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Strache vor FP-Ausschluss Straches Ausschluss wohl erst Anfang nächster Woche

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl kündigte den baldigen Ausschluss des ehemaligen Parteichefs an. Nach Informationen der Kleinen Zeitung dürfte dieser nicht vor Montag passieren.

NATIONALRAT: STRACHE/KICKL
Herbert Kickl: "Das Maß ist voll" © APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Die FPÖ will das Kapitel um den ehemaligen Parteichef Heinz-Christian Strache schnellstmöglich abschließen und das einfache Parteimitglied aus der Freiheitlichen Partei ausschließen. Laut Herbert Kickl soll es nur noch wenige Stunden dauern, bis dieser Beschluss gefasst und umgesetzt wird. Das sei für alle Beteiligten das Beste. Dies kündigte der FPÖ-Klubobmann im Gespräch mit Klaus Webhofer für Ö1 an.

Nach Informationen der Kleinen Zeitung soll der Anschluss nicht am Samstag oder Sonntag, sondern frühestens Montag, vielleicht auch erst Dienstag oder Mittwoch erfolgen.

Es gebe nur einen einzigen Menschen, der glaube, dass Ibiza und seine Folgen keinen Schaden für die FPÖ verursacht habe - und das sei Strache selbst. "Irgendwann einmal ist das Maß voll", sagte Kickl wörtlich. Strache habe sich in seine eigene Welt verabschiedet, diagnostiziert er. "Mir hat es gereicht spätestens zu dem Zeitpunkt, wo jemand der in einem Verfahren geführt wird, wo der Verdacht im Raum steht, dass dieser (Strache, Anm.) jahrelang die eigene Partei geschädigt hat, die Frechheit besitzt, sich dann der Partei wieder als Vorsitzender anzudienen", sagte Kickl.

"Ein verheerendes Signal"

Er habe es zudem auch als Provokation empfunden, dass Strache nach der Ibiza-Affäre wieder auf Ibiza Urlaub gemacht hat. Dies sei ein verheerendes Signal gewesen.

Den Zustand der FPÖ sieht Kickl im Vergleich mit vergangenen Zeiten "im schlechteren Mittelfeld, aber mit der Möglichkeit rasch wieder nach oben zu kommen." Dass ein Ausschluss Straches aus der FPÖ dieser Schaden könnte, weil Strache in Wien dann mit einer eigenen Liste antreten könnte, verneint Kickl. Denn Strache würde dies so oder so machen, wenn er die Gelegenheit dazu sehe. "Ich weiß, dass er Versuche macht, so etwas auf die Welt zu bringen. Aber nicht besonders erfolgreich", konstatiert Kickl.

Hart ins Gericht geht Kickl nicht nur mit dem ehemaligen Vizekanzler sondern auch mit dem aktuellen Innenminister, seinem Nachfolger Wolfgang Peschorn, besonders wegen des Aus für die berittene Polizei. Nun nicht einmal den Testbetrieb durchzuführen, sei "das hirnrissigste, was man nur machen kann". Kickl vermutet ÖVP-Beamte im Hintergrund. Peschorn denke vielleicht: "Wenn man sich gegen die Wölfe nicht durchsetzen kann, ist es besser, wenn man mit ihnen heult."

Causa Casinos

Zur Causa "Casinos Austria" und entsprechenden Postenschacher-Vorwürfen sagte Kickl, er sei nicht beteiligt gewesen. Unter seiner Ägide im Innenministerium sei stets nur der bestgereihte zum Zug gekommen. Einen Untersuchungsausschuss sieht er kritisch, weil dann nur Vorwürfe gegen ÖVP und FPÖ untersucht würden. Kickl würde auch eine Legislaturperiode früher untersuchen wollen, um auch die SPÖ dahingehend beleuchten zu können.

Zudem wirft er dem ehemaligen Koalitionspartner ÖVP den "größten Wählerverrat der Zweiten Republik" vor, weil diese nun mit den Grünen koalieren wolle und damit "Hundert Kompromisse" eingehen, anstatt einen einzigen mit der FPÖ: nämlich das Innenministerium. Das sei ein "freiheitlicher Anspruch". Der vormalige Innenminister würde diese Aufgabe gerne wieder übernehmen.

Würden Koalitionsverhandlungen zwischen Türkis und Grün scheitern, stünde die FPÖ bereit - aber nur, wenn Kurz die blauen Vorbedingungen akzeptiere. Welche Vorbedingungen - abgesehen vom Innenressort - das genau sind, ließ Kickl offen.

Das dürfte aber zumindest vorerst Wunschdenken bleiben. Die FPÖ hat sich mit der Ibiza-Affäre und einigen weiteren Skandalen selbst ins Out befördert.

Kommentare (84)

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mapem
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Also ich bin für den Verbleib Straches in der FPÖ …

ich möchte ja hin und wieder auch wissen, was grad Thema in seiner Partei ist … ich mein das, was wirklich Thema ist – nicht das, was für so Manderln wu du ind ich bestimmt ist … so echte PR-Arbeit halt.

Außerdem würde es auch ihrem eigenen Anspruch äußerst dienlich sein – nämlich die sauberste und transparenteste aller Parteien zu sein – und die natürlich nur für die kleinen Manderln bis zur Erschöpfung schuftet. Okay – man müsst natürlich schon mal abklären, welche diese sogenannten kleinen Manderln sind … aber immerhin.

Ich persönlich muss ihm sowieso aufrichtigen Dank aussprechen – immerhin hat er quasi die Bestätigung dessen nachgeliefert und sogar noch getoppt, was ich und andere hier schon seit elendslanger Zeit hier immer wieder sagten – nämlich: SO sind sie, die Blauen!

Der Hatsche machte mich quasi zum Seher! … Muss man sich mal vorstellen! … Und nicht nur das: Wahre Tausendschaften konnte ich – inspiriert durch meine Postings, die sich thematisch ua. mit dieser Sauberpartei auseinandersetzen – dazu motivieren, sofort impulsiv Rot zu wählen … ich glaube, ich werde den Sozis mal ein paar Tipps geben … die haben, glaub ich, grad Bedarf.

Und ich glaube, meinen Nick werde ich auch mal ändern: „Nostradamus“ wär nicht schlecht, denk ich …

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satiricus
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@ mapem:

Als "sogenannte kleine Manderl" könnte man eventuell all jene bezeichnen, die auf Grund ihrer Körpergröße sogar zum Kickl aufschauen können :-)

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zeus9020
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MAULER

....nennt man jene Kleinen landläufig, die immer große Töne spucken, die sich dann als heiße Luft erweisen; ist es nicht so Herr Leider-Nein-Pferde-Innenminister?

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Estarte
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IRGENDWANN

Das Maß ist nicht "IRGENDWANN einmal voll" !- es ist bereits längst übergelaufen, und man berät und wurstelt und bastelt immer noch herum, und weiß nicht, wie es weiter gehen soll mit den Konsequenzen,Klärungen....
Aufklärungen dauern bis IRGENDWANN einmal......

Apropos und ganz nebenbei eine Frage :
Hat sich Frau Strache schon zu den massiven Quälereien der Schweine vor der Schlachtung in IRGENDEINER Form, nur annähernd, geäußert ?-vielleicht macht sie das ja auch IRGENDWANN einmal ?

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wahlnuss
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Hart ins Gericht geht der ehemals Innenmini

mit seinem Nachfolger? Umgekehrt wohl eher, aber Kickl könnte sich mit einem Pferd trösten. Oder mit einem Pony - wegen des Auf- und Abstiegs. Die Entscheidung über den Ausschluss sei nur eine Frage weniger Stunden? Schnell kann sich aufgeblasene Macht in Ohnmacht verwandeln. Das gibt noch spannende Duelle.

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bmn_kleine
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Und

diese Partei will in die Regierung?
Die schaffen ja nicht einmal ein schon suspendiertes, von der Staatsanwaltschaft als Verdächtiger geführtes Parteimitglied auszuschließen. Sogar dafür sind die zu unfähig!

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tannenbaum
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Boa,

Der Kickl setzt sich aber durch! Ein Chef schaut anders aus!

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satiricus
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Und vom Dauergrinser Hofer sieht & hört man auch nichts.

Wozu hat er sich als FPÖ-Chef vor Monaten das "Durchgriffrecht" ausbedungen - um die Entscheidung dann wieder auf eine Landesorganisation zu schieben?
Mich wundert's, dass all diese blauen Politiker aufrecht gehen können, obwohl sie anscheinend über keinerlei Rückgrat verfügen......

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Mein Graz
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Strache aus der Partei ausschließen?

Aber warum denn? Er hat doch gar nichts gemacht, es gilt doch die USV!
Denn wenn Strache irgend etwas getan hätte das in dieser Partei nicht erlaubt oder unüblich ist wäre er doch schon längst ausgeschlossen, oder?
Ich fände es besser, die Blauen würden Strache zurück an die Spitze holen - das würde ihnen vermutlich stabile 5 - 8% Wählerstimmen einbringen und das wäre doch toll!

Und weil das ja eh erst nächste Woche passiert: da rinnt noch viel Wasser die Mur hinunter, da kann HC doch noch eine Läuterung erfahren (so er wirklich was getan hat was die Blauen nicht goutieren) und alles schaut wieder ganz anders aus.

Dass Kickl "seine" Pferdestaffel jetzt schon vermisst war klar - er ist völlig uneinsichtig, dass diese Staffel völlig ungeeignet und extrem teuer ist und das Geld bei der Polizei besser eingesetzt werden kann.

Vom Postenschacher wusste er selbstverständlich nichts, wie alle in seiner Partei. Das ist an der Spitze komplett vorbei gelaufen und jetzt sollen die Oberbonzen dafür den Kopf hinhalten? Die armen Opfer!

Und sie bieten sich den Türkisen wieder an, obwohl Kickl sie aufs Heftigste attackiert. Und wenn die Verhandlungen mit Grün scheitern (was ich annehme) wird Kurz mit Handkuss auf die Blauen zurück greifen und alles ist wieder eitel Wonne und Sonnenschein.

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Lodengrün
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Man könnte

mit ihm Mitleid haben. Die Hatz die seine eigenen Leute gegen ihn führen ist schon grenzwertig. Die Freinderln die heute Bluthunden gleichen wären heute ohne ihn nicht dort wo sie heute sind.

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shakespeare
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Straches Ausschluß aus der Partei

Also manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr! In der Privatwirtschaft wird jede Verfehlung natürlich sofort geahndet, was ist in dieser FPÖ los??? Geht's noch???
Normalerweise ist das Verhalten von Strache seit langem wert ihn auszuschließen aus der Partei!!!!!
Gebt euch endlich einen Ruck und greift durch!!!! Alles andere ist Parteischädigend!!!

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cathesianus
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Und wann

wird sich bitte Kickl in seine eigene Welt zurückziehen??? In eine rechtsrechte, nationalistisch-menschenfeindliche Welt, vor deren Ausdünstungen das übrige Österreich um Himmels willen in Zukunft verschont bleiben möge!! Kickl ist der gefährlichste Mann in der FPÖ!

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voit60
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er ist ja auch einer der wenigen dort,

die was im Hirn haben.

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Irgendeiner
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Ja, so ist das,irgendwann ist das Maß voll,

aber nicht wenn es auffliegt und am Tisch liegt, dann ist es eine bsoffene Gschicht und eine bösartige Falle,schuld am Gesagten haben so andere,das moralische Entsetzen setzt erst ein wenn es an der Urne Rückschläge gibt,dann schauma daßma dem Protagonisten auch noch den restlichen Krempel aufladen den ja wer anderer dem genehmigen mußte und ihn in die Wüste jagen,Eure Nibelungentreue ist mehr zu fürchten als die einstige Wut der mongolischen Horden,ich möcht nicht nur aus ideologischen Gründen bei Euch nicht aufgemalt sein.Wissens Kickl,erwachsene Männer,richtige Männer treten nicht nach wenn was schon liegt und schon gar nicht wenns einmal ein Freund war,aber ihr seid halt immer,naja,speziell.

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lieschenmueller
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Nachtreten

Bei weg von der Bildfläche ein Unding.

Aber Strache ist selbst DAS lieber als keine Wortmeldung über ihn. Der Mann braucht das wie andere einen Bissen Brot, das im Gespräch sein.

Er kriegt im Grunde seine eigene Medizin gereicht, auf einem großen Löffel, der sich FPÖ nennt. Und die und der ist von hausaus bitter.

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Irgendeiner
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Ja Werteste, natürlich ist es die eigene Medizin

die der auch Flüchtlingen gab,aber es ist halt da wie dort schäbig,ich kann da nicht verschieden messen.Und man hängt auch einem Wildfremden nur um was der tat und nicht noch den eigenen Krempel auch,einen Freund der fehlte und dessen Handlung man nicht goutiert läßt man trotzdem privat nicht im Stich und wenn einer im Eck ist muß ich sowieso nicht mehr drauftreten,schaun sie wie jetzt so Waldhäusels aus den Löchern kriechen in denen sie sich früher vor ihm abgeduckt hätten.In meiner Welt, Werteste,greift man einen an wenn er steht und sich wehren kann,eine halbe Leiche fleddern ist unehrenhaft und naja,Spaß macht es einem erwachsenen Mann bei Verstand auch nicht,ist der Unterschied zwischen Kampf und Folter.Und mißverstehen Sie nicht, ich hab da nonanet immer noch keine Sympathien für einen von denen aber ich hab halt noch das was auch den Konservativen restlos abhanden gekommen ist,bürgerlichen Anstand.Und zuschaun konn i net und mitmachen will i net.

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lieschenmueller
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@Irgendeiner

Die "Waldhäusls" waren auch mein Gedanke. Mit solchen wie Strache beim Mittschwimmen etwas auch nur an die Oberfläche kommen, wenn es gut läuft, wenn nicht, ihm den Kopf noch unter Wasser tauchen.

Ihren letzten Satz betreffend, doch!! zuschaun kann ich - und das ohne jegliches Mitleid!

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strohscw
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"Strache hat sich in seine eigene Welt verabschiedet"

Dies ist wirklich das erste Mal, dass ich Kickl zustimmen muss. Wer außer ihm weiss das besser als er zumal er auch dort lebt!

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Amadeus005
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Strache und Kikl waren schon in einer anderen Welt

Strache ist nun in einer noch anderen Welt

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Lodengrün
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Wie bin

ich froh mit Kickl nichts zu tun zu haben. Dieser missgelaunte Mensch der sich sicher selbst nicht mag lädt die Umgebung nur negativ auf. Er keift und beißt tagein-tagaus. Alles ist schlecht. Warum er noch in Österreich lebt erschließt sich mir nicht.

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wahrheitverpflichtet
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und alle wissen es!

WARUM ER NOCH IN ÖSTERREICH LEBT WEIL ER HIER eine fix arbeit hat kickl Fans wählen ihm und geben im so sein dick gefühltes Laib Brot jeden Monat da bleibt auch noch genügend für s sparen so schaut aus wo sollte kickl sonst eine arbeit finden ah in Deutschland bei der Bruder Partei der rechten

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Mein Graz
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@Lodengrün

Ich stelle eine gewagte Vermutung aus:
Weil er hier fürs Keifen und Zetern fürstlich bezahlt wird.

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lieschenmueller
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@Mein Graz

Das auch. Aber er ist schon vom Scheitel bis zur Sohle ein Gesamtkunstwerk im negativen Sinn. Es passt einfach alles zusammen in eben dieser Richtung.

Wie sich der gebärdet und vor allem hat, als er noch im Amt war, im Grunde muss man sich das verbitten als Staatsbürger. Man mache auch nur irgendwo anders ein solches Gesicht und spreche in dieser keifenden und bösartigen Sprache, hochkant fliegt man raus.

Zusätzlich dieser lächerlich wirkenden Eitelkeit, der er inne hat.

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Mein Graz
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@lieschenmueller

Wäre ich bösartig, ich würde annehmen er muss etwas kompensieren...

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Mein Graz
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Korrektur:

"auf" - nicht "aus"
Sry

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GustavoGans
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Die FPÖ hat doch gesagt,

dass sie für die FPÖ keinen Regierungsauftrag sieht und in Opposition gehen wollen.
Hier der ÖVP nun Wählerverrat vorzuwerfen ist schon dreist. Der ÖVP bleibt ja gar nichts anderes übrig, einen anderen Partner zu suchen, wenn die FPÖ nicht will.

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