AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Moscheen Strache kritisiert "Sultan" Erdogan für dessen Aussagen

Strache im Puls 4-Sommergespräch: Kann nicht sein, dass Erdogan glaubt, "sich in unsere rechtsstaatliche Entscheidung einmischen zu können" - "Die FPÖ ist nicht am rechtsextremen Rand" - Weiter für GIS-Aus.

++ HANDOUT ++ PULS 4-SOMMERGESPRAeCH MIT VIZEKANZLER STRACHE: MOHR / STRACHE / MILBORN
Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) mit den Puls 4-Moderatoren Mohr und Milborn © APA/PULS 4/CHRISTOPHER GLANZL
 

 FPÖ-Chef Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für dessen Aussagen über die Schließung von Moscheen in Österreich kritisiert. Zu Erdogans Warnung, der Schritt sowie der Hinauswurf von Imamen könne einen "Krieg" zwischen Muslimen und Christen zur Folge haben, sagte er, das sei ein "Unsinn", so Strache im Puls 4-Sommergespräch am Montagabend.

Die Aussage zeige aber auch auf, "wie notwendig dieser Schritt (die Moscheen-Schließung und Imame-Überprüfung, Anm.) war. Es kann ja wirklich nicht sein, dass der Präsident der Türkei glaubt, sich in unsere rechtsstaatliche Entscheidung einmischen zu können", sagte Strache. "Das zeigt schon, welche Übersteigerung der Herr auch offensichtlich für sich selbst sieht. Und glaubt, er ist da der neue Nachfolger der Sultans, der hier auch Ansprüche außerhalb der Türkei stellen kann, wenn es um rechtsstaatliche Vorgänge geht. Da hat er selbst bei sich zuhause genug zu tun, wenn man sieht, wie er gegen Minderheiten vorgeht, wie er selbst gegen Andersgläubige, nämlich auch die christliche Kirche vorgegangen ist", so der Vizekanzler.

Radikalisierungsprozesse

Gleichzeitig betonte Strache, es sei wichtig, gerade jene Muslime ernst zunehmen, die aus Regionen kommen, wo es keine demokratische Gesellschaft gibt oder Radikalisierungsprozesse in Gang sind. Auch seien seit Jahren liberale Moslems zu ihm bzw. der FPÖ gekommen und hätten um Hilfe "bei gewissen Fehlentwicklungen" ersucht. Es gelte, dem politischen Islam "ganz entschieden" entgegenzutreten. Die Schließung der sieben Moscheen und die Überprüfung der Imame könne daher auch nur ein "erster Schritt" sein, betonte Strache erneut.

Klar zurückgewiesen wurde von Strache, dass die FPÖ extrem weit rechts stehe: "Die FPÖ ist nicht am rechtsextremen Rand. Wir sind keine Partei am rechten Rand", sagte Strache. Er habe es auch satt und sei es leid, sich immer wieder für Fälle rechtfertigen zu müssen, "die nichts mit uns zu tun haben". Er nannte etwa die Diskussion um die rechtsextreme Zeitschrift AULA, die nun umbenannt werden soll. Für die FPÖ sei es schwierig, auf den Eigentümer - den Freiheitlichen Akademikerverband - einzuwirken, da dieser kein Teil der Partei sei, es sei aber letztlich gelungen. Grundsätzlich sagte Strache, man müsse jedem zugestehen, sich zu verändern. Das betreffe auch seine eigene Vergangenheit, sagte er, als er mit den Fotos der "Paintballspiele" seiner Jugend konfrontiert wurde. "Da oder dort passieren Dinge, die man sich lieber erspart hätte", räumte er ein.

Festgehalten wurde von Strache im Puls 4- Sommergespräch an seinem Ziel, die GIS-Gebühren des ORF abzuschaffen. Strache verwies auf die Medienenquete - diese fand vergangene Woche statt - und erklärte: "Ja, es ist mein klares Ziel, die ORF-Zwangsgebühren abzuschaffen, die sind nicht mehr zeitgemäß."

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

joker1234
4
2
Lesenswert?

Komisch

finde ich bei der ganzen Sache vor allem den Zeitpunkt.
Sows macht man im Ramadan, am besten wenn grad der selbsternannte Verteidiger der Muslime vor Wahlen steht.....

Vor einem halben Jahr, in einem halben Jahr, gäbe es nur die halbe Aufregung. Hatte man Angst, dass die Berichterstattung untergeht?

Antworten
Irgendeiner
4
3
Lesenswert?

Also abgesehen davon, daß mir die neue Handhaltung

von Strache bei jedem Photo wieder Spaß macht,man vergleiche mit früher,Basti sagt ihm noch wie zu fuchteln ist,ist es schon eine Kunst über den Kriegsverbrecher Erdogan zu sprechen ohne auch nur ein Wort darüber zu verlieren was der in Syrien tut.Mal ehrlich, wenn einer ethnische Vertreibungen zu verantworten hat,unter Giftgasverdacht steht, Napalm auf Krankenhäusere werfen ließ und vielerlei mehr,auf Anfrage leg ich gerne vor und ich werf dem nur vor er wär zu christlichen Kirchen mal nicht nett gewesen um nach innen Stimmung zu machen, dann bin ich entweder völlig uninformiert,amtsunfähig, oder was ganz anderes, amtsunfähig.

Antworten
paulrandig
4
4
Lesenswert?

Keine Zwangsgebühren mehr!

Wer Zwangsgebühren abschaffen will, muss natürlich konsequenterweise auch die Presseförderung abschaffen.
Immerhin werde ich als Steuerzahler gezwungen mit meinen Beiträgen sehr zweifelhafte Medien wie Krone, Österreich etc. zu finanzieren, die ich gar nicht konsumiere.
Komisch, dass Strache diesbezüglich sehr zurückhaltend ist...

Antworten
Irgendeiner
3
3
Lesenswert?

Der ist gut,paul,ja, auch darüber wäre zu sprechen denn naja,die Presseförderung soll ja eine Meinungsvielfalt garantieren und das seh ich immer weniger.Und wie wir mittlerweile wissen kam bei den Germanen die irre Idee mit Hartz IV von Bertelsmann ins Schröderohr und naja, hier führt man das auch ein, Herr Kapsch, ist der der meint er müsse gegen meinen Willen was durchdrücken

können,ein bissale anmaßend der Mann,Herr Kapsch also von der IV,ein Betriebswirt natürlich, hatte das ja schon vor etwa zwei Jahren explizit gefordert und Basti ist der der das durchzieht und wo ich hinblicke sind mediale Bastifestspiele.Und wo, naja, das Interesse von Medienkonzernen an einem Filetstückerl des ORF auf Redaktionen durchschlägt, unter blümeligen Vernebelungsaktionen die man auch nicht analytisch zerlegt,dort hab ich halt keine Pluralität mehr,also will ichs nicht mehr mit Steuergeld brennen.Und ein Mindestniveau würd ich für Förderungswürdiges ohnehin einziehen und außerdem hätte ich gerne das Recht,bei einer nachweisbaren Fehlmeldung auch berichtigen zu können, wenn es mich nicht persönlich betrifft,damit mein ich gar nicht politisches,damit mein ich schon falsche Bildlegenden wo ein Schimpanse als Gorilla ausgewiesen wird,schon das würde den Wurstigkeitsfaktor blitzschnell senken.

Antworten
sapientia
1
4
Lesenswert?

Irgendeiner, meinen Sie, ein Rind, das einen ernährt,


schlägt man nicht?
So eine despektierliche Bezeichnung würde mir nie einfallen ;-)

Antworten
Irgendeiner
1
2
Lesenswert?

Ja, sapi, so in etwa.

Ist schon ein Problem daß naja, die Interessen der Anzeigenabteilung auf die Redaktion durchschlägt, der Streit um CETA zwischen Krone und der Lachsfarbenen war da ein echt lustiges Fanal,die Krone online mit SPARwerbung dagegen,die Lachsis mit IV-Werbung dafür, beides hochmassiv,haben Wissende laut gelacht,ist es noch schlimmer wenn der Medienkonzern Eigeninteressen hat die ins Politische durchschlagen, denn naja,heute haben auch Journalisten Angst um ihren Job,wehr dich mal gegen den expliziten Wunsch des Arbeitgebers,da fallen nicht nur viele Knieweiche. Die Remedie wäre da ein Haufen mündiger Bürger die protestieren,aber woher nehmen, sapi,hier meckert man nicht mehr, man mähmäht

Antworten
paulrandig
1
3
Lesenswert?

Irgendeiner

Man mähmäht - das ist leider korrekt. Und genau deshalb brauchen die Mähmähs einen Wolf, der auf ihrer Seite ist, was Seltenheitswert hat und unbedingt erhalten bleiben muss.
Die Zuseherzahlen des Bär-Wolf-Beschnüffelns lassen mich aber vorsichtig optimistisch sein.

Antworten
fersler
4
7
Lesenswert?

der

Herr Vizekanzler

ein glühender Europäer
ein Moslem Versteher
kein Paintball fan mehr (wahrscheinlich altersbedingt)
kein persönliches Inserat mehr in der 'Aula' (da umbenannt)
heftigster Ceta gegner
FPÖ nicht am rechtsextremen Rand, wohl aber u.a. AfD Partner

wie sich die Zeiten in ein paar Monaten so ändern und wissen das alles wohl auch seine Parteikollegen

Antworten
Mein Graz
10
11
Lesenswert?

"Die FPÖ ist nicht am rechtsextremen Rand"

Die 28 "Einzelfälle" von FPÖ-Politikern, gesammelt auf kontrast(dot)at, sind doch wirklich nur Einzelfälle und völlig zu vernachlässigen!
Es ist doch wirklich eine Gemeinheit, die FPÖ für das Verhalten ihrer Politiker verantwortlich zu machen!

Und da sind noch gar keine "Einzelfälle" aus den Reihen der Burschenschafter dabei...

Antworten
Lodengrün
4
7
Lesenswert?

@Mein Graz

Sie, wir, werden da nichts mehr ändern können. Unseren Vizekanzler auf keinen Fall denn der hat das in seinen Genen. Seine groupies sind so "vernagelt" da ist Hopfen und Malz verloren. Es nimmt ohnehin alles eine seltsame Entwicklung. Wenn ich mir so ansehe was Kurz da in Israel macht bleibt mir nur Kopfschütteln. Es kommt doch nicht von ungefähr dass nicht einmal die israelischen Sportler zu Turnieren eingeladen werden. Wen haben sie schon als Verbündeten? Die USA und sonst? Kurz läßt erst auf Nachfrage den 2 Staaten Staat heraus. Und Herr Jugwirth von der Kleinen überschlägt sich in den Superlativen. Die Frage kommt auf. Ist er noch bei der Kleinen oder gehört er schon der gut bezahlten PR Gruppe von Kurz und Strache an. Ja wir haben noch etwas auf den Schultern, sollten auch aufpassen nicht erneut in dieses Fahrwasser zu kommen, sollten Israel wie auch den anderen Ländern Respekt zollen, müssen uns aber nicht so tief bücken.

Antworten
sapientia
2
3
Lesenswert?

Lodengrün, 2x aufpassen, das ist Majestätsbeleidigung!


Ihr Kommentar ist hier sicher nur "durchgerutscht"!

Antworten
fersler
4
7
Lesenswert?

@ Lodengrün

sie haben vollkommen recht, dass die Berichterstattung der KLZ zur Israel Reise (wofür die Reise ?, wurde alles schon 100x gesagt), vornehm ausgedrückt, sehr 'Kurzlastig' ist und fast der eines Regierungssprechers gleichkommt.

Antworten
tomtitan
2
4
Lesenswert?

@fersler: Zum Ausgleich gibt's ja hier

ein 'Kernlastiges' Forum...

Antworten
Lodengrün
4
4
Lesenswert?

Ja @Fersler

unser junger Mann kann dort noch 100 X hinfahren er wird nichts richten. Der Herr Deutsch hat die genaue Aufzählung der Vergehen der FPÖ im Gepäck. Natürlich ist Netanjahu nett zu ihm bei all dem Süßholz raspeln was unser Kanzler da von Stapel läßt. Wären wir doch auch. Was wir dann machen ist unsere Sache. Palästinenserhäuser wegschieben zum Beispiel.

Antworten