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Diplomarbeit und Diss abgeschrieben?Faßmann zu Aschbacher: "Mir fällt spontan Guttenberg ein"

"Systematische Verschleierung" von Zitaten aus Fremdtexten wirft "Plagiatsjäger" Stefan Weber der Arbeitsministerin bei ihrer Dissertation vor. Ihr ÖVP-Parteifreund, Wissenschaftsminister Heinz Faßmann, will die externe Überprüfung ihrer Diplomarbeit in Wiener Neustadt abwarten.

© APA/HERBERT NEUBAUER
 

Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) sieht sich angesichts der Vorwürfe gegen seine Parteifreundin Arbeitsministerin Christine Aschbacher, was die Qualität von und eventuelle Plagiate in ihrer Dissertation und Diplomarbeit betrifft, an den ehemaligen deutschen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) erinnert.

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beneathome
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Bauernopfer

und alle anderen Idioten, die sich meist auf Fachhochschulen in bezahlten Lehrgängen die Titel schenken lassen, gehen wieder durch.
Wenn man die Arbeiten auch so selbstlos prüfen würde, würden 80% durchfallen.
Aber dafür besteht kein politisches Interesse und das bestehende System lebt munter weiter. Zurücktreten müsste der Bildungsminister Faßmann, der so ein lottriges Beurteilungssystem unverändert beibehält.
Aber es ist halt leichter ein Bauernopfer auf einen bestbezahlten Versorgungsposten wegzuheben, als ein schlechtes System zu ändern. Typisch Österreich😞

hfg
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Sie ist eh schon

zurückgetreten - jetzt müssen nur noch die Professoren die die Arbeit bewertet haben zur Verantwortung gezogen werden.

feringo
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Kurz klären

Die Motivation Stefan Webers wird hoffentlich sein, in erster Linie die Prüfer von Plagiats-Dissertationen aufzuspüren um damit dafür zu sorgen, dass diesen die akademischen Würden aberkannt werden können. Dann werden Versuche Plagiate unterzujubeln auf ein Minimum sinken. Klar sind schwindelnde Studenten zu entlarven und ihre Schande anzuprangern. Der Bundeskanzler wird einen kurzen aber kräftigen Daumendruck anzusetzen haben.

feringo
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Erledigt

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Wenn das für die Beurteiler auch so ginge!

BernddasBrot
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Jetzt versteh ich erst ,

warum Türkis immer so vehement Deutsch Förderklassen forderte .

voit60
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die scheint die abgekupferten Stellen nicht einmal selber durchgelesen zu haben

ein Beispiel:
"Vielleicht, daher ist es seltsam, dass, wenn es irgendeine eine Phrase, die garantiert wird, um mich auf den Weg, es ist, wenn jemand zu mir sagt: Okay, fein, Du bist der Chef!, sagt Branson. "Was mich ärgert ist, dass in 90 Prozent der Fälle, wie, was diese Person wirklich sagen will, ist: "Okay, dann, glaube ich nicht mit Ihnen einverstanden, aber ich werde wollen und tun es weil sie sagen mir zu. Aber wenn es nicht klappt werde ich der Erste sein, der daran erinnern, dass es nicht meine Idee".

So etwas schreibt eine Ministerin in ihre Dissertation.
Ich will jetzt gar nicht das Plagiat verurteilen, das tun schon andere, aber die absolute Blödheit so einen Text in einer Dissertation zu schreiben, die ewig wo aufliegt, die jederzeit einsichtig ist, ist nicht mehr zu verantworten. Diese Frau hat sofort zurück zu treten!

netsurfer10
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Tut der Karriere keinen Abbruch

Der Christian Buchmann, auch ein honoriger ÖVP-Landsmann, ist jetzt Bundesratspräsident (nun eben ohne ergaunerten Doktortitel; ist eh wurscht, manche Leute können eh alles).
Er hat damals halt nicht genau gearbeitet, wie er sich lapidar rechtfertigte.

Das wird sie (die Frau BM) schlussendlich auch gemacht haben (ist ja alles nicht so schlimm. Was die Leute immer haben. Immer pinkeln sie einen ans Bein. Die sollen froh sein, dass sie uns haben. Wir rackern uns Tag und Nacht für sie ab, usw. usf.).

Beim Buchmann hat ebenso der "bösartige" Stefan Weber gestierlt und auch recht behalten, da der Titel aberkannt wurde.
Schauen wir, was bei der Frau BM rauskommt. Eine Prüfung sollte man ihr noch zugestehen, bevor in dieser Sache Rücktrittsaufforderungen ausgerufen werden.
Wenn sie zurücktreten würde (oder muss) behaupte ich jetzt bösartig, dass sie aufgrund ihrer Performance bzw. Arbeitsleistung kein großer Verlust wäre. Die Arbeitsleistung kann eh nicht so groß gewesen sein, wenn man nebenbei noch eine SERIÖSE Doktorarbeit machen kann.

Was mich aber am meisten bei jeder Plagiatsdiskussion ist Rage bringt: Ein Betrug ist ein Betrug und der gehört bestraft.

Lodengrün
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Herrn Buchmann

hat man etwas aus dem Verkehr genommen um ihn dann wieder übers Hintertürchen, und das ist der Bundesrat, reinzuschieben. Zwischenzeitlich erklärte er uns vollmundig er verabschiede sich aus der Politik, gehe in die Privatwirtschaft. Er hat auch gesagt er würde nochmals die Dissertation in Angriff nehmen. Heute sagt er die damalige 3 jährige Arbeit 😓 hätte leider nicht gelangt.

voit60
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Wäre sie doch nur den universitären Weg vom Chef gegangen

Dann könnte sie heute Nacht besser schlafen. Gibt es übrigens bei uns keine guten Hochschulen, weil sie ins benachbarte, fremdsprachige Ausland ging? In St. Gallen gab oder gibt es auch Möglichkeiten, um billig zu einen Doktortitel zu kommen.

voit60
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Dem schwarzen Buchmann

Würde auch sein Titel weggenommen, er trat als Landesrat damals zurück. Jetzt führt er den Vorsitz im Bundesrat. War also auch nur ein halbherziger Rücktritt.

8230HB
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Konsequenzen

Da müssen wohl zwei Menschen ihre Konsequenzen daraus ziehen. Frau Ministerin, die hier bewusst etwas nicht richtig gemacht hat, sowie der Professor, der die Dissertation anscheinend gar nicht gelesen hat. Diese Welt ist korrupt, verlogen und moralisch am Ende. Wenn man dann noch erwischt wird, sollte man dafür geradestehen. Ansonsten herrscht bald Anarchie.

ilselampl
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Hat der selbsternannte

Plagiatsprüfer wieder einen finanzstarken Auftraggeber gefunden ?

rouge
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Verkehrte Welt.

@lampl: Das scheint jetzt in Österreich Einzug zu halten. Der Aufdecker wird angegriffen.
Titel erschwindeln, um einen Vorteil daraus zu ziehen, ist nicht nur moralisch verwerflich.

Lodengrün
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@ilselampl

Sehr witzig. Finden Sie das Betrug „durchgehen“ soll? Gut wenn das finanziell unterstützt wird, beteilige mich sogar dabei wenn nötig. Egal welcher Partei zugehörig, derjenige/diejenige ist zu entlarven. Und wenn sie Anstand hat entschuldigt sie sich und räumt schleunigst die öffentliche Stellung. Wenn sich jemand in der Privatwirtschaft so hinters Licht führen lässt dann sei ihm das unbenommen.

hfg
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Die Realität

Ist leider, das man heutzutage fast alles kaufen kann, gefälscht, bestochen wird und fast alles nur mit Beziehungen - neudeutsch Netzwerk geht. Wenn jemand genügend Geld oder Einfluss hat geht fast alles. Das war immer so und wird kaum besser. Eine Transparenzdatenbank wird nie gemacht. Die Gehälter, Förderungen, Zuschüsse, Unterstützungen usw. werden nie öffentlich gemacht, daher kann man wunderbar schummeln.? Fällt alles unter Datenschutz und vieles unter Amtsgeheimnis usw.

GanzObjektivGesehen
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Natürlich gehört das Untersucht. Und wenn nötig Konsequenzen gezogen.

Bis jetzt gibt es aber nur den Bericht eines selbsternannten "Plagiatsjägers".
Und da wird sofort der Rücktritt gefordert.
Andrea Kuntzl schreibt" "Doch statt einer ihrer zentralen Aufgaben nachzugehen, die Arbeitslosigkeit zu senken, hat Aschbacher nichts Besseres zu tun, als sich um ihren Titel zu kümmern...". Hat Frau Aschbacher den Herrn Weber möglicherweise selbst engagiert, damit sie etwas "endlich etwas besseres zu tun hat"?

Michael Schnedlitz fordert den Kanzler auf den "Rücktritt einzuleiten", um "weiteren Schaden von der Republik abzuwenden" ?

Herr Weber ist keine maßgebliche Institution. Er kann das anzeigen und Beweise liefern, entscheiden wird das aber die entsprechende Hochschule. Wenn es zu einer Aberkennung kommen sollte, dann kann man vielleicht auch andere Konsequenzen fordern. Alles andere ist politischer Aktionismus.

Occam
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@Ganzobjektivgesehen

Man braucht kein Experte zu sein, sondern nur jemand, der der deutschen Sprache einigermaßen mächtig ist, um zu erkennen, dass ein derartiges Geschreibsel nicht einmal für eine Redeübung in einer Unterstufe ausreicht.
Hier ist jemand auf einem Posten, der pro Monat 18.094 Euro plus 13. und 14. Monatsgehalt bezieht.
Das sind in Summe 253 316 Euro. Bei 42 % Höchststeuersatz bleiben 106 392 Euro.
Bisschen teuer, finden sie nicht auch?
(https://www.finanz.at/gehalt/politiker/)

tupper10
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@Ganzobjektivgesehen

Hast du die Arbeiten oder Teile daraus gelesen? Da ist die Frage, ob Plagiat oder nicht, fast schon nebensächlich.
Auszug aus der Dissertation:
"Vielleicht, daher ist es seltsam, dass, wenn es irgendeine eine Phrase, die garantiert wird, um mich auf den Weg, es ist, wenn jemand zu mir sagt: ,Okay, fein. Du bist der Chef!'"
Allein, wer solche Sätze schreibt und behauptet, diese Formulierung entspräche seinem "besten Wissen und Gewissen", ist als Minister offenkundig ungeeignet.

lieschenmueller
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:-)

Also ich stehe zu meinem Nickname, bei Ihrem komme ich momentan ins Grübeln, GanzObjektivGesehen.

Selbst zieren mich keine akademischen Würden. Dachte mein Leben lang, passt schon, Lieschen, das hättest du nicht hingekriegt.

Auf meine alten Tage und wenn ich den Schmafu lese, was da abgegeben wird, fällt es mir wie Schuppen von den Augen, ich dumme Kuh, doch, DAS zumindest wäre drinnen gewesen.

scionescio
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@lieschenmueller: was wäre drin gewesen?

Das du 25.000,- Euro hinlegst und dir damit einen schwindligen akademischen Titel zulegst - in der Hoffnung irgendwelche schlichten Gemüter damit zu beeindrucken?
Ich bin mir sehr sicher, dass du das nicht notwendig hast;-)

lieschenmueller
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@scionescio

Das wären zu meinen jungen Jahren noch 300.000 Schillinge gewesen.

Die hätte ich nicht besessen damals und falls, in etwas in Richtung Wohnung investiert.

Rückblickend, ich bin ohne Titel gut durchs Leben gekommen.

Aber die Sicherheit, dass ich es NICHT geschafft hätte, die hinterfrage ich nach so etwas, was sich diese Ministerin (ehemalige zu dieser Uhrzeit schon) traute zu liefern und mit Bestnote beurteilt wurde. Wie immer das zustande gekommen sein mag.

Die Regel wird es nicht sein. Hochkant zurück geschmissen wäre es mir worden. Mir Recht!

Lodengrün
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Der Plagiatsjäger

ist ein Fachmann auf seinem Gebiet. Ich finde auch das was er macht äußerst wichtig denn dann werden vielleicht einige davon absehen. Man muss ohnehin in dieser Position sehr kaltschnäuzig sein sich zu trauen einen solchen Wisch, und mehr ist das jetzt nicht, abzugeben. Aber mit einem Doktor vorne hergeführt ist man in Österreich nach wie vor etwas besonderes. Und das war sicher auch der Beweggrund denn die Wissenschaft kann es nicht gewesen sein wenn man so etwas „hinrotzt“. Und sich eine Dissertation auf einem wissenschaftlichen Bereich vorzunehmen ist auch in diesen Tagen nach wie vor eine Mammutaufgabe.

Lodengrün
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Nachsatz

das kommt wenn alles sauber ist nicht einmal als Diplomarbeit durch.

lieschenmueller
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Mammutaufgabe

Das dachte ich bisher ebenfalls.

Bin neugierig, wie sich der Benotende rechtfertigt mit seinem "sehr gut".

Heidrun42
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Minister Faßmann

meint , so verstehe ich das, dass wenn die Arbeit nicht selbst verfasst worden wäre, eine endgültige Prüfung steht noch aus, ihn das an den legendären Fall Gutenberg erinnern würde.
Falls Aschbacher tatsächlich geschummelt hätte, gibts nur eine Konsequenz , den Rücktritt.

hfg
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Vorverurteilungen sollten trotzdem nicht sein

Eine unabhängige Kommission sollte das so rasch wie möglich prüfen. Wenn gemogelt wurde und/oder etwas aberkannt wird. Dann muss sie ohnehin zurücktreten. Es werfe den ersten Stein der in der Schule/Uni nie gemogelt hat. Man darf sich nur nicht erwischen lassen. Wenn man sich um ein hohes öffentliches Amt bewirbt, kann das aber ein Eigentor werden. Das sollte die Lehre daraus sein.

 
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