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SteuerreformKurz und Strache: "Greifen 13. und 14. Monatsgehalt nicht an"

Um Ostern herum steht die Steuerreform. Kanzler und Vizekanzler versichern jetzt, dass das 13 und 14. Monatsgehalt nicht besteuert wird. Die Streichung des Privilegs war ohnehin nie geplant.

Kurz und Strache: das 13 und 14. Monatsgehalt bleibt STRACHE
Kurz und Strache: das 13 und 14. Monatsgehalt bleibt © APA/ROLAND SCHLAGER
 

Um Ostern ist es so weit. Dann wird die türkis-blaue Koalition die Details der geplanten Steuerreform bekannt geben. Die Eckpunkte der mehrstufigen Steuerentlastung sind ohnehin bekannt. Kanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Heinz-Christian Strache versichern nun, dass die von ganz wenigen Experten angedachte Besteuerung des 13. und 14. Monatsgehalts nicht kommt.

„Die Experten meinen es mit der arbeitenden Bevölkerung nicht gut“, so Kurz zur Kleine Zeitung. „Die Regierung ist angetreten, um die Menschen zu entlasten. Das Urlaubsgeld und das Weihnachtsgeld wird nicht angegriffen und bleibt in der jetzigen Form erhalten.“ Und: „Unter meiner Kanzlerschaft werden wir sicher nicht den Menschen ihr hart erarbeitetes Geld aus den Taschen ziehen.“

Ähnlich Strache. „Sehr viele Menschen brauchen diesen Gehaltsbonus, um dringend notwendige Anschaffungen oder ein klein wenig Luxus finanzieren zu können. Mit der FPÖ in der Regierung bleiben das 13. Und 14. Gehalt gesichert. Das garantiere ich mit meinem Wort.“

Die steuerliche Privilegierung des 13. und 14. Monatsgehalts gehört zum österreichischen Inventar wie die Mozartkugeln oder die Lippizaner. Keine Regierung hat jemals ernsthaft die Abschaffung der Begünstigung erwogen. So gesehen ist es auch ein Versuch, den Fokus weg von den internen Verwicklungen um die Abgrenzung zu den Identitären zu bekommen.

Erste Entlastung ab Jänner 2020

Bekannt ist bereits, dass die Steuern bis 2022 um 4,5 Milliarde Euro sinken sollen. Der erste, für Jänner 2020 geplante Schritt kostet eine Milliarde Euro, 2021 wird die Lohnsteuer, 2022 die Unternehmenssteuer gesenkt.Im ersten Schritt sollen die Krankenversicherungsbeiträge für Geringverdiener um 700 Millionen sinken. Außerdem sind weitere kleinere Maßnahmen im Ausmaß von 300 Millionen geplant, unter anderem ein höheres Werbekostenpauschale sowie erleichterte Steuerpauschalierungen für Kleinunternehmer. Als solcher gewertet wird man künftig bis zueinem Jahresumsatz von 35.000 Euro (bisher 30.000).

Kommentare (82)

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Lupoo
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Jaja und

eine FP-Expertin hat nie und nimmer Geld von der Tabakindustrie genommen - lächerlich ist da noch eine freundliche Ausdrucksweise.

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Bluebiru
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Es fängt schon wieder so an, wie beim Karfreitag

Ich habe das "es wird niemand etwas verlieren" noch so laut im Ohr und habe mir gerade für den Karfreitag als meinen "persönlichen Feiertag" Urlaub angemeldet, um den Gottesdienst besuchen zu können.

Bin schon gespannt, wie die Sauerei beim 13. umd 14. aussehen wird.

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Gedankenspiele
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@Bluebiru

Vielleicht bekommen Leute, deren Gehalt eine gewisse Schwelle übersteigt steuerliche Vorteile beim 13. und 14. Gehalt. Das wäre zumindest konsistent im Vergleich zum Kinderbonus.

Das wäre eigentlich gar kein so schlechter Witz. Schade dass das tatsächlich Realität ist bzw. das andere noch Realität werden könnte.

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schteirischprovessa
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Dass die Besteuerung des 13. und 14. Monatsgehalt

sozial ist, glauben auch nur die Dummen und jene die nicht rechnen können. Mancher Manager oder Bankdirektor bekommt zum ermäßigten Steuersatz bedeutend mehr als der Großteil der Bevölkerung das ganze Jahr verdient. Den Steuersatz entsprechend senken und dafür 13. und 14. voll besteuern würde Klein- und Mittelverdiener netto mehr bringen. Aber heilige Kühe werden halt nicht geschlachtet.

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Lupoo
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Kleinverdiener oder auch

Mittelverdiener sind gegenüber den Großverdienern im Nachteil, da Großverdiener immer jeden Steuervorteil bekommen und auch nützen. Wer wenig Steuern zahlt ( oder gar keine ) ist der Angesch... , da er dadurch auch nix bekommen kann.

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Apulio
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Sowie im Sport:

Wenn der Präsident, Obmann usw. sagt der Trainer hat unser Vertrauen ist der Trainer bald danach weg.

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Apulio
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@ronin1234:

In den vorherigen Regierungen war auch der jetzige BK 7 Jahre dabei.

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ronin1234
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Reaktion

Wozu auch? Die vorherigen regierungen haben schon vor langem beim 13. Und 14. zugegriffen.

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mapem
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Irgendeiner
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.

Yep!

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Feja
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Danke mapem

Und ich dachte schon mit der Zeitumstellung wird auch der Sonnenaufgang abgeschaffen.
Ein Halleluja unserem Messias, dass er uns davor bewahrt.

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levis555
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Wenn diese beiden versprechen, dass der 13. und 14. nicht angegriffen werden,

dann ist es höchste Zeit, sich darum Sorgen zu machen. Der Sager beweist, dass sie sich darum schon Gedanken gemacht haben. Beide haben in der Vergangenhei oft genug bewiesen, dass sie es eher mit Adenauer halten. „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“

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Civium
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Werden 13 und 14 nicht angreifen??

Dann müssen sie es auch nicht erwähnen, aber die Diskussion ist angestossen.
Das ist doch die Strategie dieser Regierung inszenieren und es wird sich schon von selber richten!!!
Glaube dieser Bündnisregierung kein Wort mehr!!

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Balrog206
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Najo

Angestoßen wurde das Thema von den „ sogenannten Experten „ im Zuge der Diskussion über die Steuerreform !
Aber sie könnten in die Offensive gehen und den Gkk Beitrag vom 13-14 Gehalt streichen , oder die Lohnsteuer nochmals halbieren bzw streichen ! Würde alle Gehaltsempfänger treffen !

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SoundofThunder
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Der KurzIV Think Tank denkt da Folgendermaßen:

Die Denkfabrik Agenda Austria (der auch KurzIV angehört) hat ein Volumen von 8 Milliarden Euro errechnet das notwendig wäre um Österreich bei den Abgaben auf den Faktor Arbeit ungefähr an den Durchschnitt in der Eurozone heranzubringen. Standard

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Lodengrün
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Ventilieren

eine Sache die tabu ist. Wenn wir so viel einsparen, wir schwarze Zahlen schreiben. Ja das ist pure Ablenkung mit einer Drohgebärde. Schaut wie toll wir sind. Die FOÖ hat keinen Genierer 3,4 Millionen für die Wahl nachzufordern. Und bei der Anstellung eigener Leute und auch sonstiger Gelüste steht kein Sparen an.

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helmutmayr
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Und warum greifen Sie es nicht an ?

das Steuerprivilig des 13. und 14. Gehaltes mit einem fixen Steuersatz von rund 6 % bringt gerade den gut verdienenden am meisten. Damit würden gerade die Politiker die Draufzahler sein.
Gerecht wäre es, das dahingehend zu ändern, dass der Betrag jenen zu Gute käme, die am wenigsten verdienen.
Was nützt die Besteuerung zum fixen Satz jenen die sehr wenig verdienen ?
Sie sind einfach nur Populisten. Zugegeben eloquent aber nichts außer Machtstreben in der Birne.

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SoundofThunder
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Ja,so Denkt die Regierung:

Wer nicht viel verdient leistet nichts und braucht kein Geld.Wer ein Jahreseinkommen von bis zu 17640€ Brutto verdient bekommt sage und schreibe 10,47€ Brutto im Jahr zurück.

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Balrog206
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Sound

Was willst zurückbekommen bei dem Gehalt !? Sicher könnte man einen Besserverdiener zur andauernden Melkkuh machen ( eigentlich sowieso schon ) , aber sie bezahlen von ihrem Gehalt auch die höchsten Abgaben ( steuern ) oder etwa nicht , und ein schlechtes Gewissen sollen sie eurer Meinung am besten auch noch haben !
Natürlich könnten sie zb auf die Kinderbeihilfe usw verzichten ,aber wo fängt man an und hört man auf ?
Ab welchem netto Einkommen ist man ein sogenannter
Besserverdiener 🤔

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mapem
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Eloquent ...

in welcher Hinsicht, Helmut?

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helmutmayr
0
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Eloquent

beim quatschen

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Irgendeiner
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Übrigens, abgesehen davon daß man hier seine soziale

Komponente ins Licht rücken kann indem man etwas nicht tut, das wahrscheinlich ohnehin einen Aufstand auslösen würde,ist das nur wieder das Versprechen, daß da niemandem was weggenommen wird.Wie das ausgeht wißts ja schon,man lacht.Wird aber nur ganz wenige betreffen,Euch.

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Gedankenspiele
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Auf Wiedersehen Identitären-Causa! Machs Gut!

Herzlich Willkommen 13. und 14. Gehalt!

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bmn_kleine
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Ich habe mich

sowieso schon gefragt, was das Ablenkungsmanöver für das Identitären-Thema sein wird.

Ich nehme an, die FPÖVP haben eine Liste der möglichen Themen schon längst zusammengestellt und je nachdem, welches Ablenkungsthema passend ist, wählen sie da aus. Ähnlich einer Speisekarte.

Und jetzt eben wieder mal 13./14. Gehalt.

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spwolfg
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Die sind einfach großartig!!!

Sie kürzen nicht was wir besitzen und verkaufen dies als Erfolg....Wahnsinn!

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Feja
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Sie haben ja auch gespart

Weil sie die Parteiförderung "nur" 5% erhöht haben.

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