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Ö1-Morgenjournal Identitäre: Haimbuchner versucht sich zu distanzieren

Der oberösterreichische FPÖ-Landesparteichef Manfred Haimbuchner geht auf Distanz zu den Identitären. Er stellt die Kündigung des Mietvertrags für das Identitären-Zentrum in Linz in den Raum und fordert einen Parteimitarbeiter auf, seine Anteile an der rechtsextremen Zeitschrift „Info-direkt“ abzugeben.

PK FPOe ZUM THEMA 'LINZER DOPPELMORD': HAIMBUCHNER
Manfred Haimbuchner © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Linz und die dortigen Freiheitlichen waren zuletzt im Brennpunkt der Diskussion über die Nähe der FPÖ zur rechtsextremen Identitären Bewegung.

Diese Diskussion spaltet die sonst auf kontrollierte Kommunikation bedachte ÖVP-FPÖ-Koalition, der Ton zwischen Kanzler und Vizekanzler ist ungewohnt rau geworden.

Vor dem Landesparteitag der Freiheitlichen am Samstag sendet Manfred Haimbuchner, Chef der FPÖ-Oberösterreich und stellvertretender Landeshauptmann,  im Interview mit dem Ö1-Morgenjournal Signale der Entspannung: Er stellt die Kündigung des Mietvertrags für das Identitären-Zentrum in Linz in den Raum und fordert einen Parteimitarbeiter auf, seine Anteile an der rechtsextremen Zeitschrift „Info-direkt“ abzugeben. Eine Distanzierung von den Identitären und auch eine Nachschärfung des Parteivorstandsbeschlusses dazu hält Haimbuchner für nicht notwendig.

"Ich habe keinen Grund, mich groß von allem Möglichen zu distanzieren, weil ich keine Gemeinsamkeiten habe", sagte Haimbuchner im Ö1-Morgenjournal.

Haimbuchner sagte in den "Oberösterreichischen Nachrichten" am Freitag, dass seit einem Parteibeschluss im Februar 2018 kein Mitglied der FPÖ Oberösterreich Mitglied bei den Identitären sein bzw. dort aktiv sein dürfe. Gleichzeitig warnt er vor "Vorverurteilungen". Die Bürgerrechte müssten für alle gelten, auch wenn einem eine Meinung nicht passe.

 

Kommentare (26)

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Geerdeter Steirer
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Die immer gleiche Verzögerei und Hinausrederei,

dieser braune Sumpf gehört schlicht und einfach ausgetrocknet und jene Personen welche in der Regierung oder in der Politik mit solcher DNA tätig sind gehören fristlos eliminiert.

Sie spalten das Volk, wann erkennen viele das endlich, wenn es beim Popo brennt ist es zu spät !

umo10
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Gesetzesänderung

Man sollte die Identitären, Neona, usw. gleich stellen mit Pornographie: Mitglied und Zuttitt in Vereinsräume erst ab 18 Jahre.

Mein Graz
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@umo10

Nein. Man sollte sie einfach verbieten, manche sind mit 18 Jahren noch nicht reif genug (oder auch einfach zu dumm) um zu erkennen, wohin das führt.
Und manche tragen dieses abscheuliche braune Gedankengut stolz ihr ganzes Leben mit sich herum und geben es weiter und impfen junge Menschen damit.

schteirischprovessa
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Einen Parteimitarbeiter, der bei einer rechtsextremen

Zeitschrift beteiligt ist, fordert man nicht auf, sich von diesen Anteilen zu trennen sondern man kündigt ihn. Fristlos entlassen wird wohl nicht gehen, eine Entlassung würde er wohl beeinspruchen, möglicherweise sogar mit Unterstützung der AK, und vor dem Arbeitsgericht Recht bekommen.

voit60
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wie soll das gehen,

man kann sich doch nicht von der eigenen DNA distanzieren.

create
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Distanzierung/ Nachschärfung ist also sMn nicht notwendig?

Warum dann das "in den Raum stellen" einer Kündigung des Mietvertrages? (wobei ein "in den Raum stellen" ja noch nix heißt!)
Distanzierung, Einsicht, Kurswechsel,.. sieht anders aus. Jetzt pressierts halt, ein bissl was muss man in den Raum stellen, um das Bild für die Zweifler wieder ein bissl grad zu rücken.

Irgendeiner
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Naja, Haimbucher wartet schon lange auf die

Post-Strache-Ära,der hat sich immer Abweichungen erlaubt,aber er ist nur geschickter als die Truppe die was wie Vilimsky und Gudenus für amtsfähig hält,nicht besser.Ist aber im Grunde dasselbe mit ein bißchen mehr Langfriststrategie.Und wer sich nicht überall fest anklammert macht nicht dauernd Plumps wenn es reißt.

bmn_kleine
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Die soziale Heimatpartei

Wenn man in "soziale Heimatpartei" das Wort "Heimat" mit dem Wort "National" ersetzt und die Wortstellung etwas ändert, würde es besser passen.

Lodengrün
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Herrlich

sowohl Kurz, der uns täglich mit einem Foto und irgendwelchem Zeug die Ehre gibt, als auch Strache sind heute, nach dem Eklat von Eustacchio, komplett abgetaucht. Ihre PR Leute haben ihnen sicher den Rat gegeben ein paar Tage Gras darüber wachsen zu lassen. Das Bekenntnis ist da und da NICHTS dagegen unternommen wird wird es wohl Allgemeingut. Poco a poco werden wir dorthin gezogen wo man uns haben will.

Sepp57
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Diese

Schleimer sind unerträglich. Im Hintergrund distanzieren sie sich keineswegs von den "Wesensverwandten". Oder nimmt jemand wirklich an, Kickl, Rosenkranz, Gudenus nehmen Abstand von den Ultrarechten?
Das wäre naiv. Die Verbindungen bestehen (heimlich) weiter. Und dann haben wir ja noch das Thema "Burschenschaften"! Nicht alle, aber einige von denen sind rechtsextrem. Möchte gar nicht wissen, was und wie die da im Hinterzimmer nach vier Bier reden. Nimmt man davon Abstand?

SoundofThunder
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Die FPÖ‘ler können tun was sie wollen.

Es wird Ihnen keiner mehr glauben. Burschenschafter und Identitäre sind die Basis der FPÖ. Man hat ja bei den ganzen "Einzelfällen" gesehen wie die FPÖ das handhabt: Nach spätestens drei Monaten wird der "Reuige Sünder" wieder aufgenommen. Wie Landbauer.

lieschenmueller
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Ich bin so traurig und hoffnungslos,

und zwar für unser schönes Land.

Die Aufregung wird wieder verebben und dann laut geschrien "Ausländer", und schon passt es wieder in Richtung Zustimmung für solche Leute.

Mein Graz
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@lieschenmueller

Lieschen, den Mut nicht verlieren!
Wir werden uns weiter gegen diese Regierung und ihre Auswüchse aussprechen, weiter Kritik üben - und hoffen, dass wir Wirkung erzielen.

Wenn jeder hier nur einen einzigen Mitposter zum Nachdenken bringt haben wir viel erreicht.

lieschenmueller
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@Mein Graz

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Ich finde auch diese Forderungen - den Artikel kann ich nicht lesen - an diesen Hr. Eustacchio sinnlos. Falls er sich distanziert, ein Lippenbekenntnis, nicht mehr würde das sein.

Wer meint das denn Ernst von denen?

cleverstmk
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STS: es fangt genau so an....

Man braucht einen Kanzler, der kein Studium und keine Berufsausbildung zusammengebracht hat, einen Ha Tsche, der den Kanzler regiert und dann zeigen die Blaunen ihr wahres Gesicht.

voit60
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Wie kann man sich von was distanzieren

was man im Grunde genommen ist. So gesehen ist der unsympathische Germanen Mari Eustaccio ehrlich. Er versteckt seine Gesinnung wenigstens nicht. Schlimm ist die ÖVP, die mit der Rechtsaußentruppe eine Regierung bildet.

Planck
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Die Identitären

und der Kornblumenverein sind zwei Seiten derselben Münze.
Wovon wollen die Effen sich distanzieren? Von sich selber?

Und der Bringer von Milch und Honig ist sowieso der Beste. Auf einmal wacht er auf und merkt, was er da im Pelz hat.

Die alle können gar nicht anders, als euch zu verarschen. Die Frage ist, wann werdet ihr das merken?

diesekatze
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charakterstudie

der identitäre kasperl sellner klebt hakenkreuze auf eine synagoge und eustacchio findet nichts schlimmes am inhalt des identitären programms.

theoretisch, wenn man eier hätte, könnte man unter diesen umständen eine koaliton auflösen. aber mit wem kann der bgm sonst seine sündteuren projekte zu lasten der grazer problemlos durchsetzen. da muss man charakterlich schon sehr situationselastisch sein.

fersler
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es

ist wirklich interessant, wie es der BK Kunstfigur mit Hilfe seiner Vielzahl an Marketing Strategen gelingt, die Bevölkerung zu täuschen.

Das beste Beispiel ist ja jetzt die Diskussion zu den Identitären, die er ja jetzt massiv angreift und auch als 'widerlich' bezeichnet.

Der BK war Außenminister als Hr. Kickl in einem Vortrag die Identitären als 'Gleichgesinnte' umjubelte und sich als Bruder im Geiste vorstellte. Dieser Mann ist jetzt IM der Republik Österreich!!

Hr. Kurz ist mit seinen üblichen Stehsätzen zu diesem Thema daher völlig unglaubwürdig!!

Wie lange werden sich die Österreicher wohl noch an der Nase herum führen lassen?

diesekatze
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gabs nicht bei den jungen övp-studenten sowas wie einen anne-frank whatsapp skandal

die sind doch brüder im geiste.

fersler
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sorry

war für einen Kommentar zur Politikerumfrage gedacht; passt aber auch irgendwie dazu

mobile49
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netter

Versuch!!!!
Lachen ist gesund-ist das die neueste Gesundheitsvorsorge ?????
Die vergessen nur,dass einem das Lachen schon vergangen ist!

bmn_kleine
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Komisch

Jetzt plötzlich werden (fast) alle in der FP aktiv, wenn es um Abgrenzung zu den Identitären geht. Davor haben viele der Funktionäre und Anhänger zumindest mit den Identitären symphatisiert.

Was den Bundeskanzler Kurz und die VP betrifft: Die tun jetzt alle so, als wäre das eine riesengroße Überraschung, dass in der FP so viele mit rechtsextremen Gruppen zumindest symphatisieren (wenn nicht auch dabei aktiv sind). Das hat jede/r der/die sich halbwegs für Politik interessiert schon seit Jahren gewusst. Aber für die Türkisen war das kein Problem, als es darum gegangen ist, eine Koalition mit der FP zu machen, um den Kanzler zu bekommen.

Lodengrün
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Dieser Mann

nützt die Situation um sich ins Gespräch zu bringen. Er der Salvini zu Urlaub bei sich einlädt, kurz einmal nachdenkt den Krankenstand vom Urlaub abzuziehen ist keine Spur besser.

UHBP
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Haimbuchner sagte in den "Oberösterreichischen Nachrichten" am Freitag, dass seit einem Parteibeschluss im Februar 2018 kein Mitglied der FPÖ Oberösterreich Mitglied bei den Identitären sein bzw. dort aktiv sein dürfe.

Und was heißt in diesem Zusammenhang "aktiv" sein?
Vorträge vor Identitären halten?
Fahnen von Identitären bei Demonstrationen schwingen?
Gemeinsam in den Burschenschaften die alten Lieder singen?
Wohl kaum, sonst hätte die FPÖ einen gravierenden Mitgliederschwund.
Aber auch unser Bundesbasti nimmt es mit der Abgrenzung der Bundesregierung zu den Identitären nicht wirklich ernst und hat mit dem Innenminister Kickl, der selbst von Gleichgesinnten, wenn er die Identitäre meint, spricht.

mobile49
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aber es sind ja alle

kriminaltechnisch durchleuchtet!!!???
Leuchtet euch nix durch??