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Empörung ist großEklat um Aussage von FPÖ-Mandatarin im Vorarlberger Landtag

Laut der FPÖ-Abgeordneten Cornelia Michalke sei die FPÖ "toleranter mit der Vergangenheit".

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© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Eine Aussage der FPÖ-Abgeordneten Cornelia Michalke im Vorarlberger Landtag hat für Aufregung gesorgt. Sie erklärte am späten Mittwochnachmittag während der teils hitzig geführten Debatte über die neue Mindestsicherung, die FPÖ sei "toleranter mit der Vergangenheit". Das legten ihr SPÖ und Grüne als Anstreifen an die NS-Zeit aus. Michalke fühlte sich missverstanden und entschuldigte sich.

"Nur weil wir andere Worte vielleicht verwenden oder - ich sag's jetzt genauso wie's ist - toleranter sind mit der Vergangenheit oder des politischen Hintergrunds wie ihr seid, das heißt nicht, dass es besser ist", so die FPÖ-Mandatarin wörtlich in Richtung der SPÖ-Abgeordneten Gabriele Sprickler-Falschlunger. Diese hatte sich zuvor über "braune Postings" mokiert und dabei laut Michalke in Richtung der FPÖ-Fraktion geblickt, was sich die ehemalige Bundesrätin verbat.

"Eklat der Sonderklasse"

Der Grün-Abgeordnete Daniel Zadra bezeichnete die Aussage der FPÖ-Mandatarin als "Eklat der Sonderklasse". "Anton Reinthaller war NSDAP-Minister, war der erste Bundesparteiobmann der FPÖ. Und Sie wollen toleranter mit ihrer Geschichte, der Vergangenheit und dem politischen Hintergrund umgehen", so Zadra und forderte eine Distanzierung. Das könne man so nicht stehenlassen.

Auch Sprickler-Falschlunger empörte sich. "Alle nur annähernden Berührungen mit dieser Zeit , alles, was das kleinredet, ist derart widerlich, abstoßend und menschenverachtend", so die Sozialdemokratin. Michalkes Aussage lasse keinerlei Interpretation zu. Sie warf der FPÖ eine Kontinuität in Hinblick auf die NSDAP vor. "Sie haben das nicht so gemeint, wir distanzieren uns. Wir gehören ja alle nicht dieser Partei an - ihr gehört alle dieser Partei an", erklärte die SPÖ-Abgeordnete in einer emotionalen Wortmeldung. Für diese Vergangenheit gebe es "null Toleranz".

Missverständnis

Michalke fühlte sich missverstanden. Wenn ihre Aussage so verstanden werde, "distanziere ich mich selber von meiner Wortmeldung". Ihre Toleranz habe sie in Bezug auf die Wortwahl verstanden, "die wir in Eure Richtung nicht so verwenden", meinte sie in Hinblick auf den Vorwurf "brauner Postings". Sie erklärte: "Ich entschuldige mich, sollte ich es so geäußert haben, dass es so verstanden werden hätte können".

Landtagspräsident Harald Sonderegger sagte dazu, er habe die Rechtfertigung Michalkes in ihrem Sinne verstanden, sonst hätte er ebenfalls eingegriffen. "Aber man kann Dinge mitunter unterschiedlich verstehen", so Sonderegger.

Kommentare (25)

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leserderzeiten
1
7
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Die unendliche Geschichte...

Fortsetzung folgt, mit Sicherheit.

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AIRAM123
8
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Brauner Dünnpfiff

Jeden Tag- solang bis es allen Wurscht ist .... auch eine Strategie

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fercheralbin
38
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Ja wenn man sich die Mühe macht...

...den Beitrag zu lesen und den dann auch Sinngemäß versteht, kann man deutlich erkennen, wie die gesammten Linken Stimmungsmacher alle gebündelten Kräfte mobilisiert um der FPÖ mit ihrem Müll zu bewerfen und alle Energie verwenden und uns FPÖ Freunde und Wähler ins Nazieck zu drücken!! Ich bin ein österr. Patriot und fühle mich von der FPÖ als einzige Partei bestens vertreten und ich lass mich dafür von den Linken nicht in die Naziecke einreihen und wenn jemand es glaubt,tun zu müssen,dann ist das seine
Meinung,welche mich auch nicht juckt!!

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hbratschi
4
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lieber aundf,...

...die partie der einzelfälle braucht niemand mit müll bewerfen, das machen die schon selbst. und das täglich. aber wenn dir das gefällt, dann ist es gut. oder auch nicht...

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klaus.lukas
7
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fercheralbin

FPÖ und braune Rülpser sind Tatsache. Das Eine braucht das Andere.

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Windschatten
34
9
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Eklat der Sonderklasse

Künstliche Aufregung.
Liebe linke Gutmenschen. Schafft einfach die deutsche Sprache ab. Dann gibt es auch keine Erinnerung an dunkle Zeiten!

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mapem
4
8
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Verdammt, diese …

Ponyhofer „Chalk-Eating-App“ ist einfach nicht kompatibel, wennst im Boot-Sektor das alte Windows 33 laufen hast …

Immer wieder haut´s die App raus – und dann sieht man das, was eben da ist: unendlich viel Toleranz …

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DavidgegenGoliath
15
10
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Liebe Parteien, hört endlich auf immer in der Vergangenheit herumzukramen,

sonst werdet ihr nie in der Lage sein für die Zukunft gute Politik zu machen.
Die Vergangenheit ist vorbei, und sie wird auch nie wieder kommen!
Arbeitet zukunftsorientiert und nicht rückwärtsgewandt, um das Beste für unser Land zu erreichen!

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UHBP
4
9
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@david

Dass du dich einmal so gegen die FPÖ und rechten Parteien stellst hätte ich nicht gedacht.
Der Bericht der FPÖ über ihre Na ci Vergangenheit würde mich aber schon interessieren.

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marobeda
8
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Mich nerven sowohl die,

die bewußt oder unbewußt irgendwelchen Blödsinn hervorwürgen, als auch jene, die mit lautem Gebrüll den Untergang der Republik aus der Glaskugel lesen.

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fans61
20
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Es ist wie es ist: braune Rülpser da und dort - FPÖ

eben.
Entweder sind diese blau-braunen Politiker naiv oder berechnend.

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lieschenmueller
14
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Die FPÖ ist lediglich tolerant zu ihren ständigen "Einzelfällen"

Meint die Frau es in Bezug auf eine furchtbare Vergangenheit in unserem Land - das damals einen anderen Namen hatte, aber auch einen gewissen Typ Mensch inne hatte, der sich anscheinend nie verändert - dann muss man das Wort Toleranz neu erfinden! Was aber nicht geht.

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Legu
5
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Liebes Lieschen,

das ganze Gerülpse und Gestinke zieht sich doch schon über ( 7) Jahrzehnte,
ist ja die ganze braune " Bagage " Ende des Krieges und Neugründung unserer Repuplik in sämtliche öffentliche Ämter gesetzt worden ohne Reflexion...( die Liste wäre sehhhhhhhr lang !)
Die ständigen " Einzelfälle " sind das Ergebnis heute, von damaliger Nichtaufarbeitung.
Wir DÜRFEN wählen, dass sollten wir auch tun-egal auf welcher Ebene !

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Irgendeiner
21
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Ach Werteste,

wir haben ein Kanzlergenie das das schon erledigt hat,Toleranz ist nicht mehr daß man einer kleiner Parteigängerin in Tirol nicht den Mund verbietet,Toleranz ist wenn mir ein Humptata mit Krickerln auf einer privaten Feier vorschreiben kann daß ich sein Gedöhns zu spielen habe, um es mit Kraus zu sagen, anders als sonst in Gehirnen malt sich in diesem die Welt.

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lieschenmueller
4
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@Irgendeiner

Gott sei Dank bin ich kein Feiertyp.

Wenn der "Künstler" jetzt zum Pflichtprogramm gehört, das der Veranstalter zu bezahlen hat, dann wünschte ich mir zum nächsten Runden lieber einen Tag im schönen Ort Hof im Winkel :-)

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Reipsi
38
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Die ganzen SPÖler

in Vorarlberg zusammen gerufen um Kommentare ab zu geben ?

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mapem
3
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Und was haben sie ...

zusammen gerufen, die SPÖler, Risibisi?

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lieschenmueller
11
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@Reipsi - ?

Mit meinem sind es momentan 10 Kommentare. Sie lese ich hier öfter und außer 1 Nickname ist mir jeder schon mal erinnerlich untergekommen. Ganz so westlich angesiedelt hätte ich die Leute dahinter nicht vermutet. Noch dazu mit Parteizugehörigkeit.

Jaja, Vorarlberg, bischt zwar als Land ein Zwerg, klein aber oho, holodrio ........... ;-))

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UHBP
17
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Internes Memo von Kurz an die Partei

Die Aussage ist sachlich unrichtig und deshalb haben wir kein Problem damit.
Weiter Vorgangsweise: schweigen

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Nemesis10
29
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Mir bleibt nur mehr zu sagen:

"Wer rechts wählt hot an Vollklescha!"

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satiricus
19
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Der tägliche Einzelfall ....

... ist wie üblich wieder einmal "nur ein Missverständnis".

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Kapazundo
21
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Irre oder?

Die ÖVP reagiert nur noch auf die FPÖ und agiert nicht mehr. Der Landtagspräsident Harald Sonderegger (ÖVP) hat alles Verstanden, was die FPÖ so sagt. Aber es gab keinen Grund einzugreifen. Erst wenn die ÖVP aus dem Schlaf gerissen wird, tun sich die FPÖler wenn es auch sein muss, von sich selbst distanzieren. Ich glaube das endet noch in Schizophrenie, eine Person sagt was und die gleiche distanziert sich und der Aussage, won sich selber. Aaaahhhh?

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bmn_kleine
16
43
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Re

Die gesamte Regierung ist mittlerweile fast nur noch mit den diversen Einzelfällen beschäftigt.
Jetzt ist es noch so, dass sich die FP irgendwann von ihren Einzelfällen distanziert. Aber die Intensität und Frequenz dieser Einzelfälle nimmt zu und wahrscheinlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die FP nicht einmal mehr distanziert.

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Bertl1970
8
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Kommentar

Wie schaut es da beim Kommentar von Böhmermann aus (er ja ja grundsätzlich von 8 Mio Einwohnern gesprochen) oder auch von der Angelegenheit mit einem niederösterreichischen Politiker zum BVT Ausschuss-Schweigen im Walde ?

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tomtitan
3
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"Aber man kann Dinge mitunter unterschiedlich verstehen"

wenn man so will...

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