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UmfrageschockSPÖ im Bund und sechs Ländern im historischen Tief

Die SPÖ steht derzeit - was Wahlergebnisse betrifft - schlecht da wie nie zuvor in der Zweiten Republik.

Roter Teppich oder harte Gegenwehr?
Roter Teppich oder harte Gegenwehr? © (c) APA/HELMUT FOHRINGER
 

Die SPÖ steht derzeit - was Wahlergebnisse betrifft - schlecht da wie nie zuvor in der Zweiten Republik: Bei der Nationalratswahl setzte es die zweite herbe Schlappe unter Parteichefin Pamela Rendi-Wagner. Mit einem saftigen Minus wurde das bei der EU-Wahl im Mai eingefahrene schlechteste Bundeswahlergebnis noch unterboten. Auch in sechs Bundesländern liegt die SPÖ derzeit im historischen Tief.

Rendi-Wagner war es bei der Nationalratswahl nicht gelungen, das Ruder herumzureißen. Sie konnte nicht davon profitieren, dass die türkis-blauen Regierung an Ibizagate zerbrach und die FPÖ dann auch noch unter der Spesenaffäre von Ex-Chef Heinz-Christian Strache zu leiden hatte. Ganz im Gegenteil: Mit dem viertgrößten Minus (5,7 Prozentpunkte) hielt sich die SPÖ - die seit 1970 meist Kanzlerpartei war - gerade noch über 20 Prozent (21,2).

Nur knapp Platz 2 behalten

Den (schon 2017 erlittenen) zweiten Platz konnte die SPÖ nur deshalb verteidigen, weil die FPÖ schwer abgestraft wurde. Aber der Rückstand gegenüber der ÖVP explodierte auf 16,3 Prozentpunkte. Bisher bekam die SPÖ maximal um 5,8 Prozentpunkte - im Jahr 2002 - weniger Zustimmung als die ÖVP.

Kein einziges Bundesland tat sich bei der Nationalratswahl hervor, überall landete die SPÖ am schlechtesten Wert seit 1945. Erstmals konnte sie nur einen ersten Platz - in Wien - holen, im Burgenland ging er verloren.

Dass der SPÖ - die den Misstrauensantrag gegen die verbliebene ÖVP-Regierung initiierte - das türkis-blaue "Ibizagate" nichts brachte, sah man schon an der ersten Wahl unter der (seit November 2018 neuen) Parteichefin: Bei der Kür der EU-Parlamentarier im Mai - kurz nach Bekanntwerden des Ibizavideos - verlor sie zwar wenig (0,2 Prozentpunkte). Aber 23,9 Prozent waren das schlechteste Ergebnis, das die SPÖ je in einer Bundeswahl eingefahren hatte. Und die ÖVP zog der SPÖ weit wie nie - um fast zwölf Prozentpunkte - davon.

Schon unter Kern wenig Hoffnung

Schon unter Rendis Vorgänger Christian Kern hatten sich die anfänglich großen Hoffnungen nicht erfüllt: Er musste sich bei der Nationalratswahl 2017 dem damals neuen ÖVP-Chef Sebastian Kurz geschlagen geben. Die SPÖ verlor Platz 1, den sie seit 1970 mit Ausnahme nur der Periode von 2002 bis 2006 innehatte.

In Erinnerung an diese erste schwarz-blaue Phase - wo sich die SPÖ vorübergehend erholt hatte - ließen auch die ersten Landtagswahlen unter Türkis-Blau Hoffnungen in der SPÖ aufkeimen. 2018 gelang den Roten in Niederösterreich und Tirol ein teils Plus - und in Kärnten dem Landeshauptmann Peter Kaiser sogar ein Triumph: Dort legte die SPÖ um 10,8 Punkte zu und holte fast die Absolute.

Diese drei Bundesländer sind aktuell die große Ausnahme. Überall sonst steht die SPÖ auf ihrem schwächsten Landtagswahl-Ergebnis seit 1945. In Salzburg - wo sie schon 2013 für den Finanzskandal abgestraft worden war - musste sie auch 2018 wieder ein Minus hinnehmen und hielt sich gerade noch über 20 Prozent.

Massive Verluste bei Landtagswahlen

Massive Verluste erlitten hatte die SPÖ bei den Landtagswahlen 2014/15 - als im Zeichen der Flüchtlingskrise die FPÖ stark zulegte. Im Industrieland Oberösterreich fiel die SPÖ erstmals unter die 20er-Marke, in der Steiermark bekam sie erstmals weniger als 30 Prozent, in Wien erstmals weniger als 40 Prozent der Stimmen.

Im Burgenland setzte es 2014 ebenfalls ein kräftiges Minus, aber dort hielt sich die SPÖ noch über 40 Prozent - die zu verteidigen am 26. Jänner Hans Peter Doskozil antritt.

Das mit Abstand schlechteste Ergebnis - das die SPÖ jemals auf Bundes- oder Landesebene einfuhr - hofft Martin Staudinger übermorgen, Sonntag, korrigieren zu können: In Vorarlberg musste die SPÖ 2014 ihren ersten einstelligen Stimmenanteil von nur mehr 8,8 Prozent verschmerzen.

Landeshauptleute stellt die SPÖ nur mehr in Kärnten, Wien und im Burgenland. In der Steiermark verzichtete 2015 Franz Voves darauf - und bei der dortigen Wahl am 24. November muss der jetzige SPÖ-Chef Michael Schickhofer damit rechnen, auch den vor vier Jahren knapp verteidigten ersten Platz an die ÖVP zu verlieren.

 

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Danke für Ihr Verständnis.

rochuskobler
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Rendi

..wann kapierst du endlich, dass du fehl am Platz bist und gehst, Freundschaft!

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Irgendeiner
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Also wir als Kärntner,liebe Nachbarn,die Euch großmütig

in die Freiheit entlassen haben und Euch manchmal Kultur bringen und Jod,man feixt, empfehlen Euch türkis zu wählen ehrlich,wir haben schon eine neue Auflage an Steirerwitzen in Vorbereitung,laßt uns nicht hängen,man lacht.

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Planck
5
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Ich glaube beinahe, Sie haben sehen die Verhältnisse verschoben.

Nachdem wir Steirer unsere Region besiedelt hatten, stellten wir in Nordslowenien Schilder auf, aus reinem Altruismus: "----> In die schöne Steiermark", stand da.
Wer lesen konnte, folgte, die anderen, naja, die wählten Äonen später den heiligen Irg ... *g

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Planck
7
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Naja, auf das, was die SPÖ tut oder unterlässt, habe ich keinen Einfluss.

Was ich mit Sicherheit sagen kann, ist, dass ihr euch noch nie in der Geschichte der Zweiten Republik derart habt verarschen lassen.
Ihr rennt Worthülsen nach, und Gelpuppen mit 600-Euro-Frisuren. Schwer zu sagen, was schlimmer ist.
Aber okay, es ist eure Nase, die ihr euch einrennt, Erfahrungen sind nicht übertragbar.
Das -- in Zusammenhang mit Lern- und Beratungsresistenz -- wird euch vom Fahrrad schmeißen.

Ah, der "Telegraph"-Herausgeber Sir Max Hastings schrieb: „Man kann darüber streiten, ob er ein Schurke ist oder nur ein Schlitzohr, aber jedenfalls ist er moralisch bankrott und hat für die Wahrheit nur Verachtung übrig. […] Er ist nicht geeignet für ein staatliches Amt, weil es scheint, dass ihm nichts wirklich wichtig ist, außer seiner eigenen Berühmtheit und der Erfüllung seiner eigenen Interessen.“

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Lobo17
3
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top

Sehr gut auf den Punkt gebracht! Volle Zustimmung!

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Planck
8
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Das ist interessant.

Wo Sie doch bekennender Effe sind.
Für Sie gelten die Worthülsen umso mehr, nur stammen sie im Original vom Gauleiter Berlin und nicht vom Gaulreiter Wien.

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wasloswerden
5
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Die Richtung stimmt!

Freundschaft!

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MeiSchmorrn
11
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Bitte

Bitte bleibt einfach wie ihr seid: Der sympathische Mandate-Schenkkreis und schrullige Kreisky-Nostalgieverein.

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Haheande
3
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Bravo

Wir sind auf dem richtigen Weg....ohne weiteren Kommentar

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Stadtkauz
14
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Eine Partei

die während der letzten Jahre nur den politischen Wettbewerb kritisiert und angeschwärzt hat, selbst aber überhaupt nichts Positives oder Konstruktives zur politischen Stimmung in Österreich beigetragen hat, wird kaum an Stimmen dazu gewinnen. Das neue Rot ist Grün. Die Situation ist in Deutschland auch so gewesen. Das Ergebnis sieht man jetzt. Und die nächsten Wahlen in Österreich werden diesen Trend bestätigen. Schade drum!

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fans61
60
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Viele Wähler verstehen gar nicht wie gefährlich

die Übermacht der ÖVP ist.
Ihr werdet euch alle noch wundern wozu diese Typen fähig sind.
Armes Österreich.

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Nixalsverdruss
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Wo warst du in den 70er, 80er und frühen 90er-Jahren?

Da hatte die SPÖ zeitweise deutlich über 40 % der Stimmen?
War zwar nicht berauschend, hat uns viele Schulden eingebracht aber es war auch nicht der "Untergang des Abendlandes"...

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archiv
39
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Hallo, die "ÖVP" ist nur noch die Hülle ......

..für die "türkisen Politfunktionäre" welche uns viel NEUES versprechen aber bis dato noch nichts "positives" zustande gebracht haben - oder?

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lieschenmueller
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@fans61

Ich denke ob Ihrer Zeilen an einen Artikel in einer anderen Zeitung. Wellness-Tempel gehen die Fachleute aus bzw. sind dies längst schon. Als Gast löhnt man dort ein erhebliches Sümmchen pro Tag und bedient wird man mäßig bis schlecht in etlichen derer.

Ausnahmen bestätigen die Regel, es gibt welche die mit "Lilien" ausgezeichnet werden, da gelingt es anscheinend, ein gutes Stammpersonal über Jahre hinweg zu behalten.

Woran wird es liegen? An der Bezahlung und am Arbeitsklima wohl. Ich könnte mir vorstellen, dass die, die ständig "händeringend" suchen, ob Bastis Gnaden unter Umständen in Zukunft welche zugeteilt bekommen. Ohne dass die groß die Möglichkeit haben, dankend abzulehnen für ein Bettel an Verdienst.

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weinsteirer
11
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die politik der "bewahrer"

rächt sich jetzt
....waren es doch die gewerkschaften die als besitzstandswahrer aufgetreten sind.
Änderungen sollen immer nur die nachfolgende Generation treffen.
Frei nach dem Motto "Hinter uns die Sintflut".

Und daher sollte man sich wirklich nicht wundern wenn sich der wählernachwuchs eine andere vertretung sucht.

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Popelpeter
12
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Kann nicht sein,

die Päm hat doch gesagt dass die Richtung stimmt !!

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georgXV
9
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???

die SPÖ ist LEIDER eine Partei "von gestern" und OHNE Zukunftsperspektiven.
Im wesentlichen wird sie von Pensionisten und alten / treuen Kadern gewählt, die der Partei irgendetwas zu verdanken haben.
Die Jungen wählen heute grün und NICHT rot.
Man braucht sich nur die Alterstruktur der SPÖ-Wähler anzuschauen.

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dude
8
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Es gäbe für eine sozialdemokratische Partei...

... in naher Zukunft enorm viel zu tun! Ich nenne nur ein Schlagwort: DIGITALISIERUNGSVERLIERER. Diese wird es in den kommenden Jahrzehnten, wahrscheinlich schon Jahren in sehr großer Anzahl geben. Für das -provokant gesagt - "das nutzlose Humankapital", für das die Wirtschaft keine Verwendung mehr hat, muß es einen Sozialplan geben! Wenn es dann keine gute und glaubwürdige sozialdemokratische Partei gibt, laufen wir allesamt große Gefahr, daß dieses Heer an Digitalisierungsverlierern in den vermeintlich sicheren Hafen der Rechtspopulisten und der rechtsaußen Parteien segelt.
Die SPÖ möge sich zusammenreißen und die Zeichen der Zeit erkennen!

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Lobo17
30
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Steiermark ist anders!

Ich hoffe sehr dass die Steirer einen "urigen Steirer" wählen und keinen "Zugereisten aus dem Erwin Pröll-Clan", aus NÖ!

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Reipsi
5
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Richtig, URIG

ist er das stimmt.

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Geerdeter Steirer
12
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Da liegst aber schrecklich daneben @Lobo17...............

der Schützenhofer predigt und urgiert im Stil gleich wie Kurz, diese Art und Weise es butterweich zu bringen täuscht die Leute.
Wenn wer zwischen dem gesprochenen lesen kann überreißt er recht schnell die List, die Leute fallen halt auf eine scheinheilige Freundlichkeit hinein.
Menschenkenntnis und Kenntnis über Charakterzüge sind bei vielen Leuten Mangelware, Hauptsache liab und freundlich lächelnd is' er, schaut mal hinter die Fassade liabe Leut' dann werdet ihr euch sicherlich wundern anfangen.

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Lobo17
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@Geerdeter Steirer

Ich weiß nicht wo ich daneben liege, bin doch auch deiner Meinung! Kurz ist aalglatt und gibt nur heiße Luft von sich, so auch Schützenhöfer, der eben aus dem Pröll-Clan kommt und kein Ursteirer ist! Kurz und Schützenhöfer sind aus Niederösterreich und haben kein Rückgrat, sondern dienen ihren Auftraggebern. Drum hoffe ich, dass wir wieder einen urigen und echten Steirer als Landeshauptmann kriegen!

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Stadtkauz
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Die Hoffnung stirbt zuletzt

Aber, sie stirbt…

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selbstdenker70
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..

Aha...und wer ist der "urige" ?

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Lobo17
11
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@selbstdenker

Selbstdenker??? Egal ob Kunasek oder Schickhofer, beide sind echte und urige Steirer und mir 1000 Mal lieber als eine Marionette aus dem Pröll-Clan!

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Planck
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Genau.

Besonders der Kuna mit dem ursteirischen Diminutiv 'sek'.
Ein Ursteirer wie der Eustacchio, man könnte fast sagen, ein Urgermane *gg

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