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Integrationsbericht 2018An Brennpunktschulen werden auch gute Schüler schlechter

An Brennpunktschulen fällt Lernen nicht nur Kindern aus Risikogruppen schwer. Auch Kinder mit guten Lernvoraussetzungen schneiden schlechter ab, zeigt der "Integrationsbericht 2018".

© AP
 

An Brennpunktschulen fällt Lernen nicht nur Kindern aus Risikogruppen schwer. Auch Kinder mit guten Lernvoraussetzungen schneiden schlechter ab, zeigt der "Integrationsbericht 2018". An einer Wiener Volksschule ohne besondere Herausforderung haben deutschsprachige Kinder bildungsaffiner Eltern ein Risiko von 5 Prozent, schlecht Lesen und Schreiben zu lernen. An einer Brennpunktschule sind es 25.

Auch auf Kinder mit schwierigeren Lernvoraussetzungen (Migrationshintergrund, andere Alltagssprache als Deutsch, Eltern mit maximal Pflichtschulabschluss und geringer beruflicher Position) hat der Besuch einer Brennpunktschule negative Auswirkungen: Schon in einer Volksschule mit geringen Herausforderungen liegt das Risiko, die Volksschule mit geringer Lese- und Schreibkompetenz zu verlassen, für solche Schüler bei 45 Prozent. An einer Brennpunktschule (u.a. viele Schüler aus sozialen Minderheiten, niedriger sozioökonomischer Status der Familien, schwache Schulleistungsergebnisse) steigt das Risiko sogar auf 85 Prozent, wie die im "Integrationsbericht" veröffentlichten Daten des Wiener Stadtschulrats zeigen.

57 Prozent haben hohe Belastung

In Wien ist der Anteil an Schulen mit "sozialer Benachteiligung" - wie generell in Ballungsräumen in allen Bundesländern - verhältnismäßig hoch: So haben laut dem "Index der sozialen Benachteiligung", der regelmäßig mit den Bildungsstandard-Tests erhoben wird, 57 Prozent der Volksschulen in Wien eine "sehr hohe" bzw. "hohe" Belastung (35 bzw. 22 Prozent). Österreichweit sind es 20 Prozent (je zehn Prozent pro Kategorie).

NMS noch höher

Noch größer wird die Kluft, wenn man die Neuen Mittelschulen (NMS) vergleicht: Hier fallen in Wien 78 Prozent in diese Kategorien (66 Prozent "sehr hohe", 12 Prozent "hohe" Belastung), im Österreich-Schnitt sind es 22 Prozent (15 bzw. sieben Prozent). An den Gymnasien ist der Anteil an Brennpunktschulen - wenig überraschend - deutlich kleiner: 26 Prozent in Wien (12 bzw. 14 Prozent) stehen acht Prozent (drei "sehr hoch" bzw. fünf Prozent "hoch belastet") in Österreich gegenüber.

Kommentare (5)

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unterhundert
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Dies ,

ist auch schon vor Jahren von einigen Postern gesagt, geschrieben worden, also nicht neues. im Kindergarten wird den Kindern mühsam einige Worte Deutsch beigebracht, abgeholt werden diese dann von Personen die kein Wort Deutsch sprechen. Eigentlich alles umsonst, aber dass..will ja keiner hören.

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ugglan
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10
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Und

da spricht ein Asselborn von der Notwendigkeit von Migration da sonst das Wirtschaftswachstum sich verringern würde und die Bevölkerung schrumpft!

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domenica
2
7
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Logisch?

Eigentlich logisch.

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ChihuahuaWelpe55
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Da gibt es ein Grundsatzproblem

Kinder lernen von ihren Eltern! Wenn diese schon sagen, dass eine Schule nichts bringt und man besser arbeiten gehen soll oder stärker (agressiver um Durchsetzungsfähig) zu sein, dann werden diese Kinder eben in der Öffentlichkeit diffarmiert! Die Eltern sind die "Enabler" oder "Disabler" der Bildungspolitik, nicht die Kinder!

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Jiyu
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Hinzu kommt aber auch das Element der Lernumgebung.

Wenn Lernwillige Kinder mit wie von Ihnen beschrieben geprägten Kindern in der Klasse sitzen vergeht Ihnen oft auch schnell die Lust "anders" zu sein.

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