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Unklarheit über Philippas MandatGründet Strache eine eigene Partei?

Strache scheint auf Facebook bereits mit der Gründung einer eigenen Partei zu liebäugeln und will sein Recht auf seine Facebook-Seite notfalls einklagen. Darüber, ob Philippa Strache ins Parlament einzieht, gibt es wieder Unklarheit.

Strache
Strache © APA/AFP/JOE KLAMAR
 

Heinz-Christian Strache lässt das Recht auf seine offizielle Facebook-Seite derzeit juristisch prüfen und überlegt notfalls eine Klage. Das teilte der Anwalt des ehemaligen FPÖ-Obmanns auf APA-Anfrage mit. "Sollte eine außergerichtliche Inanspruchnahme ohne Erfolg bleiben, werden wir etwaige Ansprüche unseres Mandanten mit gerichtlicher Hilfe durchsetzen", hieß es in einem schriftlichen Statement.

Strache waren nach dem Ibiza-Skandal die Administratoren-Rechte für seine Facebook-Seite mit 790.000 Fans entzogen worden. Derzeit ist er lediglich "Redakteur" des Auftritts, die Veröffentlichung seiner Beiträge muss daher erst vonseiten der FPÖ geprüft werden.

Kein Mandat für Philippa - oder doch?

Hinter verschlossenen Türen wurde debattiert, dann trat der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp vor die wartenden Journalisten. Es werde aktuell kein Mandat für Philippa Strache, die Frau von Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache, geben. Damit wird Strache keine Nationalratsabgeordnete.

Laut Nepp sei das "keine leichte Entscheidung" gewesen. Die "massiven Verluste" in Wien haben dazu geführt, dass die FPÖ nur vier Mandate errungen habe. Und Strache werde davon keines zur Verfügung gestellt. Denn aktuell stehen Vorwürfe "von anonymer Seite" im Raum und diese gelte es nun, zu prüfen - "intern und extern", erklärte Nepp. "Bis dahin kann Philippa Strache kein Mandat bei uns in Wien erhalten". Die vier zur Verfügung stehenden Mandate gehen laut FPÖ Wien an folgende Personen: an die langjährige FPÖ-Abgeordnete Dagmar Belakowitsch, an Justizsprecher Harald Stefan, den umstrittenen Abgeordneten Martin Graf und an Jugendsprecherin Ricarda Berger.

Der steirische FPÖ-Chef Mario Kunasek begrüßt die Entscheidung, nun müsse man "nach vorne blicken" und mit Strache "Frieden schließen". Mehr dazu lesen Sie hier. Doch nun könnte Philippa doch das Mandat bekommen. Warum, lesen Sie hier.

Gründet Strache eine eigene Partei?

Der über Ibizagate gestolperte Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache liebäugelt offenbar mit der Gründung einer eigenen Partei. Er teilte auf Facebook einen Artikel der - von Sinoamerikanern gegründeten - Zeitung "epochtimes.de" über gute Chancen einer Strache-Partei.

Unter dem Titel "Totgesagte leben länger: Strache-Partei könnte es auf Anhieb in den Nationalrat schaffen" berichtet epochtimes.de über eine im Lauf des Tages von der Gratiszeitung "Heute" online veröffentlichte Umfrage. Darin sieht "Unique Research" ein Potenzial von 16 Prozent bzw. fünf Prozent sicherer Wähler für eine solche FPÖ-Abspaltung. "Epoch Times" ist eine mehrsprachige internationale Print- und Online-Zeitung mit Hauptsitz in New York. Gegründet von Sinoamerikanern berichtet sie - mit kritischer Haltung gegenüber der kommunistischen Führung - vor allem über China.

Stefan-Entscheidung verwehrt Philippa Einzug

Die zuletzt als Tierschutzbeauftragte aktive Ehefrau des Ex-Parteichefs hätte nur Abgeordnete werden können, wenn Stefan das im Wahlkreis Wien-Süd errungene Direktmandat und nicht jenes auf der Landesliste annimmt. Da er sich für letzteres entschieden hat, bleibt Philippa Strache der Einzug verwehrt.

Strache war nach der Ibiza-Affäre - und dem Rücktritt ihres Mannes - auf die Liste gehievt worden. Ihr möglicher Wechsel ins Parlament hatte jedoch zuletzt für heftige parteiinterne Diskussionen gesorgt. In der Kritik stand vor allem ihr Gehalt. Sie soll, so wurde kolportiert, monatlich 9.500 Euro bezogen haben.

"Starke Willensbildung des Bundesparteivorstandes"

In einer Aussendung hielt die Landespartei fest, mit der Entscheidung "Verantwortung gegenüber der freiheitlichen Wählergemeinde mit besonderer Sorgfalt wahrzunehmen". Daher habe sich der Landesparteivorstand Wien dafür ausgesprochen, dass bis zur Klärung der im Raum befindlichen Vorwürfe keine Zuteilung des Mandates an Philippa Strache stattfinde.

"Damit folgen wir auch einer starken Willensbildung des Bundesparteivorstandes", wurde betont. Gleichzeitig wurde versichert, dass sich die Wiener FPÖ in diesem Zusammenhang entschieden gegen "jede Vorverurteilung durch Medien oder politische Gegner" ausspreche.

Kommentare (76)

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mapem
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Was ist eigentlich mit Straches 44.000 Vorzugsstimmen-Wählern?

Hopp auf, Burschn! … Einen monatlichen 1 €-Abbucher – und schon geht´s einem kleinen Mann wieder gut! Denn wer mit 150 Euronen locker auskommt, schafft´s mit 149 auch!

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fortus01
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ich versteh' das schon,

dass Frau Strache unbedingt ins Parlament will. Sie hat doch schon bisher soviel für den Tierschutz getan, zB. ........................ja richtig viel halt!
Und außerdem hat ihr das der HC versprochen!
Dem wird die "starke Willensbildung des Bundesparteivorstandes" .......egal sein!

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H260345H
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Meine Beiträge schon wieder

ohne Grund zensuriert!

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handlelightd
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Gratuliere.

"Laut eines Medienberichtes hat die FPÖ ein juristisches Detail übersehen, das nun dafür sorgen könnte, dass sie einen Einzug (Frau, Anm.) Straches nicht mehr verhindern kann." (Kurier) Und Herr Strache kann nun unbelastet, da er seiner Ex-Partei damit nicht in der Schuld steht, seine eigene Partei gründen. Man gönnt sich ja sonst nichts.

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GustavoGans
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Strache

könnte doch gleich das BZÖ übernehmen.
Das BZÖ wäre dann die Partei für ehemalige FPÖ Chefs. ;)

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frikazoid
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War sowas von klar.

Vorher groß den Rückzug ankündigen und kaum ist die Versorgung durch den Steuerzahler gefährdet, ist wieder alles anders. Die Straches wollen mit allen Mitteln zurück zum Trog!

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handlelightd
1
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Bin da,

bin weg, …

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Stadtkauz
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Erinnert irgendwie

an Voves, nicht wahr?

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mapem
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Bin da – bin weg … bin da … besonders als Kärntner …

erkennt man da ein altbekanntes Muster … Hm - wie hieß der doch gleich?!

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perplesso
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Auch si ein Typ,

der meint unersetzlich zu sein !?

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sincerely
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Klingt gut...

...Philippiza wäre doch ein netter Parteiname! 🤪

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georgXV
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???

"Strache Partei Österreichs" (StPÖ) klingt besser.
Mit oder ohne "t".

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satiricus
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"AKP"

würde wohl auch passen: AbKassiererPartei

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Bond
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Pack aus!

So Heinz-Christian, jetzt kannst ja auspacken über die Kickls Ideenschmiede und die Geschäfte rundherum. Eine Lebensbeichte wäre passend. Und die Gucci-TrutschI würde bewundernd zu Dir aufschauen.

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goje
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im dirndl aber soll sie aufschauen

der heimatverbundenheit wegen... wähler und so!

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altbayer
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Wien

2020 in Wien könnte er der FPÖ empfindlich zusetzen.
Für die SPÖ wäre es durchaus positiv, wenn in Wien 2 blaue Parteien an der Start gehen - die nehmen sich gegenseitig die Stimmen weg. Wäre eine Schwächung.
- nur Frau Stelzl müsste jeden Tag gesagt werden , zu welcher blau-blauen Parteiveranstaltung sie gehen darf.

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hbratschi
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aus dem hc...

...ist ja immer nur das rausgekommen, was ihm sein mastermind kickl vorgekaut hat. ohne herbert wird's daher ziemlich dünn werden. aber ganz offensichtlich gibt's genügend (mmn viel zu viele) wähler, die bereit sind hinterher zu rennen. seinerzeit war ja schon (der um klassen gewieftere) haider nicht sonderlich erfolgreich mit dem versuch eine eigene partei abzuspalten. würde mir ein ähnliches schicksal für strache wünschen...

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handlelightd
2
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Na ja, ein paar Gemeinheiten

werden dem Strache schon auch noch einfallen. Kickl ist übrigens auch bei Haiders BZÖ-Abspaltung blau geblieben. Und der orange Zinober hat Haider doch für ein paar Jährchen als LH getragen. Strache träumt zwar sicher ebenfalls schon vom Wiener LH, wenigstens aber von einem Versorgungsposten im Gemeinderat. Fürs erste jedenfalls.

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handlelightd
1
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Korr.:

Zinnober

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mobile49
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@hbratschi

es ist immer gut , die vorposter zu lesen ;-)
dann muß man (ich) nicht wiederkäuen ;-)
danke

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hbratschi
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aber gern, liebe mobile,...

denn auch wenn man(du) wiederkäutest, wär das für mich mit sicherheit erfreulich. bin ja auch ein ständig wiederkauender. mmn kann man niemals zuviel über die rechten nachläufer schreiben. vielleicht erkennen ein paar von denen dann irgendwann doch den schnitt ins eigene fleisch, den sie sich mit der sozialen heimatpartei (welch hohn) zufügen...

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ChihuahuaWelpe56
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Dachte ich mir schon:

Schwarz-Blau II wiederholt sich! Bin nur gespannt, ob die Menschheit aus der Geschichte/Vergangenheit gelernt haben! Dem Herrn Strache jedenfalls alles Gute für seine Partei! Vielleicht zerreißt er dieses Mal erfolgreich die FPÖ und beide Parteien fliegen aus dem Parlament und deren Mitglieder müssen endlich WIRKLICH ARBEITEN GEHEN! Und der Frau Sozialminister wünsch ich auch alles alles Gute mit 150€ und der SOZIALEN KÄLTE, die die beiden Parteien gefördert haben! Ich wünsche ihr, dass sie damit auskommt! Wenn nicht, hat sie ihre Lektion hoffentlich gelernt!

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eyofaz80
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Aha?

da weißt du mehr als der Kurz selbst, mit "schwarz-blau wiederholt sich"

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SoundofThunder
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Wie wird die Partei heißen?

Liste Strache? BZÖ? FPStrache? Und mit welchem Geld finanziert er seine Partei? Wer unterstützt ihn? Oder wird er wieder in die FPÖ aufgenommen wenn Gras über die Angelegenheit gewachsen ist?

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georgXV
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???

die Partei wird "Strache Partei Österreichs" (StPÖ) heißen.
Mit oder ohne "t".

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Bumsdi
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Jedes Zeichen ist eine Platzverschwendung!

Wieso wird diesen nicht nur bei der FPÖ überflüssigen Personen noch immer so viel Platz in den Medien gewidmet?

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