AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Buwog-ProzessZeuge belastet Angeklagte zur Causa Terminal Tower

Ein Zeuge der Raiffeisen-Leasing sagt aus, dass 200.000 Euro bezahlt wurden, "damit was weitergeht", Grasser hatte Mietvertrag überraschend nicht unterschrieben.

Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser
Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser © APA/HELMUT FOHRINGER / APA- POOL
 

Der heutige Verhandlungstag im Strafprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser ist wieder Zeugenbefragungen zur Causa Bestechungsverdacht beim Terminal Tower Linz gewidmet. Fünf Zeugen sind am heutigen 108. Verhandlungstag geladen. Der erste Zeuge, der früher bei Raiffeisen-Leasing beschäftigt war, sagte über die angeklagte 200.000 Euro-Zahlung aus und belastete die Angeklagten.

Die Zahlung von 200.000 Euro sei erfolgt, weil von Seiten der Porr gesagt wurde, die Zahlung sei notwendig. Es sei gesagt worden, dass der Immobilienmakler Ernst Karl Plech die Zahlung verlange, von dem er gewusst habe, dass er sehr FPÖ-nahe sei, die "graue Eminenz" in Immobiliensachen. Ursprünglich sei von 100.000 Euro die Rede gewesen, dann seien es 200.000 Euro gewesen.

Geld "an Plech und jemand anderen"

Es sei gesagt worden, man müsse das Geld "an Plech und jemand anderen zahlen, damit da was weitergeht". Genannt worden sei der Name Plech und weitere Namen, die er nicht kannte. Er sei davon ausgegangen, dass auch Grasser da mitschneiden würde, denn Plech hatte ja nichts zu tun mit dem Projekt. Und Grasser hatte den bereits fertig ausverhandelten Mietvertrag für die Einmietung der Finanzbehörden in den Linzer Terminal Tower überraschenderweise nicht unterschrieben.

Eigentlich habe das Errichter-Konsortium des Linzer Bürohauses die 200.000 Euro nicht zahlen wollen, denn man habe ja nichts dafür bekommen, so der Zeuge. "Die Porr ist offensichtlich erpresst worden und hat dann gesagt, die Kosten tragen wir nicht, die verrechnen wir der Terminal Tower weiter."

"Nicht rechtens"

Er habe später eine anonyme Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft übermittelt und sich auch an die Zeitung "Die Presse" gewandt. Er habe gewollt, dass die Geldempfänger bestraft werden - Plech und "noch jemand" - "wobei ich aus dem Namen Plech geschlossen habe, dass auch Grasser involviert war". Schon bei der Zahlung des Geldes damals habe er gewusst, dass das "nicht rechtens" sei.

Der heutige Zeitplan ist eng angelegt, alle fünf Zeugen sollen zur Causa Terminal Tower befragt werden. Gestern war ein Prozesstag wegen einer Erkrankung einer Prozessbeteiligten ausgefallen.

Kommentare (5)

Kommentieren
mapem
2
12
Lesenswert?

Die sollten mal einen Zahn zulegen

und die Einzelfälle aus der Schüssel 1&2 Ära flott abarbeiten - die aus der Kurz 1 Ära stauen sich schon in der Einlaufstelle!

Außerdem werden am Sonntag Pisatest-Experten Kurz 2 in Auftrag geben und im Justizministerium weiterhin für Personalnotstand sorgen ... wetten?!

Antworten
Leberknoedel
0
9
Lesenswert?

Bin sehr überrascht, dass hier die

Zeugen noch nicht in U-Haft sind.

Antworten
georgXV
0
7
Lesenswert?

genauso ist es !!!

es sollte besser heißen "... noch immer NICHT in U-Haft ..."

Antworten
brosinor
1
10
Lesenswert?

aus heutiger Sicht betrachtet...

...sind Grassers Malversationen Sandkastenspiele.
Bin heute schon gespannt wie lange die Gerichte sich mit den heutigen Malversationen beschäftigen werden.
Alles mit Steuergeld natürlich, mir hams ja!

Antworten
BernddasBrot
1
12
Lesenswert?

Die sollen sich beeilen ,

weil ein neuer Prozess mit Liveticker steht schon vor der Tür.....

Antworten