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Ibiza-VideoStrache witterte Falle wegen schmutziger Füße

"Falter"-Chefredakteur Klenk erzählt noch nicht bekannte Details.

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© APA/AFP/SPIEGEL and Sueddeutsche
 

Der wegen des Ibiza-Skandals zurückgetretene FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache ahnte 2017 auf Ibiza, dass er gelegt wird. So wunderte er sich über die "schmutzigen Fußnägel" des russischen Lockvogels. Doch Johann Gudenus konnte ihn immer wieder beschwichtigen. Diese Passage des Videos wurden bisher nicht veröffentlicht.

"Falter"-Chefredakteur Florian Klenk hatte allerdings die Gelegenheit, das gesamte mehrstündige Ibiza-Video zu sehen und hat gegenüber "Puls4" noch nicht veröffentlichte Details erzählt. Laut Klenk hatte Strache zweimal den Verdacht, dass alles eine Falle ist. "Falle, Falle, eine eingefädelte Falle", sagt Strache. "Des is ka Falle", wird er von Klubobmann Gudenus beruhigt.

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Florian Klenk Foto © APA/GEORG HOCHMUTH

Beim zweiten Mal fallen Strache "schmutzige Fußnägel" der angeblichen Milliardärsnichte auf. "Eine Russin in dieser Liga hat keine schmutzigen Füße." Auch Tajana Gudenus wird misstrauisch: "Kann das eine Falle sein?" Frau Gudenus sei "die interessanteste Person in diesem Video", so Klenk. "Sie sitzt immer teilnahmslos da, ist aber die Aufmerksamste - während die zwei Männer herumgockeln."

Als das Gefühl, in eine Falle getappt zu sein, stärker wird, beginnen Strache und Gudenus laut Klenk plötzlich "Dreck gegen die anderen zu schleudern" und sprechen in dem Video über "Sex"-Geschichten von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Ex-Kanzler Christian Kern (SPÖ). Zudem verweist Strache an dem Abend immer wieder auf die Einhaltung der österreichischen Gesetze, bestätigt Klenk entsprechende Behauptung der FPÖ. Strache habe zwar stets betont, er wolle alle Gesetze einhalten. Doch er sei immer wieder "umgekippt", so der Chefredakteur.

Die Bekundungen, die Gesetze einhalten zu wollen, ändern aber nichts an den Hauptvorwürfen, dass Strache der angeblichen Oligarchen-Nichte die "Krone" quasi zum Kauf angeboten und staatliche Bauaufträge in Aussicht gestellt hat, über illegale Parteispenden spricht und am Ende auch das Wasser an die Russen verkaufen will. Er wolle eine Struktur schaffen, "wo wir das Wasser verkaufen, wo der Staat eine Einnahme hat und derjenige, der das betreibt, genauso eine Einnahme hat", sagt Strache in dem Video.

Klenk erzählt weiters, dass es Sushi auf der Terrasse zu essen gab. Außerdem gab es Seebarsch-Carpaccio, Thunfischtatar, Champagner, Wodka und Red Bull.

Kommentare (11)

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AloisSteindl
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Andere Details

Es wäre ja interessant, was sonst im Video vorgefallen ist, dass Philippa jetzt so böse ist, Klenk könnte das wenigstens andeuten, wenn er schon den ganzen Film kennt.
Ich frag natürlich nur für einen Freund.

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joe1406
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und das zeigt wieder mal

Männer sollten mehr auf Frauen hören. Wäre auch noch Frau Strache dabei gewesen hätte der Lockvogel keine Chance gehabt.

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bietnix
3
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Wenn man schon

ins Klo greift dann aber richtig. Der Witzbold redet sich um Kopf und Kragen und bei der Pressekonferenz sagt er, im Wissen dass seine Frau zusieht auch noch, es wegen der hübschen Blonden neben ihm gesagt zu haben. Tja, ein Aussetzer kommt selten allein 😂

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dedamaro
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😂😂😂😂

wie treffend😎😎

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BernddasBrot
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In einem Satz ,

der Gudenus war immer schon ein Dussel...

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bietnix
6
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Schmutzige Füße

Aber so richtig seltsam fand er es dann, dass der vorhandene Zucker wirklich Zucker war! Das war einfach zuviel!

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Feja
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Noch nicht bekannte Details

Aber geh.. Das hat der Klenk doch schon am Samstag im Mittagsjournal von Ö1 erzählt.

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Planck
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Seebarsch-Carpaccio und Red Bull passt wie die Faust aufs Aug' zu dem Video *lol*

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create
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Ich frage mich,

wie lange die FPÖ schon von der Existenz des Videos weiß? Allerspätestens nach Böhmermanns Romy-Dankesrede müssen da wohl ein Einige, aber wohl mindestens Zwei, im Dreieck g´sprungen sein!?

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Kormoran
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Klenk vom Falter

hat gestern in der Zib2 gesagt dass es seit ca. einem Jahr in der Wiener Journalisten Szene Gerüchte über so ein Video gibt. gehe mal davon aus dass man auch zu der Zeit bei der FPÖ davon Wind bekommen hat.

zu den Füßen: im Sommer nachts find ich das auch bei einer vermeintlich reichen Russin nicht soooo ungewöhnlich. gehe mal davon aus sie waren auch auf der Terasse und womöglich im Garten der Finca. Läuft man da ohne Schuhe rum, was bei 40° nicht so ungewöhlich ist, kann man schon mal dreckige Füße bekommen. Geduscht wird sie im Laufe des Abends wohl nicht haben, auch wenn sich der HC dass sicher gern angesehn hätt. =]

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Schwupdiwup
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Gute Frage.
Keine Ahnung ob’s schon direkt was damit zu tun gehabt hat, oder ob’s einfach nur eine „Vorahnung“ von ihm war
Im Nachhinein finde ich jedenfalls Straches Reaktion auf die damals kurz nach Amtsantritt in seinem Büro gefunden geglaubte Wanze recht interessant

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