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Ibiza-AffäreStrache postet "Jetzt erst recht": FP-Minister wollen geschlossen gehen

Vier freiheitliche Parteigrößen hatten Interesse daran bekundet, Ex-Parteichef Strache als Nachfolger zu beerben. Norbert Hofer wurde einstimmig nominiert. Es zeichnet sich ab, dass Herbert Kickl als Innenminister abbestellt wird - in diesem Fall wurden die FPÖ-Minister geschlossen zurücktreten.

Heinz-Christian Strache
Heinz-Christian Strache © (c) AP (Michael Gruber)
 

Die FPÖ gehe "geschlossen und geeint in die Nationalratswahl" hieß es nach der Präsidiumssitzung Sonntag abend. Norbert Hofer wurde einstimmig als Nachfolger von Heinz-Christian Strache zum Parteichef nominiert.

Thema war auch die mögliche Ablöse Herbert Kickls als Innenminister: "Sollte die ÖVP Herbert Kickl als Bundesminister für Inneres tatsächlich abberufen wollen, werden die freiheitlichen Regierungsmitglieder ihre Rücktritte verbindlich in Aussicht stellen", heißt es in der Aussendung. Dabei soll "eine geordnete Amtsübergabe" gewährleistet werden.

Die Sitzung des Präsidiums sei "von großer Einigkeit und Geschlossenheit" geprägt gewesen, so die FPÖ, sämtliche Beschlüsse seien einstimmig getroffen worden. Dem zurückgetretenen Parteiobmann Heinz-Christian Strache habe das Präsidium "seinen Dank für seine langjährige Arbeit" ausgesprochen.

Der Rücktritt von Heinz-Christian Strache führt zunächst zu einem Machtkampf innerhalb FPÖ. Dem Vernehmen nach hatten vier Männer Anspruch auf die Obmannschaft erhoben. Darunter sollen die Minister Herbert Kickl und Norbert Hofer sowie der oberösterreichische Obmann Manfred Haimbuchner wie auch der niederösterreichische Landesparteiobmann Udo Landbauer sein. Hofer hat auf dem Weg zur Gremiensitzung heute bereits ein Werbevideo in eigener Sache online gestellt. Kickl sagte der ÖVP den Kampf an.

Strache hingegen postete "Jetzt erst recht!" auf Facebook.

Während der Sitzung deponierten die Blauen gegenüber der APA dennoch die Botschaft, die Gespräche verliefen "äußerst konsensual". Es stehe außer Frage, dass Norbert Hofer als Partei-Vize die Funktion des Obmanns bis auf Weiteres führen werde.

Die Präsidiumssitzung selbst wollen die Blauen im Geheimen abhalten und wahrscheinlich auch nichts dazu kommunizieren. Man kann aber davon ausgehen, dass dort nicht nur Freundlichkeiten ausgetauscht werden. So hat der oberösterreichische Landeschef und Landeshauptmann-Stellvertreter Haimbuchner bereits am Samstag scharfe Kritik geübt. Er bezeichnete das Ibiza-Video als "ungustiös und desaströs" und kündigte an, sich in Wien stärker einbringen zu wollen. "Ich denke, das ist notwendig", so Haimbuchner.

Zwischen Strache und Haimbuchner, der in Oberösterreich in einer Regierung mit der ÖVP ist, war es während der Regierungsbildung in Wien Ende 2017 zu einem Bruch gekommen, weil Haimbuchner nicht für das Team für die Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP nominiert wurde. Entsprechend gab es während der Regierungszeit immer wieder Querschüsse aus Oberösterreich.

Landbauer sieht Schuld bei Kurz

Ganz anders positionierte sich gestern die niederösterreichische Partei unter Udo Landbauer, der in der Liederbuch-Affäre von Strache gestützt wurde. Er schoss sich auf Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ein und warf diesem Erpressung vor. Für Verwirrung sorgte eine Whatsapp-Nachricht Straches an freiheitliche Spitzenfunktionäre vom Samstagabend, in der er schrieb, dass der Wiener Vorstand einstimmig auf seinen Verbleib als Landesparteiobmann bestehe. Eigentlich hat Strache seinen Abgang angekündigt. In der Wiener Partei wollte man seinen Abgang nicht fix bestätigen und verwies auf die Gremien.

Für die mächtige Wiener Landesgruppe ist der Ibiza-Skandal ein besonderes Fiasko. Sie verliert mit Strache und Johann Gudenus gleich zwei Führungspersonen. Der Abgang Straches ist aber für die gesamte FPÖ ein Schock, auch wenn er vor allem von alten FPÖlern aus gehobeneren Bildungsschichten mitunter skeptisch beäugt wurde. So hat er doch die Partei nach ihrer Zertrümmerung vor 14 Jahren infolge der ÖVP/FPÖ-Regierung unter Wolfgang Schüssel aus der Krise geführt und erstarken lassen. Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet er sie auch wieder in eine schwere Krise stürzt.

Mölzer: Ist FPÖ nicht regierungsfähig?

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Äußerung des ehemaligen freiheitlichen EU-Abgeordneten Andreas Mölzer gegenüber der Kleinen Zeitung, der Zweifel an der Regierungsfähigkeit der FPÖ äußerte. Er stelle sich Frage: "Ist die FPÖ tatsächlich nicht regierungsfähig, bin ich am Ende seit Jahrzehnten in der falschen Partei?", so Mölzer.

Gerüchten zufolge ist eine Interimslösung mit Hofer und einem späteren Wechsel zu Kickl möglich. Eine Trennung der Positionen Parteichef und Spitzenkandidat für die Nationalratswahl soll auch im Gespräch sein.

Kommentare (53)

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paulrandig
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Ich mache diesen Vorschlag immer wieder:

Manchen Subjekten sollte man ein schönes kleines Häuserl mit Garten anbieten, einen Liegestuhl und drei Mahlzeiten am Tag, unter der Bedingung, dass sie nie wieder öffentlich ihren Mund aufmachen, etwas posten oder auch nur eine einzige Funktion irgendwo erfüllen.
Das käme uns sehr billig, denn die Alternative, der Schaden, den solche Personen anrichten, ist um viele Zehnerpotenzen schlimmer. Im Endeffekt käme uns das allen zugute.

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H260345H
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DASS alle FPÖ-Minister gehen wollen,

ist wohl die POSITIVSTE Leistung dieser verlogenen Gesellschaft!
Dann kann man sehr berechtigt ausrufen: "ÖSTERREICH IST FREI!"

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Patriot
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Die Funktionärsriege der FPÖ

ist nichts anderes als ein verlogener und versauter Haufen, der Österreich in eine Diktatur verwandeln möchte! Zur Verantwortung zu ziehen sind vor allem auch jene, die diese Kreaturen gewählt haben!

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paulrandig
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Patriot

Diese Wähler sind eh schon bestraft. Blöd nur, dass sie es erstens nicht wissen und zweitens wir anderen auch alle mitbestraft sind.
Es gibt nur einen Ausweg: Informieren, informieren, informieren!
Reden wir mit Freunden, Familienmitgliedern, Fremden, bilden wir uns über politische, psychologische und gesellschaftliche Mechanismen, schauen wir, wie unsere Politik tickt und reden wir unaufgeregt, recherchiert und seriös darüber.
Bewegen wir Leute, die uns vernünftig erscheinen, wählen zu gehen, nicht zu resignieren und notfalls lieber das kleinere Übel als gar nicht zu wählen!
Jeder von uns kann etwas tun! Am besten gleich heute!

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jg4186
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Mölzer: Ist FPÖ nicht regierungsfähig

Erstmals stimme ich Andreas Mölzer zu: Diese FPÖ ist regierungsunfähig - und ! und nicht ?
Strache und Gudenus sind schon weg, andere sollten folgen. Wenn ich mir vorstelle, Kickl ist im Gespräch als neuer ... mir wird schlecht.
Jetzt erste recht - nie mehr Regierungsverantwortung für diese Partei, für diese Leute.

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Felicia
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Wie immer ...

.... sind alle anderen Schuld.
Sollen sie doch alle gehen und am Besten nie wiederkommen.

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calcit
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Wenn das alles stimmt was noch in diesem Video von Strache über andere gesagt haben soll...

...dann ist das zutiefst widerlich! Dann sollte er in Zukunft am Besten seinen Mund halten...

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jbkk
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...

... der Landbauer! Ich hau mi ab!

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joker1234
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Und jetzt präsentiert

Strache endgültig seinen Größenwahn.

Wenn er denkt, dass ER da irgendwie weitermachen kann, dann war Knittelfeld ein Kindergeburtstag und die FPÖ fliegt aus dem Parlament.

Hoffentlich versteht er rechtzeitig, dass er gehen MUSS um die Partei irgendwie zu retten. In der Opposition könnte sonst ein Vakuum entstehen, sofern sich nach der Wahl eine Koalition mit SPÖ/NEOS/Jetzt (oder Grün, eine der beiden wirds schaffen, beide glaub ich nicht) ausgeht.
Gibt es nach der Wahl nur mehr türkis auf der Oppositionsseite, wär das ein großer Verlust.
Das einzig schlimmere Szenario wär eine absolute für Basti. Das kann nur passieren, wenn sich alle anderen Parteien im Wahlkampf eingraben.
Denn ganz ehrlich, unser Geilomobil-Messias ist allein NICHT regierungsfähig.

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schadstoffarm
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?

will der Strache für die FPÖ die Wahlkampfspenden organisieren ?

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tomtitan
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Manchen müsste man den Facebook-Account

einfach wegnehmen...

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4789fbc7d1e029ab81516d39fee5f783
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Jetzt erst recht

Ich zweifle ernsthaft an der seelischen Gesundheit dieses Mannes. So reagiert doch kein "normaler" Mensch.

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mobile49
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er gibt ja auch dem Video die Schuld an seinem Betrug an seiner Frau

Er war ja immer "unschuldig " , dass ich nicht........ nein ich kann nicht einmal mehr lachen

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H260345H
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Philippa

wird das wohl schon gewöhnt sein, denn so wie er alle DEMOKRATEN belogen und betrogen hat, so wird es wohl auch wo anders geschehen sein - STRACHES Charakter ist eben SO!

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duesentrieb1
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Die gesamte FPÖ

Und ich meine die gesamte, gehört sofort ins Ausreisezentrum. Es wird euch keiner vermissen. Schlage vor, dass es diese Partei überhaupt nicht mehr geben darf. Wegen Landesverrat.

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Civium
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Joschi fahr den

Wagen vor, es wird Zeit für uns gehn!

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Civium
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Bitte geht's!!!

Es wird euch niemand vermissen, es muss eine unabhängige Aufklärung geben.
Kein vernünftiger Gärtner holt sich einen Bock in seinen Garten!

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janoschfreak
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Gemma, gemma

Burschen und Madln, schaut‘s, dass ihr weiterkommt.
Bevor es in die Versenkung geht, noch einmal bei der Haider Gedenkstätte vorbeischauen. Er hat Leuten, wie euch, die Tür aufgemacht.

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cathesianus
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Bittebitte...

... tuat's uns den Gfolln!!

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archiv
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Die FPÖ-Minister wollen gemeinsam gehen ....

.. hoffentlich.

Danke, danke, danke ...

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Paddington
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weiterer Akt der Selbstüberschätzung

... .und worin soll der Schaden bestehen, wenn die FPÖ-Minister geschlossen das Weite suchen?

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Irgendeiner
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Dann hama nur noch

türkise Mannschaft zur Volksbelustigung, fast das halbe Kabarett ist weg.

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bietnix
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Gestehen sie die Schande ein

Wer Landesverrat bespricht sollte froh sein, nicht vor Gericht zu landen. Wer den jetzt noch verteidigt, ist wirklich nicht mehr bei Trost...

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Planck
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*lol* Jetzt erst recht?

Jetzt erst recht was?
Sitzma im Bunker und warten auf den Endsieg oder wie?

Der Typ ist echt noch durchgeknallter, als ich angenommen hatte. Und auch hier liegt die Latte tiefgaragenmäßgtief tief *ggg

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spwolfg
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Wie erwartet

Trotz Mega- Skandal reißen sie weiter ihre Goschn auf. Strache und Wien... allein der Gedanke ist schon eine Riesensauerei!!!

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styriafoto
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unpackbar

der hat komplett den Bezug zur Realität verloren. Normaler Weise sagt man "Hochmut kommt vor dem Fall" - bei Strache folgt Hochmut auf den Fall - denke so ein Verhalten ist bisher beispiellos in der österreichischen Politik.

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