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Trotz RekordergebnissesBirgit Hebein geht bei Postenverteilung der Wiener Grünen leer aus

Die Wiener Grünen-Chefin Birgit Hebein wird in Zukunft kein Amt im Stadtsenat oder im Rathausklub bekleiden. Klubchef bleibt David Ellensohn, Peter Kraus und Judith Pühringer werden nicht amtsführende Stadträte.

Birgit Hebein wird weder Klubchefin im Rathaus noch Stadträtin. Parteichefin bleibt sie dennoch
Birgit Hebein wird weder Klubchefin im Rathaus noch Stadträtin. Parteichefin bleibt sie dennoch © APA/Helmuth Fohringer
 

Die Wiener Grünen haben im Rahmen einer Klubsitzung am Montag ihre Personalentscheidungen gefällt: Der bisherige Klubchef David Ellensohn behält dieses Amt. Der bisherige Planungssprecher und Listenzweite bei der Gemeinderatswahl im Oktober Peter Kraus und Neo-Mandatarin Judith Pühringer (Listenplatz drei) werden nicht amtsführende Stadträte. Parteichefin und Spitzenkandidatin Birgit Hebein, die ihren Posten als Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin räumen muss, erhält kein Amt.

Man schlage mit dem "Zukunftsteam" ein neues Kapitel auf, wurde in einer Aussendung der Grünen betont. Es sei an der Zeit, ein solches nach fast 20 Jahren Aufbau als Oppositionspartei und zehn Jahren Gestaltung als Regierungspartei zu schreiben, hieß es. Ellensohn sei in seiner Rolle als Klubobmann "klar" bestätigt worden, wurde betont. Judith Pühringer und Peter Kraus seien ebenfalls mit "klaren Mehrheiten" zu Stadträten gewählt worden.

"Keine Schonfrist" für Rot-pink

Hebein nahm die Entscheidung des Klubs zur Kenntnis, wie es in einem schriftlichen Statement hieß. "Wir werden jetzt niemandem den Gefallen tun, uns mit uns selbst zu beschäftigen." Die Wählerinnen und Wähler hätten den Grünen das Vertrauen ausgesprochen und würden sich zu Recht erwarten, dass man für die Zukunft der Stadt arbeite. Der künftigen Stadtregierung, die kurz davor den Abschluss der Koalitionsverhandlungen verkündete, richtete sie aus: "Rot Pink bekommt keine Schonfrist, sie können mit starken Grünen rechnen."

Klubchef Ellensohn zeigte sich überzeugt: "Der Grüne Rathausklub wird als Team funktionieren." Er sei Drehscheibe für Innovation und Kooperation mit Bezirken, Bezirksvorsteher, den Bundesgrünen und der Zivilgesellschaft. "Ich freue mich sehr auf das neue Führungsteam und die gute Zusammenarbeit". Auf die Frage, ob Hebein keine geeignete Oppositionsführerin sei, sagte Pühringer, dass durch den Wechsel von Regierungs- in Oppositionsrolle eine "große Zäsur für die Partei" anstehe. Der Klub habe jenem Team, das er für am geeignetsten halte, die Zustimmung erteilt. Ob die scheidende Vizebürgermeisterin Pateichefin bleiben soll, beantwortete Kraus so: "Das richten wir uns nicht über die Medien aus." Interne Konflikte durch die gefallenen Personalentscheidungen erwarten sich die beiden designierten Stadträte nicht.

Die Wiener Grünen haben bei der Wahl im Oktober mit 14,8 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis erzielt. Die SPÖ verzichtete jedoch auf eine Fortsetzung von Rot-Grün. Stattdessen wurden die NEOS als Koalitionspartner auserkoren.

Kommentare (15)
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Irgendeiner
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Naja,Ellensohn ist ein Netzwerker, von dem hab ich noch nie viel gehalten

und es ist nicht nur unfair, es ist dämlich auch noch wen für einen Wahlerfolg abzustrafen,denn ich seh keinen größeren Fehler den sie gemacht hat,jedenfalls danke Frau Hebein,nicht ihre Schuld.

Irgendeiner
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Wow,schon wieder rote Striche,

das Buh werma wirklich intensiv üben müssen,man lacht.Aber dieses Jahr stell ich endlich das Rezept für Vanille-Kipferln rein,da kannst Dich dann rot ausstricheln, Mausbärli,und ich drucks mir dann aus und hängs so daß ichs beim Aufwachen seh,jeder Tag wird ein fröhlicher.Unter was man so fallen kann...

ordner5
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Rückgrat beweisen.

Tja Frau Hebein, jetzt wäre Charakter gefragt, zeigen sie welchen.

Klgfter
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ists etwa durch die ......

.. noch immer offene türe entschwunden ?

Simunek
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Hebein

Gott sei Dank hat sie ein Ende gefunden.Einfach nur peinlich diese Frau

Chris
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Chris

Gottseidank 👍

Peterkarl Moscher
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Wahrheit tut weh !

Jetzt gibts wieder frische Sasaka im Tal der Grünen , gute
Entscheidung des Herrn Bürgermeisters und der Partei.

logon 1
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Auf dem Abstellgleis..

..wird wohl noch Platz sein.

scionescio
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" ....werden nicht amtsführende Stadträte ..." - wenn ich so etwas schon lese, geht mir das Geimpfte auf!

Betrifft jetzt natürlich nicht nur die Grünen - aber das ich Steuern zahle, damit Politiker ohne Aufgabe und Verantwortung gut bezahlt spazierengehen können, regt mich ziemlich auf!

Lupoo
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Kein Wunder,

daß die SPÖ von Grün genug hat.
Hinterrucks mit Türkis packeln und Stress erzeugen, statt arbeiten ( Pool am Gürtel ist keine Arbeit ), da braucht sich über die Ablehnung von Grün niemand wundern.

Simunek
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Hebein

Leider kommt mit Pink nichts Gescheites nach. Aber für die SPÖ leicht zu verwalten. Der Preis war billig und die Zuwanderung geht hurtig weiter, leider, Hebein war ja die Peinlichkeit in Person

UHBP
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@sim...

Die Zuwanderung wird aber auf Bundesebene geregelt.

UHBP
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"Rot Pink bekommt keine Schonfrist, sie können mit starken Grünen rechnen."

Das ist auch gut so. Aufpassen müssens halt, dass sie in Wien nicht gegen etwas sind, wo sie auf Bundesebene dafür sind und umgekehrt.
Wird wahrscheinlich keine leichte Zeit.

glashaus
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Wo sind die Grünen

stark? Beim Umfallen, siehe Hacklerregelung oder etwa wenn sie wieder wo einen Alpensalamander gesehen haben, siehe Koralmkraftwerk. Ich denke die paar Jahre die die Grünen noch regieren müssen sie halt auch versuchen einige Schäfchen ins Trockene zu bringen.

Lupoo
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Komisch, selber

forderns immer 3 Monate Schonfrist, aber Anderen wollens keine Minute geben.
Die Roten bräuchten eh keine Schonfrist, die haben genug Regierungserfahrung, aber pink ist noch sehr unerfahren jung.