbasis zur Umstellung bis 2025 - letzter Verbrenner vom Band - sein sollte. So wie es aussieht lässt die Verbrenner Lobby, in Kenntnis der Infrastruktur, die Politik an die Wand laufen. Sie checken es halt nur nicht.

melahide
8
3
Lesenswert?

Das

Stromnetz ist JETZT auf ein anderes Netzungsverhalten ausgelegt. Wird aber bei Bedarf modernisiert um auf geändertes Netzungsverhalten zu reagieren. Schauen Sie einmal, wie sich der Stromverbrauch in den letzten Jahren mit PCs, Internet, Streaming, Smartphones usw geändert hat.

feiertag46
0
12
Lesenswert?

Einen PC ode ein Smartphone mit einem Tesla zu vergleichen ???

Jetzt reicht es aber schōn langsam mit Ihrem peinlichen Halbwissen. Einen PC oder ein Smartphone mit einem Elektroauto zu vergleichen. Beim Ladebedarf liegt zwischen PC und E-Auto der Faktor 2000, beim Smartphone der Faktor 10000.. Wir wollen alle 100% E-Mobilität, trotzdem wird der Strom nicht in der Steckdose erzeugt. Also wird die Frage wohl noch erlaubt sein, woher der Strom kommen soll.

Avro
3
19
Lesenswert?

5 Tage

Das Militär rechnet übrigens damit das bei Österreich/Europa weitem Stromausfall nach fünf Tagen das plündern beginnt. Ist eine relativ kurze Zeitspanne allerdings nachvollziehbar.
Kein Strom bedeutet das kein Geschäft offen hat, da auch keine Kasse funktioniert selbst wenn Ware vorhanden ist.
Kein Internet, Fernsehen Radio (Ausnahme wären Weltempfänger) funktionieren nicht, also wenig bis keine Informationen.
Und wenn dann die ersten hungrig werden gehen Sie dorthin wo sie etwas vermuten, beim reichen Nachbarn z.B.

reiner6777
5
14
Lesenswert?

Nachbar

Dann soll es jemand probieren, mich zu plündern!, an meine Tiere oder Vorräte zu gelangen. Da garantiere ich für nichts mehr. Selbstschutz vor Fremdschutz.

VH7F
6
36
Lesenswert?

Wir werden alle einmal CO2-frei im Finstern sitzen

Weil alle bösen Kraftwerke vom Netz kommen.

peter80
47
7
Lesenswert?

.. Was soll das

.. das war ne kleine Störung wie sie theoretisch immer vorkommen kann, sonst garnix.. Von einem Blackout sehr weit weg

reiner6777
3
17
Lesenswert?

Klein !?!?!

Offenbar haben sie keine Ahnung von der Stromversorgung. (Kommt ja aus der Dose)
Eine Erklärung ist an dieser Stelle nicht möglich da es sehr komplex ist.
Nicht einmal ein Kraftwerk ist bei einem generellem Stromausfall am Laufen zu halten.

rochuskobler
5
38
Lesenswert?

Dunkekflaute, schlechte Wasserführung, leere Speicher

..wo soll der Strom denn herkommen in diesen dunklen Tagen, ohne Wind und mit wenig Wasser. Immer mehr E-Autos und mehr Stromverbrauch, dafür immer weniger Grundlastkraftwerke. Gott sei Dank helfen uns die Franzosen, Tschechen, Slowaken und die Polen mit Atom-und Kohlestrom aus, sonst wäre es schon längst finster geworden.

robert123456789
14
22
Lesenswert?

Liebe Kleine Zeitung, liebe Leser -

Es gab einen Abfall der Netzfrequenz auf 49,74Hz. Ja, das ist - historisch - viel. Ein echter Blackout, also das trennen aller Kraftwerke vom Netz, um geregelt neu starten zu können, passiert bei etwa 47,5Hz. Also „am
blackout vorbeigeschrammt“ ist ö24 Niveau.

Carlo62
1
12
Lesenswert?

Das zwar gemäß UTCE Regulativ richtig,

doch muß bereits ab einer Frequenz von 49,0 Hz mit weitreichenden Lastanwürfen (auch in Österreich) begonnen werden. Ich frage mich ja nur, wie weit dieser Frequenzabfall nach unten gegangen wäre, würden bspw. ein Drittel der rotierenden Massen bereits durch Alternativenergieeinspeisung über Wechselrichter erfolgt. Da wären wir von 45 Hz nicht weit weg.

Carlo62
1
5
Lesenswert?

Tippfehler

47,5 Hz

MoritzderKater
4
49
Lesenswert?

Diese penetrante Werbung für die E-Mobilität,.....

....... hat mir bis jetzt noch nicht die Frage beantwortet - wo der Strom herkommen soll, wenn ich mir ein E-Auto kaufen würde. Eine Wohnhausanlage mit *nur* 148 Wohnungen, einer Tiefgarage (für 6o Pkw's) und einem im Freien befindlichen Abstellplatz für nochmals 60 Fahrzeugen = 120. Die Tatsache, dass pro Wohnung meist 2 oder mehr Fahrzeuge angemeldet sind und eine Nachjustierung für Stromleitungen kaum machbar, geschweige auch bezahlbar ist, lässt das Thema schnell zur Unmöglichkeit werden.
Haben die Autoerzeuger schon jemals daran gedacht?

feringo
1
22
Lesenswert?

Umrüsten

Autoindustrie wird auf Tretfahrzeuge umrüsten 😉
Dann braucht man keine Steckdose.

scionescio
6
35
Lesenswert?

@Moritz: es gibt auch noch andere interessante Überlegungen...

... wenn man sich die Spritmenge einer größeren Autobahntankstelle während der Urlaubszeit anschaut und die darin enthaltene Energiemenge in elektrische Energie umrechnet (wegen des besseren Wirkungsgrades reicht da ein Drittel), kommt man schnell drauf, dass man selbst mit Mittelspannung nicht mehr auskommt und für jede Tankstelle ein eigenes Kraftwerk bzw. Umspannwerk benötigen würde - dazu kommt noch der immense Platzbedarfs, weil ein BEV ja nicht in 5 Minuten sondern mindestens eine halbe Stunde (bei einer Schnellladestation - damit würde der Spitzenstrom aber nochmals steigen) bis zu mehreren Stunden (dann würde man riesige Parkflächen und auch sehr viele, sehr teure Ladestellen brauchen, die sich aufs Jahr gesehen aber nie rechnen würden!) zur Abfertigung benötigt.
Es gibt lustige Videos auf YouTube von kilometerlangen Staus vor Tesla Superchargern zu den Feiertagen in den USA: selbst die Handvoll Tesla Fanboys reicht da schon aus, dass alles zusammenbricht, weil sie wegen der geringen Reichweite noch einmal nach dem Verwandtenbesuch aufladen müssen, um nach Hause zu kommen (Tesla vermehrt mittlerweile zu den Feiertagen die Ladepunkte mit dieselgetriebenen Notstromaggregaten - aber selbst das führt zu vielen Stunden Wartezeit, bis man überhaupt erst einmal zum Nachladen- natürlich nur mit geringer Leistung- drankommt!).

KarlZoech
0
0
Lesenswert?

@ scionescio: Danke für Ihre fundierten Informationen!

Besonders die Information im letzten Absatz ist da ein besonderes "Gustostück":
Dieselbetriebene Notstromaggregate zum Aufladen der Akkus von Elektroautos: Das zeigt, wie unüberlegt die ganze E-Auto-Hysterie ist.
Ich hoffe, dass z.B. unsere Umweltministerin Ihre Infos auch liest!

MoritzderKater
0
24
Lesenswert?

@scionescio

Danke, für die noch viel umfassenderen Gedanken zu diesem Thema. Ich bin ja bloß bei meinem Umfeld geblieben und da tun sich schon Probleme auf, die zu einem strikten Nein führen.

scionescio
2
19
Lesenswert?

@Moritz: in der Bevölkerung wird das Thema sträflich unterschätzt, weil eben das allgemeine technische Verständnis wenig ausgeprägt ist ...

... um da ein Beispiel zu bringen: größere Kreuzfahrtschiffe müssen ihre eigene Stromerzeugung auch im Hafen mit ihren Bordgeneratoren vornehmen und dürfen nicht beim Landstrom „anstecken“, weil damit selbst bei Millionenstädten diese plötzliche Last nicht auszuregeln wäre - ganz abgesehen davon, dass es die Leitungen nicht transportieren könnten!

onyx
20
4
Lesenswert?

Fort vom zentralistischen Prinzip der Stromerzeugung

Das Problem ist, dass die Stromerzeugung/Stromversorgung noch immer nach einem sehr zentralistischem Prinzip funktioniert (also ein Kraftwerk versorgt eine Vielzahl von Abnehmern), trotz Forcierung der Erneuerbaren.

Ich hoffe man verabschiedet sich deshalb auch bald vom Hirngespinst Kernfusion für die kommerzielle Stromerzeugung, wo ja, sollte sie je einmal realisierbar sein, ein einziges Kraftwerk ganze Länder versorgen soll.

scionescio
7
22
Lesenswert?

@Onyx: auch du scheinst das Regelproblem nicht verstanden zu haben ...

... aber da befindest du dich in einer großen Mehrheit (inkl Politikern) ohne entsprechendem Hintergrundwissen- nur ändert das leider nichts an der Problemstellung.

onyx
6
5
Lesenswert?

@scionescio: Regelproblem?

Mir ist nicht klar was Sie mit dem Begriff "Regelproblem" meinen. Konkrete Ausführungen oder Links wären nützlicher als der Gesellschaft nur Ahnungslosigkeit zu unterstellen.

onyx
1
6
Lesenswert?

...

Aufgerundet des hier stattfindenden Bashings gegen "selbsternannte Laien" (s.u.) sei noch anzumerken, dass es sich hier um ein Online-Forum einer Tageszeitung handelt und sich somit auch fachfremde user einbringen.

Wollen Sie nur unter ihresgleichen diskutieren, wäre ein branchenspezifischen Forum wohl zielführender.

scionescio
2
9
Lesenswert?

@Onyx: der selbsternannte Laie bezieht sich auf eine Userin, die eben schon mehrmals von sich selbst behauptet hat, dass sie als Erzeugerin von Biosäften kein technisches Grundwissen hat und dann trotzdem nicht davor zurückschreckt, unverstandenes Halbwissen in manipulativer Art und Weise zu verbreiten ...

... selbst in einem Nichtfachforum halte ich es für angebracht, sich mit falschen Behauptungen zurückzuhalten und vielleicht einfach nur mitzulesen, um den eigenen Horizont zu erweitern bzw. das Gelesene als Ausgangspunkt für eigene Recherchen zu nehmen, um so dein eigenen Standpunkt zumindest mit Argumenten untermauern zu können.
Ich meine das jetzt ganz sicher nicht persönlich: ein Narr kann mehr behaupten, als hundert Weise widerlegen können und erhält durch Foren und soziale Netzwerke eine Reichweite, die in manchen Fällen sogar dramatische Folgen haben kann - bestes Beispiel dafür ist wohl Donald Trump.

scionescio
3
23
Lesenswert?

@Onyx: „ Das fragile Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch klaffte von einem Moment auf den anderen massiv auseinander – um die Produktionskapazität mehrerer Großkraftwerke. Das kann zur Folge haben, dass das Netz zwischen Kraftwerken und Verbrauchern zusammenbricht und der Strom tagelang ausfällt – wenn nicht schnell reagiert wird.“

Sogar im Artikel ist das Thema angerissen worden und wenn es sie wirklich interessiert und sie Zeit dafür investieren , werden sie mit Google einen Einblick in diese Problemstellung finden.
Da ich keine Ahnung über ihre technischen (Vor)Kenntnisse habe, ist es schwer, ein ziemlich komplexes Thema so zu erklären, dass die Herausforderung dahinter auch wirklich verstanden wird - auf der TU gibt es dazu mehrere aufeinander aufbauende Vorlesungen ... glauben sie ernsthaft, dass es meine Aufgabe ist, ihnen das in ein paar Zeilen beizubringen?
Wir leben leider in einer Zeit, wo anscheinend jeder glaubt, auch ohne entsprechendes Hintergrundwissen unbedingt weiterverbreiten zu müssen, was er irgendwo aufgeschnappt hat und mangels eigenem Wissen nicht einmal auf grundlegende Plausibilität prüfen kann - bestes Beispiel ist unsere Umweltministerin, die technisch so ahnungslos ist, dass ihr die Lobbyisten mit Leichtigkeit jeden Schwachsinn reindrücken können, weil sie nicht einmal ahnt, was sie damit - vermutlich sogar im besten Glauben - längerfristig anrichtet: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht!

onyx
6
8
Lesenswert?

@scionesco

Ich habe den Artikel gelesen, die von Ihnen zitierte Passage ist mir bekannt.

Mir scheint Ihrer Meinung nach dürften sich hier nur Absolventen einer einschlägigen Hochschule äußern. Das stört mich. Es handelt sich schließlich um ein Forum einer Tageszeitung in dem auch "interessierte Laien" lesen und sich äußern möchten.

 
Kommentare 1-26 von 33