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Wahlen in SalzburgÖVP-Triumph - das Ende einer roten Hochburg

Politisches Erdbeben in der Mozartstadt: Erstmals seit dem Krieg geht die ÖVP in der Mozartstadt als klare Nummer eins aus einer Gemeinderatswahl hervor. Sie legte um 17,3 Prozent zu. Auch bei der Kür des Bürgermeisters hat die ÖVP die Nase vorn.

BÜRGERMEISTERWAHL IN SALZBURG: PREUNER, AUINGER, BERTHOLD
Gewinner und Verlierer: Preuner (ÖVP), Auinger (SPÖ) und Martina Berthold (Spitzenkandidatin der Bürgerliste) © (c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL)
 

Die Kommunalwahlen im Bundesland Salzburg haben am Sonntag einen Erdrutschsieg der ÖVP in der Landeshauptstadt und einen Ausbau der schwarzen Vormachtstellung in den Landgemeinden gebracht. In der Festspielstadt stieg die Volkspartei erstmals in der Nachkriegszeit zur stärksten Kraft auf und drehte die seit 1945 durchwegs rote Stadt. Das Rennen um den Bürgermeister ist aber noch nicht entschieden.

Bei der Wahl zum Bürgermeister waren acht Kandidaten angetreten, wie erwartet schaffte es neben dem amtierenden Stadtchef Harald Preuner (ÖVP) auch der sozialdemokratische Vizebürgermeister Bernhard Auinger ins Finale am 24. März. Preuner erreichte heute 41,3 Prozent, um 6,3 Prozentpunkte mehr als bei der Wahl im November 2017. Auinger kam nun auf 30,7 Prozent (2017: 31,9 Prozent).

Im Gemeinderat fuhr die Volkspartei heute mit 36,7 Prozent (plus 17,3 Prozentpunkte ) auch das prozentuell beste Ergebnis seit 1945 ein. Sie wird künftig 16 Mandate im 40-köpfigen Gemeinderat stellen (plus 8). Die SPÖ wird nur mehr mit elf Gemeinderäten (minus 4) im Stadtparlament vertreten sein, die grüne Bürgerliste verteidigte Rang drei mit weiterhin sechs Mandataren. Die FPÖ überholte trotz Minus die NEOS, die Ein-Mann-Fraktion "Bürger für Salzburg" konnte ihr einziges Mandat halten, neu in den Gemeinderat einziehen wird das Wahlbündnis KPÖ Plus mit einem Mandat.

Die fünfköpfige "Stadtregierung" wird künftig von drei Parteien beschickt: ÖVP und SPÖ stellen je zwei Mitglieder, die Bürgerliste eines. Für die Volkspartei werden dies Preuner und die frühere NEOS-Stadträtin Barbara Unterkofler sein, die nun Vizebürgermeisterin wird, für die Sozialdemokraten Bernhard Auinger und die bisherige Vbgm. Anja Hagenauer, die Stadträtin wird. Und für die grüne Bürgerliste wird Spitzenkandidatin Martina Berthold Stadträtin, womit das Kollegium erstmals über eine weibliche Mehrheit verfügen wird.

ÖVP baut im Land Vormachtstellung aus

Landesweit konnte die Volkspartei am Sonntag ihre Vormachtstellung auf kommunaler Ebene weiter ausbauen. Die ÖVP legte um 4,7 Prozentpunkte auf 47,5 Prozent aller heute abgegebenen gültigen Stimmen zu. Noch deutlicher als beim Stimmenanteil fiel für die Schwarzen das Ergebnis bei den Mandaten aus: Von den insgesamt 2.134 Sitzen in den Gemeindestuben entfielen 1.153 auf die Volkspartei, was einem Plus von 75 Sitzen entspricht.

Die SPÖ blieb mit 27,6 Prozent zwar klar zweitstärkste Kraft, musste aber sowohl an Stimmen (minus 0,9 Prozentpunkte) als auch an Mandaten (minus 13) einbüßen. Rang drei nimmt weiterhin die FPÖ ein. Mit 10,1 Prozent der Stimmen und 213 Sitzen musste aber auch sie Rückgänge (minus 2,2 Prozentpunkte bzw. 39 Mandate) hinnehmen. Die Grünen verteidigten Rang vier, aber auch für sie gab es mit 7,5 Prozent (minus 0,5 Prozentpunkte) bzw. 86 Mandaten (minus 17) Einbußen. Die NEOS, die nur in fünf Gemeinden angetreten waren, kamen landesweit auf 8 Mandate. Auf Namenslisten oder sonstige Parteien entfielen 6,0 Prozent oder 119 Mandate (ein Plus von 14 Sitzen).

In elf der 119 Salzburger Gemeinden wird das Rennen um den Bürgermeistersessel erst in einer Stichwahl am 24. März entschieden, darunter in der Landeshauptstadt. Ansonsten spricht das Ergebnis vom Sonntag eine klare Sprache. Mit vorerst 90 Ortschefs bleibt die ÖVP klar "Bürgermeisterpartei", zumindest 13 Gemeinden werden nach dem heutigen Wahltag von SPÖ-Bürgermeistern geführt. Die Wahlbeteiligung sank von 64,8 (2014) auf nunmehr 63,1 Prozent. 

Erstmals FPÖ-Bürgermeister

In vier weiteren Gemeinden wurden heute Kandidaten von Namenslisten Ortschefs. In Mittersill ist etwa Wolfgang Viertler zum vierten Mal in Folge als Bürgermeister gewählt worden. In Untertauern konnte der 2018 aus der SPÖ ausgetretene Johann Habersatter sein Amt verteidigen. Auch in Thomatal und Anif siegten Namenslisten. Die FPÖ stellt mit dem Nationalratsabgeordneten Christian Pewny erstmals seit 2004 wieder einen Bürgermeister im Land - und zwar in Radstadt, wo er der einzige Kandidat war.

In neun Gemeinden wird es in zwei Wochen zur Stichwahl zwischen ÖVP und SPÖ kommen. Und zwar sind das die Stadt Salzburg, Hallein, Seekirchen, Oberndorf, Zell am See, Elsbethen, Mattsee, Bad Hofgastein und Oberalm. In einer Gemeinde - in St. Johann im Pongau - wird sich die ÖVP mit einem blauen Kandidaten duellieren. Und in Straßwalchen geht eine sozialdemokratische Kandidatin gegen eine Bewerberin einer Namensliste ins Rennen.

Mindestens acht Bürgermeisterinnen

Eine leichte Verbesserung hat die Wahl zwei Tage nach dem Weltfrauentag bei der Zahl der Bürgermeisterinnen gebracht. Nach dem ersten Wahlgang werden acht der 119 Gemeinden fix von einer Frau regiert werden: In Stuhlfelden (Sonja Ottenbacher; ÖVP), Lend (Michaela Höfelsauer; SPÖ), Anif (Gabriella Gehmacher Leitner; Liste KRÜ) und Lamprechtshausen (Andrea Pabinger, ÖVP) bleiben die bisherigen Ortschefinnen im Amt, in Nußdorf am Haunsberg wird Waltraud Brandstetter (ÖVP) erstmals Bürgermeisterin, in Mühlbach Anna Reitinger (ÖVP) und in Bruck Barbara Huber (ÖVP). In Straßwalchen ist die Entscheidung noch nicht gefallen, aber es stehen zwei Kandidatinnen in der Stichwahl.

Zudem könnte in zwei Wochen noch eine weitere Frau zum Gemeindeoberhaupt aufsteigen, und zwar in Oberndorf. Mit zuletzt fünf Ortschefinnen lag das Bundesland mit seinen 119 Gemeinden im Österreichvergleich am letzten Platz.

96,4 Prozent in Plainfeld

Den stärksten Zuspruch für einen ÖVP-Kandidaten gab es am Sonntag mit 96,4 Prozent in Plainfeld im Salzburger Flachgau, hier allerdings ohne einen Gegenkandidaten. Zieht man Konkurrenten mit in Betracht, konnte sich in St. Michael im Lungau Manfred Sampl (ÖVP) mit 92,1 Prozent gegen seinen FPÖ-Herausforderer durchsetzen.

In der roten Hochburg Schwarzach im Pongau trat SPÖ-Bürgermeister Andreas Haitzer anders als vor fünf Jahren ohne Gegenkandidaten an. Er erhielt 94,2 Prozent der Stimmen. Den besten Wert mit Konkurrenten erreichte Peter Loitfellner in Rauris, er setzte sich mit 85,0 Prozent gegen seinen schwarzen Mitbewerber durch.

 

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Danke für Ihr Verständnis.

UHBP
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Zwei FPÖ-Abgeordnete in NS-verherrlichender Facebook-Gruppe

"So sind Edith Mühlberghuber und Peter Gerstner Mitglieder der Facebook-Gruppe "Deutsches Reich", in der antisemitische, revisionistische und den Nationalsozialismus verherrlichende Inhalte geteilt werden. In der Gruppe finden sich etwa Beiträge, die den Holocaust leugnen ("Kein einziger Jude ist durch eine Tötungs-Gaskammer umgebracht worden") oder Adolf Hitler glorifizieren ("Adolf Hitler über die, die das deutsche Volk ausplündern"), wie die Plattform "Stoppt die Rechten" recherchierte. Neben Mühlberghuber und Gerstner ist auch Werner Otti von der John-Otti-Band, die bei FPÖ-Veranstaltungen auftritt, Mitglied der Gruppe." Standard.at
Solche Beiträge findet man in der Kleinen Zeitung eher selten, warum?

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KarlZoech
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@ UHBP: Danke für's Aufmerksammachen. Wieder zwei Einzelfälle....

orf.at meldet dazu, die beiden hätten die FB-Gruppe "Deutsches Reich" wieder verlassen. Abg. Gerstner erklärte, er sei nicht selber beigetreten, sondern von anderen dieser Gruppe hinzugefügt worden (das ist möglich auf FB wurde mir berichtet), betreffend Mühlgruber gibt es bis dato dazu keine Stellungnahme.

Selbst wenn das jetzt stimmt: Warum fügen "andere Menschen" gerade FPÖ-Abgeordnete zur Gruppe "Deutsches Reich" hinzu und nicht Abgeordnete von SPÖ, ÖVP, Neos oder Jetzt (= ehem. Liste Pilz)?

Es ist kein Schelm, wer jetzt denselben Gedanken hat wie ich....

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Balrog206
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Uh

Wenn deine Behauptung stimmen sollte , warum sind diese Personen dann nicht unter Beobachtung bzw werden angezeigt ? Bitte net weil da kikerki jetzt Innenminister ist als Antwort ! Die werden ja nicht erst seit einem Jahr Mitglieder von so einer Gruppe sein !

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wischi_waschi
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Erstaunlich

Es ist wirklich witzig, man braucht nur statt schwarz türkis machen und schon gewinnt man Wahlen.
Erstaunlich!!!!!

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forumuser1
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fast,

es braucht auch großartige Fachkompetenz ala Basti und Elli ;-)

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UHBP
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Endlich wieder ein Artikel, wo die Regierungstrolle so richtig drauflos drücken können.

Bei den meisten Beiträgen kann man sich nicht so richtig entfalten, aber nun, tauen sie wieder richtig auf.

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forumuser1
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ich bin kein troll

ich finde die akteure der regierung wirklich grottenmies.

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Planck
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Naja,

in der Stadt Salzburg sollte man den Schaden nicht vergessen, den der Schaden angerichtet hat.
Das Lustige ist aber etwas Anderes: In den vergangenen Jahrzehnten wurde betont betont, dass Gemeinderatswahlen Gemeinderatswahlen sind.
Der neue Stil scheint zu sein, wenn die Schwarzen gewinnen, war's der Messias, wenn die türkise Jungschar Mist baut, kann er nix dafür. Und das in einem Land, in dem sich der schwarze Haslauer bewusst gegen den Wunsch des Lichtbringers gewandt und den Kornbumenverein aus einer Koalition ausgeschlossen hat.

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Balrog206
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Und

Das war ider ist bei anderen Parteien anders ? Wenn sie irgendwo gewinnen , dann Sonnen sich alle mit. Umgekehrt ist es dann natürlich nur eine zb Landtagswahl und hat mit dem Bund nichts zu tun ! Politik ist halt leider verlogen und wie eine Fahne im Wind !

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Civium
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Endgültiges Ergebnis bringt die

STICHWAHL!!!

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alsoalso
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Aufmacherfoto

Das Foto am Beginn des Wahlberichtes der KLEINEN ZEITUNG spricht Bände. Der "Große" spricht; der "Kleine" greift sich an den Kopf ; die "Abseits Stehende" hört zu. So haben die Kanditaten auf die Wähler gewirkt und so haben sie auch entschieden.

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tturbo
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Bin schon auf die Wienwahl neugierig,

ob da noch eine rote Bastion fällt.

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alsoalso
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Vorteil für Österreich

Wenn Wien "fällt" , wäre das ein Segen für die Österreichischen Steuerzahler. Dort versickert viel Geld. Sümpfe wollte schon Kirchschläger trocken legen.

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forumuser1
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und in Graz

müsste der Sigi weg. der kostet mit seinen „ideen“ auch millionen

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Civium
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Nicht nur in Wien versickert Geld

Geld versickert überall, auch in Länder und Gemeinden die nicht nur rot geführt sind.
Wir sollten aufhören die heilige Kuh namens Populismus anzubeten!

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Mein Graz
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@alsoalso

Ein Segen ist für viele schon diese Bundesregierung - denn sie haben noch immer nicht gemerkt, dass es ans Eingemachte geht.
Die Bierzeltklatscher und Fuchtlerverteidiger brauchen noch etwas länger um zu merken, dass es auch sie trifft. Erst wenn das Loch im Geldtaschl zu groß wird werden sie jaulen.

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schulabteilung
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Geld versickert

.... und wie man ja an der jetzigen Bundesregierung sieht, spart sie super, vor allem beim Mittelstand. Weder bei sich, bei ihren Beratern, Experten, Ministerien noch bei denen, die sie in während der Wahl so großzügig unterstützt haben. Also freut euch schon einmal. Ironie off

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Irgendeiner
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Naja, ich kenn das Lokale zu wenig,

trotzdem ist das ein Offenbarungseid,ich glaub, ihr braucht noch ein paar Feiertage weniger,man lacht.

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Irgendeiner
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Addendum:Wow,mein kurzes Posting erregt ja ordentlich Mißfallen,

offenbar ist die freche Unwahrheit niemandem werde etwas weggenommen mit dem folgenden doppelten Abräumen, erst ein halber Tag, dann gleich ein ganzer,
kein Thema über das man gerne spricht,naja, ich schon.Andererseits, vielleicht bin ich doch zu harsch, viele von Euch werden sogar alle Feiertage aller Konfessionen feiern können,weil naja,ein Kinobesuch mit 150 Euronen im Monat sich nicht ausgehen wird, aber die Teilnahme an den diversen Riten ist frei.Ihr werdet noch richtige Frömmler werden ,man lacht.

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Civium
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Der Schüsselefekt setzt sich fort oder sollte man es

Kurzefekt nennen, es ist doch gut mit den Blauen zu koalieren um sie zu dezimieren!!!

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Civium
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Hauptsache die

Blauen verlieren und das ist gut so!!!!!

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Mein Graz
46
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@Civium

Zu welchem Preis?
Die Türkisen verkaufen die Wähler für dumm und diese honorieren es, indem sie wieder Türkis wählen.

Das spricht nicht sehr für die Intelligenz des Homo austriacus.

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Civium
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Es spricht dafür, dass

FPÖ Wähler sich lieber für türkisen Populismus entscheiden, für die softere Variante!

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KleinerGrisu
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Ihr Kommentar

für Ihre auch nicht

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Mein Graz
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@KleinerGrisu

*ROFL*
Hab auch nie behauptet, dass ich intelligent bin. Ich benutze nur das, was mir an Gehirn gegeben ist ohne den Versuch, schlauer zu wirken als ich bin.
😂🤣😂🤣

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KleinerGrisu
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@ mein Graz

Ich wünsche Ihnen, dass sich Ihre Versuche mal lohnen!

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