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NationalfeiertagBundesheer mit abgespeckter Leistungsschau

Die Schau, mit der das Heer auch notwendige Investitionen aufzeigen will, gliedert sich in fünf Themenbereiche.

Verteidigungsminister Thomas Starlinger
Verteidigungsminister Thomas Starlinger © APA/ROBERT JAEGER
 

Die Leistungsschau des Bundesheeres findet am diesjährigen Nationalfeiertag in abgespeckter Form statt. Platzte der Heldenplatz vor Hubschraubern und Panzern sonst fast aus den Nähten, wird die Schau heuer reduzierter ausfallen, kündigte Verteidigungsminister Thomas Starlinger an. Damit soll die Bevölkerung auch auf die verheerende finanzielle Lage des Heeres aufmerksam gemacht werden.

"Zum dramatischen Zustand des Bundesheeres muss ich nicht mehr viel sagen", meinte Starlinger am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien - um dann doch erneut auszuholen: "Wir sind derzeit nicht in der Lage, Österreich ordentlich zu schützen", sagte er. Das hänge vor allem damit zusammen, dass die Miliz nicht entsprechend ausgerüstet und ausgebildet sei.

Investitionen "Win-Win-Win-Situation"

Von Investitionen in das Bundesheer würde nicht nur die Sicherheit der Österreicher profitieren, ist der Minister überzeugt. Auch die heimische Wirtschaft würde gewinnen, österreichische Unternehmen würden wieder an Aufträge etwa für gepanzerte Fahrzeuge kommen. Ein Investment in die Sicherheit wäre daher eine "Win-Win-Win-Situation", so Starlinger.

Die Leistungsschau am Nationalfeiertag wird heuer in einem neuen Format stattfinden. Fünf Themenbereiche werden vom Bundesheer präsentiert, nämlich der Schutz der Infrastruktur, der Schutz der Bevölkerung, die Auslandseinsätze, die Hilfe bei Katastrophen und ein fünfter Bereich, der sich der Ausbildung und den Karrieremöglichkeiten beim Heer widmet. "Je Themenbereich werden Videos gezeigt und Interviews gegeben", kündigte Kurt Wagner, Militärkommandant von Wien, an. Ziel sei die Präsentation des vielfältigen Aufgabenspektrums des Bundesheeres, sagte er. Am Donnerstag waren am Heldenplatz bereits zahlreiche Bundesheer-Mitglieder mit dem Aufbau von Zelten und dem Transport von Gerät beschäftigt.

Ein Drittel der Kosten eingespart

"Wir sind bemüht, neues Gerät zu zeigen", sagte Wagner am Donnerstag und kündigte als Highlight den Mannschaftstransportpanzer "Pandur Evolution" an. Auch der Flugsimulator werde wieder großes Interesse hervorrufen, zeigte sich dar Brigadier überzeugt. Er lud die Bevölkerung ein, um sich von der Leistungsfähigkeit des Bundesheeres zu überzeugen - und auch um zu sehen, wo Investitionen notwendig sind.

Am Samstag, dem Nationalfeiertag, zwischen 9 und 17 Uhr gibt es dazu Gelegenheit. Um 10.30 Uhr findet die Großangelobung von mehr als 1.000 Rekruten statt, ab 12 Uhr sind laut Bundesheer "dynamische Vorführungen" geplant.

Bei den Kosten habe man heuer "um ein Drittel gespart", kalkulierte Wagner und bezifferte den Personalaufwand und den Einsatz für die Leistungsschau mit etwa 450.000 Euro. Notwendig sei eine Schau aber trotz aller Sparmaßnahmen: Das Heer habe schließlich auch eine Informationspflicht, sagte Wagner. Außerdem sei der Nationalfeiertag eine gute Gelegenheit, um für das Heer zu werben.

Kommentare (2)

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georgXV
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unsere Zwergenarmee leistet sich 160 (mehr oder weniger) Generäle und Brigadiere !!!

da bin ich aber froh, daß der ein oder andere dieser 160 (mehr oder weniger) Generäle und Brigadiere wieder etwas zu tun hat und die "Leistungsschau" vorbereiten und durchführen darf.

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GordonKelz
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6
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MAN SOLLTE DOCH....

...der Bevölkerung endlich die Wahrheit sagen, das wir das Geld für unsere Politiker brauchen, die sich teilweise vollstopfen damit,ohne die geringste Leistung zu bringen.
Gordon Kelz

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