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WahlversprechenÖVP will doppelt so viele Medizin-Studienplätze und Pensionssplitting

Unter dem Titel "Gerechtigkeit" präsentieren ÖVP-Chef Sebastian Kurz und ÖVP-Frauenchefin Juliane Bogner-Strauß weitere Wahlversprechen.

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© APA/AFP/JOE KLAMAR
 

Die ÖVP hat am Montag den nächsten Teil ihres Wahlprogramms präsentiert. Als besonders zentral nannte Parteichef Sebastian Kurz neben der Steuerentlastung die Einführung eines verpflichtenden Pensionssplittings. Verbesserungen peilt die ÖVP auch bei der Kinderbetreuung an, besonders, was die Öffnungszeiten angeht.

Bei der Präsentation von Kapitel zwei des Wahlprogramms versicherte Kurz, dass die Steuerentlastung die "erste Amtshandlung" einer Regierung sein werde, der er als Kanzler angehöre. Neben der Senkung von Tarifstufen und Sozialversicherungsbeiträgen findet sich etwa ein steuerfreier Mitarbeiterbonus von bis zu 3.000 Euro, den Unternehmer gewähren können.

Die Abschaffung der "kalten Progression" scheint zwar im Papier auf, wird aber laut Kurz nicht im ersten Schritt enthalten sein. Ebenfalls berücksichtigt hat die ÖVP den Wunsch nach einer Ökologisierung des Pendlerpauschale.

Als "ganz wesentlichen Punkt" zur Bekämpfung der Altersarmut von Frauen schilderte der Altkanzler ein automatisches Pensionssplitting zwischen den Eltern bis zum zehnten Lebensjahr. Ferner zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie beitragen soll ein weiterer Ausbau der Kinderbetreuung.

VP-Frauenchefin Juliane Bogner-Strauß will im ländlichen Raum eine Ausdehnung der Öffnungszeiten erreichen, in Großstädten wie Wien soll wiederum das Betreuungsverhältnis verbessert werden. Geschaffen werden müssten auch zusätzliche Betreuungsplätze in den Ferien.

Was den Gesundheitsbereich angeht, setzt die ÖVP unter anderem auf eine Verdoppelung der Medizinstudiumsplätze sowie ein Landarzt-Stipendium. Der Mutter/Kind-Pass soll bis zum 18. Lebensjahr ausgeweitet werden.

Bei der Präsentation des ersten Drittels vergangene Woche waren Sicherheit und Integration im Fokus gestanden. Am Wochenende hatte die Partei einen Bonus für Familien gefordert, die Angehörige zu Hause pflegen.

 

Kommentare (22)

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Armergehtum
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Die Wahl ist die Gussform der Einzelfälle und Versprechen

Hoffentlich wählen wir diesmal nicht wieder K & K (Kurz & Kickl).

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Gotti1958
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Kurz Kommentar

Jetzt : Ein Versprechen
Nach der Wahl : Ein Versprecher

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ichbindermeinung
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Gerechtigkeit = Wehrpflicht für Frauen

wegen der Gleichbehandlung u. NIchtdiskriminierung der Männer sollte auch endlich die Wehrpflicht/Zivildienstpflicht für die österr. Frauen eingeführt werden;

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janthomas2
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Kapiert nicht mal die Politik

Leider hat sich immer noch nicht herumgesprochen, dass das Problem nicht vor dem Medizinstudium liegt, sondern DANACH. Nach dem Studium ist man kein fertiger Arzt. Ein angehender Hausarzt braucht zumindest 3 Jahre in der Klinik um die Berechtigung der selbstständigen Berufsausübung zu bekommen („Turnus“). Die restlichen Fachärzte (Internisten, Radiologen, etc.) brauchen mindestens 6 Jahre. Das Problem sind genau diese Ausbildungsstellen. Davon gibt es viel zu wenige, sodass es auch jetzt wieder längere Wartezeiten in der Zeit zwischen Studium und Klinikalltag gibt. Daher hauen viele ins Ausland ab. Noch mehr Studenten heißt dann, dass noch mehr ins Ausland abhauen. Und die Steuerzahler zahlen brav, weil jeder denkt die Uniabsolventen sind das Problem...

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SoundofThunder
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Doppelt soviele Medizin-Studienplätze?

Ob das ausreicht um die anstehende Pensionierungswelle bei den Ärzten abzufedern? Glaube ich nicht aber na gut,aber eines fehlt mir schon:Die Studenten müssten auch verpflichtet werden mindestens 10 Jahre in Österreich zu arbeiten. Leerstehende Arztpraxen haben wir zur Genüge!

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fans61
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Dieses Programm ist ja noch lächerlicher als das von 2017

Aber was will man von einer ÖVP als Arbeitnehmer schon erwarten?

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Balrog206
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Fans

Was hättest den gerne ? 30 oder 20 std Woche ? 6-8 Wochen url statt 5 ? Also bitte

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voit60
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wo bleiben die 12 bis 14 Milliarden

Steuererleichterung, welche vor der letzten Wahl versprochen wurden? Beim Versprechen ist der Blender wahrlich ein Weltmeister.

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isogs
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Pensionsspliting

Bei einem unehelichem Kind, gibt es dann das Spliting mit Kurz ?

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Irgendeiner
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Genau Studienzugänge erschweren hüh, dann selektiv wieder öffnen hott,das interessante ist daß die Kasperln die den Markt alles regeln lassen wollen was der nicht tut,die Trottelei Adam Smith zuzuschreiben ist in sich eine weitere Frechheit, das diese Kasperln also im Bildungsbereich glauben Planwirtschaft betreiben zu können, aber Bildung ist eines der wenigen unendlich verfügbaren Güter,denn wenn sie einer hat kann sie der andere gleichzeitig auch haben was sie ganz wesentlich von

Wurstsemmeln unterscheidet.Wir hatten bei Medizinern und Lehrern immer einen Schweinezyklus, das ist für gewisse Dumpfbacken gesagt keine Beleidigung sondern ein terminus technicus,und die Aktion ein bestimmtes Studium im Mangel zu befördern hat das dann immer später zur größeren Schwemme gemacht,man gebe das endlich frei wie wir es hatten und räume den Bolognaschmarrn und die Drittmittelfinanzierung gleich mit weg,freier Studienzugang der nur durch Vorbildung,Matura u.ä. beschränkt wird,dort ist nicht der Ort Basics zu trainieren,und je mehr wir von den Jungen auf höheres Niveau kriegen umso besser für den Staat,Bildung ist nicht Ausbildung und es gilt immer noch das Humboldtsche Bildungsideal.Und eigentlich sollten Krämer und Studienabbrecher dazu gar nicht melden.

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paddington1
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Versprochen ist versprochen...

und wird auch nicht gebrochen. Schon als Kind lernt man, man soll nichts versprechen, was man nicht halten kann/will. Kann Hr. Kurz also etwas versprechen? Nein, denn er ist 1) nicht allein in der Regierung 2) gibt es dazu wahrscheinlich außer viel Luft noch keine Berechnungen, wie das finanziert werden soll 3) Versprechungen ohne Angabe eines Erfüllungsdatums sind nichts wert. Und es gibt keine sinnbefreitere Aussage als: "aber das müssen wir uns dann erst alles genauer ansehen". Als Privatmensch muss man auch ZUERST rechnen und dann investieren. Da kann man auch nicht erst investieren und dann sagen das muss ich mir erst genauer ansehen". Stimmt nicht ganz. Manche hat diese verkehrte Einstellung schon in den Ruin geführt.

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UHBP
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Prognose

Ich wage eine Prognose:
Spätesten 2022, vielleicht sogar schon in 2 Jahren - die Standardhhalbwertszeit von Kurz - habe wir wieder Neuwahlen und dann ist Kurz Geschichte.
Entweder bei Raiffeisen oder auf einem schönen Auslandsposten, vorzugsweise EU, auf Steuerzahlerkosten versorgt.
Es heißt also durchbeißen und hoffen, dass sich der Schaden bis dorthin in Grenzen hält.

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leserderzeiten
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Mit, oder ohne Studiengebühr?

.

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Sportmaster
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Na hoffentlich mit Studiengebühren

Die über Studienbeihilfen sozial abgefedert werden.

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SoundofThunder
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Genau

Wie bei der Familienbeihilfe. Wo nur die Reichen profitieren.

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Sportmaster
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Sie zeigen wieder einmal Ihre Inkompetenz par excellence,

das jetzige System ist eine Bevorzugung von reichen Personen, da die Allgemeinheit für die Unikosten aufkommt. Beim alten System bekamen bedürftige Personen Studienbeihilfen und die Studiengebühren wurden refundiert. Informieren statt stänkern wäre sinnvoller.

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wintis_kleine
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Was soll denn das

Eine Absolute wird selbst der Wunderwuzi Kurz nicht zusammen bringen und für alles was dann doch nicht oder nur teilweise umgesetzt werden kann, ist natürlich der Kalitionspartner schuld (wer auch immer das sein wird).
Und Verprechen gab es schon bei der letzten Wahl die dann immer weiter hinausgeschoben wurden oder gar nicht zum Tragen gekommen sind (Steuerentlastung von 14 Mrd., 1 Mrd. Patientengeld durch ÖGK; Keine Neuverschuldung, etc.)
Da kann man nur sagen: Versprochen und Gebrochen!

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UHBP
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Verdoppelung der Medizinstudiumsplätze

Klingt gut, aber das heißt auch wir verdoppeln die Zahl der deutschen Medizinstudenten, die alle nicht in Österreich bleiben und somit nicht für die Versorgung der Österreicher zur Verfügung stehen.
Ein Medizinstudent kostet ungefähr €60.000-€70.000 den österreichischen Steuerzahlern pro Jahr, macht bei zusätzlichen 2000 deutschen Medizinstudenten - im Endausbau - rund €120 bis €140 Millionen pro Jahr.
Aber kein Problem, dass sparen wir bei den Alleinerzieherinnen und Geringverdiener wieder ein.
PS: Woher nimmt Kurz überhaupt das Geld? Entschuldigung, blöde Frage, wahrscheinlich aus Spenden ;-)

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Steira111
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Die Steuerentlastung für Unselbstständige hätte die ÖVP auch schon 2018 beschließen können -

wollte sie aber nicht! Die Zerschlagung der Gebietskrankenkassen und Bedienung der ÖVP Spender war vorrangig. Die Ankündigungspolitik ist unglaubwürdig.

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princeofbelair
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Wie hat wer gesagt.

Die Studienplätze sind weniger das Problem. Die Rahmenbedingungen danach sind es. Wenn die nicht geändert werden, produzieren sie Unis einfach noch mehr Ärzte und Ärztinnen für das Ausland.

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Lodengrün
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Immer wieder tun sie so

als würden Sie uns beschenken. Wenn ihr uns wählt dann kriegt ihr....? Das ist unser Geld werte Herrschaften.

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BernddasBrot
22
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Wie sagte Filzmaier im ORF 2 Interview ,

33 Jahre und zweimal geschieden ( bzw. zwei Regierungen gesprengt )....

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