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KollektivvetragAnschober für mehrjähriges Kombipaket in Sozialwirtschaft

Insgesamt müssten die Arbeitsbedingungen verbessert werden, sagte Anschober: "Beide Seiten wissen, dass wir mit der jetzigen Situation nicht durchkommen." Heute streiken unterdessen etwa 50 bis 100 Beschäftigte aus dem privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich vor dem Sozialministerium.

© APA
 

Im Kollektivvertragskonflikt in der Sozialwirtschaft, in dem die Gewerkschaft die flächendeckende 35-Stunden-Woche fordert, hofft Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) auf den Abschluss eines mehrjährigen Kombipakets. In einem Jahr könnte es dabei Lohnerhöhungen geben, in einem anderen eine "leichte Verkürzung" der Arbeitszeit, meinte er Dienstagabend im ORF-"Report".

Insgesamt müssten die Arbeitsbedingungen verbessert werden, sagte Anschober: "Beide Seiten wissen, dass wir mit der jetzigen Situation nicht durchkommen."

Mangelsituation

Durch den Personalnotstand sei man jetzt am Beginn einer Mangelsituation. Dem könne man nicht weiter tatenlos zusehen. Anschober will etwa auf jene 30.000 Pflegekräfte zugehen, die zwar ausgebildet sind, ihren erlernten Beruf aber nicht ausüben. Unverständnis äußerte er, dass man junge Asylwerber in Ausbildung zur Altenpflege abschiebe. "Es ist so, dass ich meine Haltung in diesen Fragen nicht an der Garderobe zum Ministerrat abgebe", meint er generell in Migrationsfragen.

Bei der Bezahlung im Sozialbereich müsse man tatsächlich etwas tun, meinte er angesprochen auf das Burgenland mit dem dort angepeilten Netto-Mindestlohn von 1.700 Euro. Der Minister kritisierte das derzeit extrem föderalisierte Pflegesystem. Man sollte etwa die Finanzierungsflüsse zentralisieren, meinte er. Ziel sei eine Pflegereform aus einem Guss, was auch Sparpotenzial beinhalte.

"Unsinn"

Bezüglich der Finanzierung lehnte er eine klassische Pflegeversicherung wie in Deutschland als "Unsinn" ab. Diese sei viel zu teuer und sorge für Schwierigkeiten im sozialen Bereich. Ziel sei es, längere Zeit die Finanzierung durch die öffentliche Hand sicherzustellen. Sowohl den Grünen als auch der ÖVP sei es mit der Pflegereform jedenfalls wirklich ernst.

Unterdessen wird es am Mittwoch vor dem Sozialministerium laut werden. Etwa 50 bis 100 Beschäftigte aus dem privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich werden dort an einer Streikversammlung teilnehmen, um ihren Unmut über das fehlende Ergebnis der KV-Verhandlungen zu äußern und der Forderung nach einer 35-Stunden-Woche Ausdruck zu verleihen. Die Arbeitgeber nennen das Verlangen "nicht machbar". Die fünfte Verhandlungsrunde über einen Kollektivvertrag für insgesamt 125.000 Beschäftigte in der Sozialwirtschaft in Österreich war am Montag spätnachts ergebnislos zu Ende gegangen.

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Danke für Ihr Verständnis.

Civium
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Herr Anschober strahlt von

Souveränität und Kompetenz , dieser Minister ist für noch höhere Aufgaben in diesem Staat geschaffen !

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gerbur
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@civium

Den Tag nicht vor dem Abend loben! Abwarten, was aus den Vorhaben wird.

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schteirischprovessa
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Den Nettomindestlohn für jemanden, der eine Ausbildung in einem

Pflegeberuf hat, finde ich absolut in Ordnung.
Dass jedoch im Burgenland eine Putzfrau oder ein ungelernter Arbeiter im Landesdienst mit 1.700 Euro netto = etwa 2.430 Euro brutto mehr verdient als ein guter Teil der Facharbeiter in Österreich ist eine ausgemachter Sauerei und Verschwendung unseres Steuergeldes.
Auch eine Senkung der Stundenanzahl der PflegerInnen ist notwendig, diesen Job mit 40 Stunden die Woche und bei Ausfall von Mitarbeitern plus Mehrstunden zu machen ist nicht packbar.
Nur schafft es wohl ein Gutteil der privaten Pflegebetriebe nicht, die Mehrkosten unterzubringen. Da muss wohl auch ein Ausgleich gefunden werden, ansonsten droht vielen das zusperren oder noch höhere Kosten für einen Pflegeplatz.

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Civium
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Nein es ist keine

Sauerei wenn Menschen für harte Arbeit gut entlohnt werden.
Es ist eine Sauerei dass wo anders Menschen schlecht entlohnt werden, die Arbeit von Putzfrauen und Hilfsarbeiter herabwürdigen finde ich beschämend.
Leute die unseren Dreck wegräumen, verdienen Respekt und guten Lohn!

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Balrog206
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Harte

Arbeit ? Beim Land beschäftigt genau !!

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Civium
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Sie haben recht, woanders ist es

besonders hart und Leute werden schlecht entlohnt!
Sie sollten sich das Land Burgenland zum Beispiel nehmen!

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schteirischprovessa
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Bist Kommunist?

Bei dir soll wohl die ungelernte Putzfrau gleichviel verdienen wie jemand mit einer abgeschlossenes Berufsausbildung oder Studium?
Arbeits- und wirtschaftspolitischer Wahnsinn!

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Pollheim
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Warum...

...sollten nicht Akademiker mehr verdienen und die von Ihnen so geschmähte Putzfrau 1700 netto. Geld wäre für alle genug da, nur ist es halt falsch verteilt.

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schteirischprovessa
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Dann soll doch die Putzfrau die Verantwortung für den Fortbestand des Unternehmens und die Sicherung der

Arbeitsplätze übernehmen.
Pollheim ist wohl ein Ort, wo Dummheit hochkonzentriert zu Hause ist.

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X22
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Wo liegt ihr Problem, keiner wird gezwungen irgendeinen Job zu machen

jedoch können gewisse Lebenslagen den einen mehr bevorteilen und den anderen weniger. Es geht nicht um den Job ansich es geht um den großen Unterschied in der Bezahlung und der Wertung einzelner Jobs und weils gerade Reinigungskräfte ansprechen, mit was verdient der Chef oder die Chefin eines Reinigungsunternehmen ihr Geld, sie sind einfach sehr einseitig in ihrer Betrachtungsweise auch der Chef oder Leiter eines Unternehmens baut auf die einzelnen Mitarbeiter ohne die würde er was nicht können, Herr ...., jeder Einzelene trägt seinen Beitrag bei, wenns das nicht begreifen können sinds als Chef eh falsch am Platz, Wertschätzung nennt man so etwas und falsch läuft im Wirtschaftssystem schon länger etwas, das Resultat sind niedrige Löhne und die Milliarden die ohne reale Leistung verdient werden, make Money with Money

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ernesto0815
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Fortbestand des Unternehmens und Sicherung der Arbeitsplätze ?

Die Zeiten sind vorbei früher kam Manager oder Direktor in ein Unternehmen
und schuf neue Arbeitsplätze heute kommt ein neuer Manager und feuert erst einmal einen Teil der Belegschaft und wird dafür gefeiert wie ein Filmstar
und was Verantwortung betrifft sieht man am besten bei den Politikern
die stehen auf sagen ich übernehme die volle Verantwortung setzen sich wieder und alles läuft als wäre nichts geschehen
Das mit der" Verantwortung" ist Schnee von Gestern Ich bekomme ein Vielfaches eines Arbeiters weil ich die Verantwortung trage ! Lachhaft das kann man nur Blauäugigen Naiven Menschen einreden .....

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47er
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Diedominierenden Türkisen haben wohl die "giftigsten" Ressorts den Grünen umgehängt.

Und dann auch mit Geldknappheit aushungern, wenn sie diese Jahre überstehem, haben sie sich m.E. weit vor die immer nur fordernde SPÖ gestellt.

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hfg
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Das falsche Signal

Die dringend nötige Aufwertung des Pflegeberufes sollte und darf keinesfalls durch die Einführung einer 35 Stundenwoche bei gleicher Bezahlung erfolgen. Das kann und soll über andere Maßnahmen erfolgen. Mehr Gehalt, weniger Bürokratie, bessere Hilfsmittel und wenn nötig mehr Pausen. Außerdem wird man nicht umhinkommen den großen Bedarf durch sinnvolle Und durchdachte Lösungen wie zB. Arbeitserlaubnisse für Personen aus anderen Ländern zu ermöglichen.

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ernesto0815
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Oder

typisch Österreichisch wir ändern einfach den Berufstitel
auf Fachkraft - Oberfachhilfskraft - Superfachkraft oder sonst was
aber mit der selben Bezahlung und den selben Arbeitsbedingungen
nur nicht mehr bezahlen !!!
Wir sind ja die Weltmeister der Titel aber dadurch wird die Lage nicht besser
Jeder Arbeitet damit er Geld verdient. Die Pflegeberufe sind Schwerarbeit
Sie sind sicher ein gänzlich Unwissender - sonst würden sowas nicht schreiben
Sprechen Sie einmal mit Betroffenen aus dieser Branche !

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schteirischprovessa
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Teils richtig, doch diesen Job mit 40 Stunden die Woche,

und dabei bleibt es kaum, auszuführen ist der direkte Weg ins Burnout.

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wintis_kleine
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Und ich muss es trotzdem hier noch einmal anmerken

Es gibt nicht nur PFLEGE im SWÖ KV.
Darin sind auch NachmittagsbetreuerInnen in Schulen, Reiningungskräfte, KindergartenhelferInnen, Tagesmütter und Väter, Büropersonal mit mehr oder weniger Verantwortung, Handwerkliche Fach und Hilskräfte, Kindergarten und HortpädagogInnen, Fachpersonal für Jugendarbeit, MitarbeiterInnen von arbeitsmarktpolitischen Beschäftigungsbetrieben....
und eben auch
PflegehelferInnen und Fachpersonal in der Altenpflege oder dem Behindertenarbeit.
Und für letztere könnte man sich durchaus über eine moderate Einschleifregelung (z.B.: beginnend mit 2021 jedes Jahr 0,5 Std weniger) einigen.
Aber für alle anderen Bereiche kommt mir diese Forderung wesentlich überzogen vor.

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