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Steuerliche BehandlungStrache hat sich für Pokercasino-Betreiber Zanoni eingesetzt

Laut "Presse" und "Standard" wollte Zanoni eine günstigere steuerliche Behandlung des Pokerspiels. Auch die Ibiza-Ermittlungen führen in Richtung Pokercasinos.

 Heinz-Christian Strache
Heinz-Christian Strache © AP
 

Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat sich laut Berichten von "Presse" und "Standard" im Interesse des Pokercasino-Betreibers Peter Zanoni dafür eingesetzt, das Pokerspiel steuerlich wie Sportwetten zu behandeln. Davon hätte nicht nur Zanoni profitiert, auch Strache hätte als Sportminister die Einnahmen für sein Ressort reklamieren können.

Zanonis Problem: Die Abgabe auf Poker wird am Einsatz der Spieler bemessen und nicht am tatsächlichen Umsatz der Poker-Casinos. Darüber hinaus war den Berichten zufolge geplant, das Kleine Glücksspiel von der Länder- zur Bundessache zu erklären, was Zanoni ebenfalls genützt hätte, weil er auch Spielautomaten betreibt und das Kleine Glücksspiel in einigen Bundesländern verboten wurde und er auf eine günstigere Regelung auf Bundesebene hoffen konnte.

Strache bestätigt offenes Ohr

Strache bestätigte gegenüber "Presse" und "Standard", dass Zanoni mit seinen Anliegen bei ihm auf offene Ohren stieß: "Wenn Personen an mich herangetreten sind und Missstände aufgezeigt haben, habe ich mich stets dafür eingesetzt, dass diese Ungerechtigkeiten behoben werden."

Zanoni hat nach eigenen Angaben bei allen Parteien um Unterstützung geworben und will auch die SPÖ überzeugt haben. So hat sich wenigen Tagen auch der Sozialdemokratische Wirtschaftsverbands (SWV) in der Fachgruppe Gastronomie der Wirtschaftskammer Wien für eine politische Unterstützung seiner Casino-Betriebe ausgesprochen.

Seit Eröffnung des ersten Pokercasinos im Jahr 1993 liegt Zanoni mit den Steuerbehörden im Clinch. Abgabenforderungen der Finanzbehörden in dreistelliger Millionenhöhe führten im Frühjahr 2019 schon zur Insolvenz von mehreren Firmen aus dem Glücksspielreich von Zanoni.

Ibiza-Ermittlungen

Dass Unternehmen bei der Politik für ihre Anliegen lobbyieren und damit auch Erfolg haben, wäre nicht weiter ungewöhnlich. Interessant wird die Sache allerdings, wenn man sie im Lichte der Causa Casinos Austria betrachtet, deren auf Betreiben der FPÖ eingesetzter Finanzvorstand Peter Sidlo gestern (Montag) abberufen wurde. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt, ob Novomatic im Gegenzug Glücksspiellizenzen versprochen wurden.

Darüber hinaus haben auch die Ermittlungen im Zusammenhang mit der Ibiza-Affäre nun das Umfeld Zanonis erfasst: Die Mitarbeiterin eines früheren Geschäftspartners von Zanoni war früher mit dem "Ibiza-Detektiv" J.H. liiert, der auch auf dem Ibiza-Video zu sehen ist, berichten "Presse" und "Standard".

Kommentare (5)

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mapem
1
10
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Lamento

Mein Freund der hat Banditen,
mit einem Arm zuhauf,
da gibt´s für mich Renditen,
drum sag ich: Stell sie auf!

Beim Paintball raucht die Puffn,
beim Pokern rauch ich selbst,
mir geht auch nicht die Muffn,
wennst für´s Checken was erhälst.

Die Welt ist voller Neider,
die Freunde kippen weg,
am Teich bin ich jetzt Schneider,
mein Einsatz ist wert an Dreck.

Mei Frau sitzt wild im Plenum
und ich allein zuhaus,
doch will ich eine rauchen,
na na – ich geh nix raus!

Zuhaus, da bin ich Meister,
da mach ich was ich will,
und kommt so doch mal früher,
sofort den Tschik in´d Müll!

Wie weit ist´s nur gekommen,
es fing doch super an,
und jetzt sitz ich benommen,
zuhaus – nichts für nen rechten Mann.

Warum flog ich aus Überdruss,
mit meinem Freund, der guten Nuss,
einst nur auf diese Insel?
Und dann auch noch ein dummer Kuss,
und endlos plappern blöden Stuss -
machen sonst nur Einfaltspinsel!

Doch wartet nur, ihr falschen Freund,
leicht werdets mich nicht biegen,
denn eins, dass sag ich hier und heut,
ich weiß, wo Leichen liegen!

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selbstdenker70
7
2
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...

Naja..jetzt nervt das Thema schon. Strache hin oder her, aber die Headline wird wieder mal auf den Strache abgestimmt, obwohl lt. Bericht auch die SPÖ so handeln wollte. Was wollt ihr damit bezwecken? Das Thema ist bei der Bevölkerung bereits durch, der Strache bereits Geschichte, und das ganze erzeugt auch keine Aufregung mehr.

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pianofisch
2
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Irrsinn

Der wandelnde Amtsmissbrauch!
(Es gilt die Unschuldsvermutung. - haha)

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SoundofThunder
2
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Tja

Euer Pech ist dass eine Festplatte zuwenig geschreddert wurde. Gerade die wichtigste habt ihr verschont-Straches I-Phone!

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mapem
2
25
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Ja, das ist interessant …

offenbar haben Nieten immer eine gewisse Affinität zum Zocken … grad unlängst sind wieder zwei auf Ibiza voll eingefahren …

Na ja – ich denke, man will - als DIE neue soziale Partei - die Manderln bald so weit bringen, dass jeder die Pensionsvorsorge übers Glückspiel selber checken soll. Und wenn Fortuna halt nicht beim Manderl mal vorbeischaut – Pech gehabt!
Außerdem bleibt so mehr für die Spesenkontos, Nachhilfe, Poolreparaturen, Reitstunden und Gartenmauergestaltungen für die Herrschaften der sozialen Partei im Körberl …

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