FamiliärStrache: Zwischen Papa-Monat und Spenden

ÖGB-Frauen pochen auf Rechtsanspruch für Papa-Monat.

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INTERVIEW MIT HEINZ-CHRISTIAN STRACHE
H. C. Strache © APA/ROBERT JAEGER
 

Die ÖGB-Frauen nehmen den angekündigten "Papa-Monat" von Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) zum Anlass, auf einen Rechtsanspruch für den Baby-Monat zu drängen. Dem FPÖ-Chef gratulierten sie in einer Aussendung zur Geburt seines Sohnes.

Derzeit besteht kein Rechtsanspruch auf den Papa-Monat in der Privatwirtschaft, kritisierte ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Korinna Schumann und forderte, dass Väter nicht vom Wohlwollen der Arbeitgeber abhängig sein sollten.

Der Vizekanzler hat im Vorfeld angekündigt, eine Art "Papa-Monat" zu nehmen und nur ausgewählte Termine wahrnehmen zu wollen. Ansonsten soll er von Regierungskoordinator Norbert Hofer (FPÖ) vertreten werden. Sein Gehalt in dieser Zeit will Strache spenden.

Das politische Neujahrsbaby 2019 heißt Hendrik. Der erste gemeinsame Sohn von Vizekanzler Heinz-Christian Strache und Ehefrau Philippa kam am 1. Jänner zur Welt, teilte der FPÖ-Chef via Facebook mit. Für Frau Strache ist es das erste Kind, der Vizekanzler ist bereits aus seiner ersten Ehe Vater einer Tochter und eines Sohns, jeweils im Teenager-Alter. Sein Gehalt (rund 19.000 Euro) in dieser Zeit will Strache spenden. Wie "heute" berichtet, wolle Strache sein Gehalt dem Wiener Verein Schottenhof spenden. "Es geht an den Verein Schottenhof für tiergestützte Pädagogik für Kinder mit Behinderung", zitiert die Gratiszeitung Strache.

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Danke für Ihr Verständnis.

panoptikum
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Papa Monat

Finde ich eine super Idee. Habe ich auch gemacht. Sogar 2 Monate. Werde ich nie vergessen!! Habe mir Urlaub und ZA genommen. Bin aber der Meinung dass das nicht gratis sein soll. Papa Monat sollte möglich sein, jedoch nicht auf Kosten der Unternehmen, sondern auf Kosten der Arbeitslosenversicherung. Das heisst, 1 Monat Arbeitslosengeld Anspruch und aus Sicht des Unternehmens, unbezahlter Urlaub.

mapem
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Weil´s die Medien offenbar vollkommen vergessen haben?!

Dann mach´s halt ich wieder – und immer wieder:

Was ist mit dem Bericht der FPÖ-„Historiker-Kommission“? …

Herr BraunEder erklärte ja bereits vor geraumer Zeit, er sei bereits fertig – nur der Herr Strach müsse ihn noch „studieren und begutachten“ … und das möchte er während der Baby-Pause machen.

Also – wenn gesellschaftspolitisch relevante Themen hintangestellt werden, weil der zweitwichtigste Mann in der Legislative partous privatisieren möchte – und der Steuerzahler dem auch noch 14x19.000 Euronen per anno hinblättert, stellt sich schon die Frage, ob der Vize da sein Amt überhaupt auszufüllen vermag? Er wird ja wohl nicht der einzige dieser eloquenten Truppe vom Ponyhof sein, der lesen kann? … Was ist da los? … Muss da was „überarbeitet“ werden? … Muss das Lied-Repertoire erst „adaptiert“ werden? … Steht gar was drin, was nix für die Ohrli von uns kleine Manderl passt?

Mein Gott – ich hab immer so viel Fragen … und ich bekomm einfach nie Antworten … maximal immer a bisserl Rotlauf von den kleinen stummen Mandalan … seufz!

Lodengrün
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Warum streicht man

so den liebenden Vater heraus. Er hat bei Heidi und Tristan sich gegen die Alimente gesperrt. Klar Kleine, verstehe, das werden sie wieder nicht einstellen, - zu sehr stehen sie schon unter der Beobachtung von Kickl und Co. Auch gestern brachte die Zib 2 nur Fragmente in seinen Ausführungen und keiner hat das bis jetzt angesprochen. Wie sieht sie aus die Notstandshilfe die überführt wird. Keine Lösung.

panoptikum
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Man kann....

Politisch zu Christian Strache stehen wie man will. Was mir gefällt ist, dass er sich um Heidi und Tristan wirklich kümmert und sehr familiär ist. Das schätze ich bei jedem. Auch bei Christian!

Lodengrün
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Das sollte man wirklich unterstreichen

Die älteren Geschwister freuen sich auf den Nachwuchs. Da wird uns die heile Welt vorgegaukelt. Herr Strache ist der Superpapa. Nun wenn wir uns erinnern was so die erste Frau, geborene Plachutta, zu erzählen wußte dann war das alles andere als Bussi.

Irgendeiner
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Naja,die ÖGB Damen fordern einen Rechtsanspruch

auf einen Papamonat,das geschieht natürlich,ich bin ein Mann und nicht dumm,
aus identitätspolitischen Fraueninteressen wie immer, wenn die was für Männer fordern,man lacht,weil wenn es gut für Frauen ist,ist es dort definitorisch sofort das common good,eine logisch schwer verquere Überschätzung die für Feministinnen mittlerweile notorisch ist,aber gegen die Idee hab ich gar nichts,weil auch Männer ein natürliches Recht haben,ja meine Damen,ein natürliches Recht,Zeit mit ihren Kindern zu verbringen,zur Pflicht wermas allerdings nicht machen und da hab ich so irgendwie einen Verdacht,nicht.

Holzerl
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ÖGB Frauen

Die lieben ÖGB Frauen sollen sich um wichtigere Dinge kümmern als aktionistische Oppositionspolitik zu betreiben. Es war noch niemals ein Problem sich den Urlaub so einzuteilen, dass man(n) nach der Geburt eines Kindes 3-4 Wochen zuhause bleiben kann. Man(n) muss halt seinen Urlaub besser einteilen (oder besser - dafür "opfern").

Außerdem hätte ich als Mann gerne, dass meine Anliegen von den ÖGB Männern vertreten werden und nicht von den ÖGB Frauen. ;-)

PS: Wir haben 2 Kinder und ich war nach der Geburt der beiden jeweils mehr als 4 Wochen zu Hause (Kind 1 ist jetzt 22 Jahre alt).

Mein Graz
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@Holzerl

Interessant, du willst also von Männern vertreten werden und nicht von Frauen. Mich würde der Grund für dein Anliegen interessieren. Ist eine Vertretung deiner Interessen geschlechtsabhängig?

Du hattest Glück, wenn du dir das so einteilen konntest.
Es gibt genügend Firmen, die sich schon bei 2 Wochen Urlaub quer legen, geschweige denn dass man 3 oder sogar mehr als 4 Wochen erhält!

M.E. ist es gut und richtig, dass Männer die gesetzlich festgelegte Möglichkeit haben bei ihrer Familie zu bleiben. Dann ist man dem AG wenigstens nicht mehr ganz so ausgeliefert.

Holzerl
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@ Mein Graz

Du hast ja recht!
Warum gibt's dann "ÖGB Frauen" und nicht einfach den/die/das ÖGB? ;-)

Aber es ist schon interessant. In Österreich gilt das UrlaubsG.
Im §1 steht:
Dem Arbeitnehmer gebührt für jedes Arbeitsjahr ein ununterbrochener bezahlter Urlaub. Das Urlaubsausmaß beträgt bei einer Dienstzeit von weniger als 25 Jahren 30 Werktage und erhöht sich nach Vollendung des 25. Jahres auf 36 Werktage.
Kommentar Holzerl: ununterbrochener Urlaub

Im §4 steht:
(3) Der Urlaub kann in zwei Teilen verbraucht werden
Kommentar Holzerl: Dh. für mich:
Die Arbeitgeber halten sich nicht an das Urlaubsgesetz!

Fazit: Die Diskussion ist eigentlich unnötig. Jedem Vater steht das "Papa-Monat" basierend auf dem UrlaubsG jetzt schon zu - er muss nur Urlaub nehmen.

UHBP
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@holz

Schön, wenn man Schlüsse zieht die falsch sind, aber es nicht weiß. Dein Fazit ist einfach falsch, aber das wurde dir ja schon in mehreren Antworten versucht zu erklären. Manche können es halt nicht verstehen, aber das kennst du sicher schon.

Mein Graz
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@Holzerl

Es gibt in jeder Partei, in (fast) jeder Organisation eine "Abteilung" Frauen. Ich vermute, dass das so gewachsen ist und aus einer Zeit stammt, in der die Frauen keinerlei Vertretungen hatten.
Und warum sollten sich die Frauen nicht auch um Belange für alle kümmern?

Mein Graz
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@Holzerl

Der vollständige § lautet:
"Der Urlaub kann in zwei Teilen verbraucht werden, doch muß ein Teil mindestens sechs Werktage betragen."

Was bedeutet, dass der AG sagen kann, jetzt kriegst du deinen Urlaub nicht, sondern dann und dann.

Und wenn der Urlaubsanspruch 5 Wochen (= 30 Werktage) beträgt ist die maximal zu bewilligende Dauer 2 1/2 Wochen - so hält sich der AG noch immer ans Gesetz.

Also keine Rede von 3, 4 oder mehr Wochen, wenn dem AG der Zeitpunkt nicht passt.
Ergo steht dem Vater der Papa-Monat nur dann zu, wenn es der AG auch so sieht.

UHBP
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@holzer

Schon mal überlegt, dass es auch nicht so privilegierte Arbeitnehmer gibt, die immer frei bekommen wenn sie sollen?
Urlaub ist mit dem Arbeitgeber zu vereinbaren und wenn diser Nein sagt kannst hast du pech gehabt.
Und komme jetzt bitte nicht damit, dass eh alle Arbeitgeber so familienfreundlich sind und diesem plah, plah.
PS: Kannst du mir erklären, warum öffentlich Bedienstete einen Rechtsanspruch darauf haben?

Holzerl
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@ UHBP

Das alle die gleichen Rechte und Pflichten haben gibt's leider nur im Kommunismus (Idee sozialer Gleichheit und Freiheit aller Gesellschaftsmitglieder).

Ich finde es nur etwas komisch, dass die Gewerkschaft, die bei jeder Kollektivvertragsverhandlung "knallhart" die Arbeitnehmer vertritt, ANLASSBEZOGEN etwas fordert, dass sie schon lange über die Kollektivverträge hätte "einführen" können.

UHBP
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@holz

"Das alle die gleichen Rechte und Pflichten haben gibt's leider nur im Kommunismus "
Du findest es sicher auch super, dass die KMUs länge mal breite Steuern zahlen und die Großkonzerne nicht.
Steuergerechtigkeit = Kommunismus
Gleichen Zugang zur Gesundheitsversorgung = Kommunismus
Was meinst?

tomtitan
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"...gibt's leider nur im Kommunismus..." - einige hier

scheinen selbigen inbrünstigst herbeizusehnen...