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ReligionIslamische Glaubensgemeinschaft will eigene Schulbücher herausgeben

Glaubensgemeinschaft will "mehr Kontrolle über die Inhalte haben", um modernes Bild der Muslime zu vermitteln.

INTERVIEW: IGGOe-PRAeSIDENT UeMIT VURAL
© APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) will einen eigenen Schulbuchverlag gründen. Man wolle dadurch mehr inhaltliche Kontrolle über die Bücher erlangen, hieß es dazu aus der Glaubensvertretung laut "Presse". Kritik an dem Vorhaben kam aus der FPÖ, deren Obmann Norbert Hofer sich "besorgt" über eine mögliche Indoktrinierung zeigte. Die IGGÖ ortet in der Reaktion "Wahlkampf".

Mit den selbst verlegten Schulbüchern will die IGGÖ ein modernes Bild der Muslime vermitteln, hieß es. Alle Inhalte könnten so selbst bestimmt werden. Grund für diesen Schritt ist inhaltliche Kritik an den derzeit verwendeten Religionsbüchern, in einem Gutachten war von "konservativ-theologischen Haltungen" die Rede. Ab wann neue Bücher im islamischen Religionsunterricht eingesetzt werden können, ist noch nicht klar.

Sollte die IGGÖ ein Religionsbuch selbst verlegen, verlangte Hofer "eine penible Prüfung durch die Schulbuchkommission". Es müsse "strengstens geprüft werden, ob die Inhalte im Einklang mit unseren mitteleuropäischen Wertvorstellungen stehen". Die Kritik sei wohl "nur mit dem Wahlkampf zu erklären", reagierte IGGÖ-Präsident Vural. Immerhin liege die Verantwortung für den islamischen Religionsunterricht seit 1982 einzig und allein bei der Glaubensgemeinschaft.

Kommentare (13)

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Patriot
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Religion ist Privatsache und hat in der Schule nichts verloren!

Ethikunterricht ja, Religionsunterricht nein!

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X22
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Als Lehrbuchersatz führte sie die Hadith-Sammlung (Aussagen des Propheten) von Al- Nawawi und das Buch „Erlaubtes und Verbotenes im Islam“ von Al-Qaradawi offiziell ein. Das Kultusamt stellte im letzteren fundamentalistische Inhalte fest, woraufhin die IGGiÖ im Jahre 2004 auf Druck des Kultusamtes dieses Buch, welches zuvor acht Jahre lang im islamischen Religionsunterricht verwendet wurde, vom Religionsunterricht zurückziehen musste.

Die im Religionsunterricht verwendete Buchreihe gilt längst als unbrauchbar, da sie gemäß dem alten Lehrplan stark auf die Vermittlung von Religion im Sinne affirmativer Vermittlung normativ-religiöser Vorgaben ausgerichtet ist, sie erfüllt
somit nicht die Forderung der modernen Religionspädagogik, einen intensiven Bezug zur konkreten individuellen Lebensrealität der Kinder, also zu ihrer Lebensrealität in Österreich, herzustellen. Die Lehrbücher sprechen mehrfach von Heimat, gemeint ist jedoch immer die Türkei. Folgendes lesen die Kinder der 3. und
4. Schulstufe in „Islam in meinem Leben“: „Meine Eltern und ich werden wieder in unsere Heimat fahren, nach der ich mich schon sehr sehne.“ (Uysal 1996: 135), weiters heißt es in diesem Buch: „Heimatliebe ist mit dem Glauben verbunden“(ebd.: 187).
In der Studie „Der islamische Religionsunterricht zwischen Integration und Parallelgesellschaft“ (vgl. Khorchide 2009) zeigte sich eine überraschend hohe Unzufriedenheit der islamischen ReligionslehrerInnen mit den vorhandenen Lehrplänen und Lehrbüchern. 57,5 % von ihnen sind mit den Lehrplänen und 85,7 %
mit den Lehrbüchern unzufrieden. Auch in der qualitativen Befragung gaben die ReligionslehrerInnen an, dass die vorhandenen Lehrbücher und -materialien den Bedürfnissen der SchülerInnen nicht entsprechen.
(Der islamische Religionsunterricht in Österreich Stand Juli 2009
Dr. Mouhanad Khorchide, © 2009 Österreichischer Integrationsfonds)

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Sam125
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Mit den Sturz der Regierung hat die Islamische Glaubensgemeinschaft wieder die

SPÖ als ihren Verbündeten! In der Türkei ließ Erdogan die Geschichtsbücher dahingehend umschreiben, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Evolution und Entstehung des Menschen aus den Geschichtsbüchern gestrichen wurden und sie nach dem islamischen Lehren in die Geschichtsbücher kamen! Genau dieses wird auch in den Moscheen wiedergegeben! Da gibt es keinen Urzeit Menschen mehr, in den Geschichtsbüchern der Türkei! Schöne Aussichten kommen da in den nächsten Jahren auf uns zu, wenn wir nicht dagegenhalten !

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mahoni1970
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Die Zeit...

...ist nun reif. Die Ewiggestrigen müssen sich auch daran gewöhnen. Es gab in unseren Breitengraden schon einmal den Wechsel von Religion zu Religion. Es ist nichts Schlimmes dabei.

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GordonKelz
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DAS BESTE IST LEIDER....

...laut den Zugeständnissen unserer damaligen " Regierung " , können wir das gar nicht verbieten!
Gordon Kelz

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Jodl
3
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Warum überhaupt Religionsunterricht?

Religion ist Privatsache, hat in staatlichen Schulen eigentlich nichts verloren. Hebt nur die Wichtigkeit der Religion im täglichen Leben über Gebühr. Wichtiger wäre ein Ethikunterricht, in dem die Werte enes Landes vermittelt werden in dem man lebt. Es geht nicht darum, wie ein Mann seine Frau laut Religion schlagen darf, sondern darum, dass er sie nach den hierzulande vorherrschenden Moralvorstellungen gar nicht zu schlagen hat. Diese Werte sind über die Religion zu stellen.

Beispiel, selbst erlebt: Ein 16jähriger hat seine dieselbe Schule besuchende Schwester mehrfach geohrfeigt und sich dann gewundert, warum Schulleitung, Polizei und Eltern verständigt wurden. Er sagte, seine Religion erlaube ihm das, sie sei ja nur eine Frau, und sie habe ihn verbal beleidigt. Und der verständigte Vater hat nachdem man ihm den Sachverhalt übersetzt hat, dem auch noch beigepflichtet. Da wird die Integrstion schwierig.

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onyx
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"Mit den selbst verlegten Schulbüchern will die IGGÖ ein modernes Bild der Muslime vermitteln"

Es wäre von Vorteil, wenn der Herr diesbezüglich etwas konkreter wird.

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Charly911
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Kein Problem

Solange sie alles nur in ihren Ländern machen. Hier ist es nicht erlaubt. Also ab nach Hause.

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heku49
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Alles für Allah ( Scholz/ Heinisch)

Wie der politische Islam unsere Gesellschaft verändert.
( erschienen im Moldenverlag)
Sollte JEDER lesen.
ÖFFNET die Augen.

Und die Politik schaut zu....bagatellisiert kritische Stimmen, verniedlicht aus Ungebildetheit Fakten.

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heku49
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Erlaubtes und Verbotenes im Islam ( al-Qaradwi)

wurde 15 Jahre in Österreich als Unterrichtsbehelf im islamischen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen verwendet. In diesem Buch wird u.a. ausgeführt, warum Frauen ohne Zustimmung ihres Mannes nicht ausgehen dürfen und sich ihm sexuell nicht verweigern dürfen. Es erläutert auch, in welchen Fällen und auf welche Weise der Mann seine Frau schlagen darf. Niemals sollte Österreichs Politik der IGGÖ eigene unkontrollierte Lehrbehelfe erlauben, insbesondere wenn sie von ausgewiesenen Islamisten bzw. Mitgliedern der Muslimbrüderschaft verfasst wurden, bzw. werden.

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Horch4
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Die Kritik sei wohl "nur mit dem Wahlkampf zu erklären" (...)

Nein, die ist damit zu erklären, dass es ausreichend Besorgnis erregende Fälle religiöser, staatsfeindlicher Indoktrinierung in Kindergärten, Schulen und Moscheen gibt und dass man als Staat selbstverständlich von dem Recht zu wissen, was unserer heranwachsenden Gesellschaft der Zukunft vermittelt wird, gebrauch macht! Dieses permanente Ablenken und in Abrede stellen bzw. nicht erkennen wollen objektiver Umstände und Problematiken durch islamische Glaubensgemeinschaften, in Österreich wie in Deutschland, ist wirklich unerträglich und stimmt mich nicht gerade zuversichtlich, dass das mit erfolgreicher Integration von Muslimen in absehbarer Zeit was wird.

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berggrazer
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Ein modernes Bild des Islam...

... entspricht, wenn ich mich nicht verrechnet habe, dem Katholizismus aus dem 14.Jahrhundert, oder? 🤔

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MoritzderKater
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Was kommt denn noch aus dieser Ecke?

DÜRFEN wir dann unseren Glauben noch ausüben, müssen unsere Kinder dann auch Türkisch oder eine andere Sprache der Moslem lernen, damit sie sich in ihre Mentalität einleben können, damit sie in IHRER (moslemischen) Wertegemeinschaft nicht verletzt oder beleidigt werden?
Vielleicht steht als erster Satz im Religionsbuch:
IHR LEBT IN ÖSTERREICH
das wäre ja schon ein guter Anfang

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