AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Laut Umfrage Indexierung der Familienbeihilfe: Pflegekräfte könnten Österreich verlassen

Umfrage von "Altern in Würde": 30 Prozent würden Tätigkeit in Österreich beenden. Höheres Honorar für Pflege oder Arbeit in einem anderen EU-Land.

© Helmut Lunghammer
 

Die von der Regierung geplante Indexierung der Familienbeihilfe für Kinder im EU-Ausland könnte dazu führen, dass zahlreiche Pflegekräfte Österreich den Rücken kehren. In einer Umfrage der Organisation "Altern in Würde" gaben 30 Prozent der Betreuerinnen an, ihre Tätigkeit in Österreich zu beenden, wenn die Kürzungen umgesetzt werden, hieß es am Dienstag in einer Aussendung.

In Österreich arbeiten laut der Organisation rund 65.000 Personenbetreuerinnen, die meist aus benachbarten EU-Ländern in Osteuropa kommen. Rund ein Drittel der Betreuerinnen dürfte für ihre Kinder Familienbeihilfe aus Österreich beziehen. Kaum eines dieser Kinder lebt in Österreich, da die Pflegerinnen während ihrer Dienstzeit meist bei den betreuten Personen wohnen. In dieser Zeit müssen die Kinder von anderen Personen versorgt werden.

Onlinebefragung

Die in Bratislava ansässige Organisation "Altern in Würde" hat eine Untersuchung über etwaige Auswirkungen durch die geplante Kürzung der Familienbeihilfe durchgeführt. Die rund 1.400 Teilnehmerinnen kamen hauptsächlich aus der Slowakei und Rumänien. Die Befragung wurde online im Zeitraum von Mitte Mai bis Anfang Juni durchgeführt.

Demnach möchten 30 Prozent der Betreuerinnen im Falle einer Kürzung ihre Betreuungstätigkeit in Österreich beenden. 26 Prozent der Betreuungskräfte sehen sich gezwungen, ein höheres Honorar von den betreuten Personen zu verlangen und 24 Prozent wollen sich die gleiche Tätigkeit in einem anderen EU-Land suchen. 61 Prozent der Befragten gaben an, Alleinverdienerin zu sein.

"Altern in Würde" fordert von der Politik attraktive Rahmenbedingungen, um erfahrene Pflegekräfte langfristig in Österreich zu halten. "Auf dem Rücken der Betreuerinnen und auf Kosten der Qualität darf nicht gespart werden", hieß es in der Aussendung.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

Lodengrün
2
6
Lesenswert?

Alles politisch motiviert

wird es heißen und weil unser Kanzler weder auf Streiks noch auf Proteste reagiert werden die guten Leute eben nicht mehr kommen.

Antworten
Balrog206
5
5
Lesenswert?

Wo

Werden sie dann hin arbeiten gehen ??? Wo verdienen Sie den mehr als bei uns ?? Wie hoch ist den die Kinderbeihilfe bei unseren Nachbarstaaten?

Antworten
SoundofThunder
2
4
Lesenswert?

Balrog

Die Pflegekräfte werden schon wissen wo sie hingehen.Die wissen was sie tun.Deren Beruf ist gefragt,die Kräfte werden dringend benötigt und es gibt quer durch die Bank Personalmangel.Schon deshalb wird es ein leichtes sein z.B. in Deutschland jemanden zu finden der günstige Pflegekräfte sucht.Nicht umsonst wurde diese Umfrage gemacht.Um auszuloten wer geht. Und lesen Sie den Artikel bitte noch einmal. Wenn Sie auf Montage gehen und der Arbeitgeber würde Ihnen die Trennung nicht mehr oder nur zur Hälfte vergüten:Was würden Sie tun?

Antworten
SoundofThunder
3
8
Lesenswert?

😏

Und 24% würden sich in einem anderen EU-Land für den gleichen Beruf bewerben. Dann wäre der Pflegenotstand in Deutschland gelöst. Bravo KurzIV!

Antworten
Mein Graz
4
10
Lesenswert?

Will die Regierung erreichen,

dass die Senioren in Heime abgeschoben werden, damit die Kinder und Enkel unbeschwert 12/60 Stunden arbeiten können?

Bei Betreuung zu Hause zahlt der Staat pro Betreuungsperson 275€ dazu, den Rest müssen, so die Pension nicht ausreicht, eben die Familienangehörigen aufbringen.
Im Heim wird die Pension verwendet, es gibt keinen Pflegeregress, die Kinder brauchen nichts zu zahlen.

Wie will der Staat das in Zukunft finanzieren, wenn man sich eine Betreuung zu Hause nicht mehr leisten kann?

Antworten
Irgendeiner
9
14
Lesenswert?

Oma, Du mußt ins Heim,

ist neuer Stil,wir gebaren Basti und der den Pflegenotstand.Aber tröste Dich, der IV gehts sehr gut.

Antworten
Irmiernst
12
11
Lesenswert?

Andere EU

Länder zahlen soviel besser als wir in Ö? Viele der Betreuerinnen sind derart schlecht geschult, sprechen kein Wort Deutsch oder Englisch, dass es nicht schade wäre, wenn sie ihre Drohung wahr machen. Ich weiß wovon ich rede, habe die denkbar schlechtesten Erfahrungen gemacht. Und die Agentur wurde sogar von der zuständigen Stelle für Pflegevermittlung des LKH wärmestens empfohlen......

Antworten
Lodengrün
6
6
Lesenswert?

Sie sind Opportunist @Irmiernst

und wissen genau das das nicht stimmt. Mag sein das sie den Deutschtest nicht bestehen aber ihre Arbeit machen sie ohne Tadel. Schöne Grüße der blauen oder türkisen Parteizentrale

Antworten
Mein Graz
3
12
Lesenswert?

@Irmiernst

Dem muss ich aufs Heftigste widersprechen!

Meine Mutter hat Betreuerinnen aus Bulgarien, zwei äußerst nette, bemühte und liebevolle Damen.
Beide sind gut geschult, eine spricht sehr gut, die andere gut Deutsch, man kann sich mit ihnen einwandfrei verständigen.
Sie sind ordentlich, gewissenhaft, pünktlich, halten die Wohnung sauber, kochen sehr gut, und betreuen meine Mutter super!

Zum Glück betrifft eine Kürzung der Familienbeihilfe beide nicht, da ihre Kinder erwachsen sind. Für meine Mutter wäre es eine mittlere bis große Katastrophe, würden die Damen nicht mehr wieder kommen.
Um den Betrag, den meine Mutter bezahlt, würde KEIN Österreicher auch nur einen Handschlag tun und eine teurere Betreuung wäre nicht leistbar!

Antworten
heinz31
3
3
Lesenswert?

@Mein Graz

Wenns teurer wird, müssen Sie halt mitzahlen.
Immerhin sind Sie ja der Sohn, ich finde das selbstverständlich.

Antworten
Mein Graz
0
1
Lesenswert?

@heinz31

Wir zahlen auch jetzt schon dazu, weil wir Geschwister alle eine gute Pension erhalten und die eigenen Kinder schon erwachsen sind. Bei uns gibt es auch Ausflüge mit Mutter und Betreuungskraft, auch mal gemeinsam Essen gehen - und das wäre bei der vorhandenen Pension meiner Mutter nicht möglich ohne Zuschuss durch die Kinder.

Wie viele Österreicher können sich das aber nicht leisten? Und dann landen Mama oder Papa im Heim.
Und wenn dann die Frage auftaucht: unterstütze ich die Eltern oder die Kinder - wie wird dann die Entscheidung ausfallen?

Antworten