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LandtagswahlSo rüsten sich die Parteien für das Wahlkampf-Finale in Tirol

Der Tag der Entscheidung naht, am 25. Februar steht die Tiroler Landtagswahl an. Intensive Schlusswoche für die acht wahlwerbenden Parteien - Auch Kern, Strache und Hofer sind im Einsatz.

Tiroler ÖVP-Landesparteiobmann LH Günther Platter
Tiroler ÖVP-Landesparteiobmann LH Günther Platter © 
 

Agentur Archive - document view Der Wahlkampf, der zuletzt mit dem umstrittenen ORF-Beitrag über die FPÖ-Wahlwerbung gehörig Staub aufwirbelte, geht in die finale Phase. Kommende Woche mobilisieren die Parteien noch einmal ihre letzten Kräfte und rufen unter anderem zu Schlussveranstaltungen mit prominenter Bundeshilfe.

Acht Listen rittern bei der Wahl um 36 Sitze im Landesparlament. Neben den bereits im Landtag vertretenen Parteien - ÖVP, SPÖ, Grüne, FPÖ, Liste Fritz und Impuls Tirol - treten zum ersten Mal auch die NEOS sowie die Kleinpartei "Family - Die Tiroler Familienpartei" an. 537.273 Tiroler sind wahlberechtigt. Wahlschluss ist am kommenden Sonntag 17.00 Uhr.

Finale im Herzen von Innsbruck

Die ÖVP beschließt ihren Wahlkampf Freitagnachmittag im Herzen Innsbrucks, in der Maria Theresienstraße. Um 15.00 Uhr beginnt das "Vorprogramm" mit Speis und Trank, um 17.00 Uhr schwört dann Landesparteiobmann LH Günther Platter die schwarzen Sympathisanten ein letztes Mal auf den Urnengang ein. Bundespolitische Prominenz hatte sich vorerst nicht angesagt, sagte ein Sprecher der Tiroler Volkspartei der APA.

Die SPÖ begeht ihren Wahlkampfschluss diesmal in großem Stil und nur unweit von der ÖVP-Location entfernt, wenn auch einen Tag später. Am kommenden Samstag um 11.00 Uhr laden die Genossen zu einer Kundgebung vor das Goldene Dachl in der Innsbrucker Altstadt - dort wo sonst meistens die FPÖ-Bundeswahlkämpfe unter Jörg Haider und Heinz-Christian Strache ihren Tiroler Höhepunkt fanden. Neben Spitzenkandidatin Elisabeth Blanik wird auch Bundesparteichef Christian Kern zu den roten Anhängern sprechen.

Die Grünen wiederum bestreiten ihr Wahlkampffinale am Freitag um 14.00 Uhr in der Sillmündung am Inn in der Tiroler Landeshauptstadt. Ein weiterer Fixpunkt der letzten grünen Wahlkampfwoche ist zudem am Mittwoch eine gemeinsame Pressekonferenz von Spitzenkandidatin LHStv. Ingrid Felipe mit Bundessprecher Werner Kogler. Allein der Titel des Pressegespräches "Die Bedeutung der Landtagswahl für die österreichweiten Umweltfighter" verdeutlicht die immense Wichtigkeit des Tiroler Urnenganges für die Ökopartei.

Zünftige Atmosphäre

Die FPÖ trommelt ihre Anhänger am kommenden Donnerstag um 19.00 Uhr zur Schlussveranstaltung in Telfs zusammen. Und im Gegensatz zum Auftakt Anfang Jänner im Innsbrucker Congress, bei dem eine Trommlergruppe anschließend für Diskussionen sorgte, vertraut man in Telfs wieder auf eine, für freiheitliche Wahlkampfveranstaltungen typische, zünftige Atmosphäre: Die volkstümliche Gruppe "Die Grubertaler" wird aufspielen, für das "politische Rahmenprogramm" sorgen Spitzenkandidat Markus Abwerzger und FPÖ-Bundesparteichef Vizekanzler Heinz-Christian Strache. Auch ein anderer prominenter FPÖ-Bundespolitiker wird in der kommenden Woche im De-facto-Wahlkampfeinsatz in Tirol sein: Verkehrsminister Norbert Hofer. Er gibt am Montag unter anderem eine Pressekonferenz mit Abwerzger zum Transit-Thema.

Die Liste Fritz hält keine klassische Wahlkampfschlussveranstaltung ab, hieß es aus der Partei gegenüber der APA. Ab Mittwoch um 12.00 Uhr begeht die Fritz Dinkhauser-Gruppierung ihr Zehn-Jahres-Jubiläum mit einem Fest vor der Annasäule in der Innenstadt. Danach folgen bis zum Wahltag noch Verteilaktionen und sonstiger "Straßenwahlkampf".

Den Tiroler NEOS greift Bundesparteichef Matthias Strolz unter die Arme - und zwar am Freitag um 10.00 Uhr auf dem Landhausplatz. Vor jenem Gebäude, in das die Pinken nach dem 25. Februar einziehen wollen. Dabei soll unter anderem ein Rückblick auf den Wahlkampf sowie ein Ausblick auf die erhoffte Landtagsarbeit gegeben werden.

Keine Wahlkampfschlussveranstaltung wird voraussichtlich Impuls Tirol laut Spitzenkandidat LAbg. Josef Schett abhalten. Die endgültige Entscheidung sei aber dahin gehend noch nicht gefallen. Von "Family" gab es vorerst keine Informationen über deren mögliche Schlussveranstaltung.

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