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Nach FestnahmeDie schillernden Seiten des SPÖ-Beraters Tal Silberstein

Der in Israel festgenommene SPÖ-Wahlkampfberater Tal Silberstein mischte international im Politik-Geschäft mit. In Österreich klagte er im Vorjahr nach einem geplatzten Lotterien-Projekt die Casinos auf 800.000 Euro Schadenersatz.

Tal Silberstein nach der Festnahme © APA/AFP/JACK GUEZ
 

Der von der SPÖ gekündigte Ex-Berater von Bundeskanzler Christian Kern, Tal Silberstein, muss nach seiner Festnahme am Montag in Israel nun zumindest vier Tage in Haft bleiben. Der Vorwurf, er habe neun Millionen Euro Schmiergeld für eine Schürflizenz in Guinea bereitgehalten, wird derzeit untersucht.

Silberstein ist eine facettenreiche Figur, er gilt international als ein Spezialist für sogenanntes "negative campaigning". Das sind Wahlkampagnen, bei denen vor allem die Schwächen und Nachteile der anderen Parteien und Kandidaten betont werden. Bereits im Jänner gab es deshalb Aufregung um Silbersteins Engagement für Kern: Nach Berichten, die SPÖ würde das Privatleben von ÖVP-Chef Sebastian Kurz durchleuchten, übte die ÖVP Kritik.

"Eine harte inhaltliche Auseinandersetzung ist in Ordnung, aber es ist kontraproduktiv und eine Unkultur, wenn diese neue Form des Dirty Campaigning, für die Tal Silberstein steht, auch bei uns Einzug hält", sagte damals ÖVP-Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter.

Silberstein trat in Österreich erstmals im Jahr 2001 in Erscheinung, als er im Wiener Landtagswahlkampf für die Kampagne des SPÖ-Bürgermeisters Michael Häupl verantwortlich zeichnete. In der Folge beriet er die Bundes-SPÖ unter dem damaligen Oppositionsführer Alfred Gusenbauer in den Nationalratswahlkämpfen 2002 und 2006. Im Team mit dabei war damals auch Bill Clintons ehemaliger Berater Stanley Greenberg. Mit Gusenbauer war Silberstein auch geschäftlich verbunden.

Auch in Israels Innenpolitik mischte Silberstein damals kräftig mit. Dort war er nicht nur hinter den Kulissen für die 2005 gegründete Vorwärts-Partei ("Kadima") tätig, sondern trat auch öffentlich für die Politik von Israels damaligem Regierungschef Ehud Olmert ein. Als Olmert 2007 nach einem Bericht über schwere Fehler im Libanon-Krieg unter Druck geriet, wurde er von Silberstein im Militärrundfunk vehement verteidigt.

Der Polit-Guru war auch für Israels ehemaligen Ministerpräsidenten Ehud Barak tätig. Außerdem beriet er in der Ukraine die Ex-Ministerpräsidentin und spätere Oppositionsführerin Julia Timoschenko. Timoschenko wurde 2011 in Kiew wegen Bestechung und Amtsmussbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt, 2014 aber aus der Haft entlassen. Silberstein beriet auch diverse Spitzenpolitiker in Rumänien. Bereits dort geriet er ins Visier von Korruptionsjägern, ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wurde angestrengt.

Bei der Wien-Wahl im Jahr 2015 war Tal Silberstein auch für die österreichischen Neos beratend tätig - er half bei der Konzeption und Auswertung von Marktforschung. „Er hat einen sehr interessanten, sehr anderen Blick auf die Dinge“, sagte damals die Neos-Kandidatin Beate Meinl-Reisinger zur "Presse".

Auch in Österreichs politiknaher Wirtschaft kennt man Silberstein: Zu Jahresbeginn 2016 klagte er die Österreichischen Lotterien, eine Tochter der Casinos-Gruppe, wegen eines geplatzten Projekts auf 822.000 Euro Schadenersatz, wie damals das Nachrichtenmagazin "profil" berichtete.

Silberstein wollte demnach über seine maltesische Fondsgesellschaft "Novia" mehr als 200 Millionen Euro in das von den Lotterien betriebene Geschäft mit Video Lottery Terminals investieren und führte ab Frühjahr 2014 darüber Gespräche. Die Casinos-Gruppe stieg aber im April 2015 aus den Verhandlungen aus. Silberstein klagte projektbezogene Aufwendungen für Reisen, Rechts-, Steuer- und sonstige -beratung ein. Silbersteins Rechtsanwalt in dieser Sache ist übrigens der Wiener Jurist Leopold Specht, der seinerseits immer wieder als SPÖ-Berater in Erscheinung trat.

Bei der Novia Fund Management Limited mit Sitz in Malta fungiert laut "profil" Ex-Bundeskanzler Gusenbauer als nicht-geschäftsführender Direktor. Bis vor kurzem habe auch Ex-Raiffeisen-Manager Herbert Stepic den Titel eines "Non executive"-Direktors der Novia geführt.

Kern wollte sich "nicht auseinandersetzen"

In der SPÖ muss man sich möglicherweise vorwerfen, bei Silberstein nicht genau genug hingesehen zu haben. Als Bundeskanzler Kern im heurigen Jänner von Journalisten auf die Ermittlungen gegen seinen Berater in Rumänien angesprochen wurde, tat er die Vorwürfe gegen den Berater als "völligen Unsinn" ab. Kern damals wörtlich: "Sie müssen den Herrn Silberstein selber fragen. Ich möchte mich damit wirklich nicht auseinandersetzen."

Inzwischen hat die Absetzbewegung der SPÖ vom Berater voll begonnen. Der SPÖ-nahe Anwalt Georg Zanger schreibt auf Facebook: "Silberstein ist kein Mitglied der SPÖ! Für externe Berater gibt es keine Haftung!"

Kommentare (74)

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oros5
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auffällig lange Wortspenden

Auf einmal tauchen von der roten Seite auffällig lange Wortspenden auf, vermutlich in der Hoffnung damit das Dillema mit dem Silberstein zudecken zu können........aber es hilft nichts.....die Story ist wie ein Offenbarungseid der tief hinter die Kulissen der SPÖ blicken lässt, was da zum Vorschein kommt lässt mich erschaudern

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Irgendeiner
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Äh, ja und was siehst da,

die haben einen Spindoktor weniger,ist für Nichtparteigänger doch irgendwie wurst, oder nicht.

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mapem
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Tja, da hast recht, Oros …

von der linken Seite sind die Wortspenden durchschnittlich immer bedeutend länger. Das hat einen ganz einfachen Grund: Wir hängen die deutsche Leitkultur nicht immer groß auf meist devotionalische Fahnen – nein – wir sprechen Deutsch sogar … weil man´s kann! Ist das nicht super?! Wir verteidigen hier quasi mit dem Wichtigsten, was eine Kultur besitzt – mit ihrer Sprache – unsere Identität.

Weiter rechts herrscht diesbezüglich tatsächlich oft Notstand, wenn es um die heimatliche Identität geht. Vilimsky und Co. reisen da sogar oft nach Ost und West und sind begeisterte Fans vonTrumpel-Land und Putinistan – und wenn man Kurz nachdenkt, fällt einem dann sogar noch jemand ein, der da dazwischen immer rumeiert.

Aber da beginnt dann der wohl etwas anspruchsvollere Teil unserer Sprache – das Verstehen was geschrieben ist. Und da sind die Feedbacks von rechts oft kürzer als Kurz – nämlich nichts.
Und das ist jetzt quasi das Paradoxon: Man verteidigt das, was man hat - nichts – aber das mit voller Leidenschaft – gell!

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schadstoffarm
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ein Israeli lässt dich schaudern ?

ein Dilemma besteht wenn die Lösung eines Problems Nebenwirkungen hat. Die Kündigung der Beratertätigkeit Silbersteins scheint mir aber nebenwirkungsfrei.

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bimsi1
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Kern:"Silberstein kann nicht Deutsch"

BK Kern meinte heute vormittag, den Wahlslogan habe nicht Silberstein entworfen, weil er "nicht Deutsch kann."
Ja, das ist wirklich ein Problem, wenn ein Wahlkampfberater nicht Deutsch kann.
Wie soll man sich mit ihm verständigen?
Mit Englisch? Spricht der Herr Bundeskanzler Englisch? Glaub ich nicht, sonst hätte er wohl gesagt, er habe mit Silberstein in Englisch gesprochen?

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Planck
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Wieso soll es ein Problem sein, nicht Deutsch zu können?

Der Kickl kann auch nicht Deutsch, und reimt trotzdem vor sich hin *g

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schadstoffarm
3
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was ist an

"Daham statt Islam" oder "Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe" nicht Deutsch ?
San sie Germanist ? "Mehr Mut für unser 'Wiener Blut'" habe ich auch noch gefunden, das klingt aber zu sehr nach Parodie.

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Planck
4
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Aaaah, gimme a break ;-)

Brauhnsanedazzalanodaduansdeschallalanallanah.

Was soll daran deutsch sein *gg*

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grboh
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es ist durchaus möglich

daß der hr. silberstein in unlautere machenschaften verwickelt ist, Nur - ich weiß es nicht. die rumänen und israelis übrigens auch noch nicht - die ermitteln.
eigentümlich ist aber, wie viele dinge grade zusammenpassen.
da ist der herr silberstein der von steuergeld bezahlt wurde . nachdem die - für alle parteien viel zu hohe - parteienförderung keinen vorgaben unterliegt kann und wird jede partei ihr geld dafür ausgeben. das sie für richtig hält und nicht vom politischen mitbewerber vorschreiben lassen.
dann kommt ein hr. sickinger (den ich übrigens genausowenig kannte wie den hr, silberstein) mit berechnungen der parteischulden. jede zeitung bringt den APA artikel in dem dann von genauen zahlen aus 2000 (spö) und 2005/6 (fpö) und "indirekten rückschlüssen und schätzungen die rede ist. passt halt grad. oder...
der "unabhängige. spö nahe" verein - no na ein anderer, dem politischen mitbewerber zuordnerbare verein macht ein personenkomitee für hr. kern. ja eh. aber....
aber die spenden....
weil die liste kurz ja die spenden (für türkis) ja veröffentlicht und ich neugierig bin. habe ich mir die großspender und ihre beruflichen tätigkeiten näher angesehen.
von den (derzeit) 23 angeführten altruistischen großspendern sich in etwa zwei drittel in mittelbarer bzw. unmittelbarer form dem immobilienbereich zuzuordnen - auch der spendengroßmeister hr. pierer.
da frag ich mich - ohne den allzeitbereiten schelm zu bemühen - ...was wissen die?
altruismus - egoismus - plan - oder was?

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pesosope
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Am 15.08. die letzte Berichterstattung der KLZ zum Thema SPÖ-Silberstein?

Komisch, denn seit mehreren Stunden ist schon bekannt, dass auch noch ein Ultra-Rechter - Moshe Klughaft - in dieses Konsortium als Berater geholt wurde.
Aber ist schon klar, so etwas muss ja nicht gleich an die Öffentlichkeit gehen, das würde der SPÖ ja schaden

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schadstoffarm
5
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na der Moshe

ist ja ein Spitzenrechtsaußen wenn er Sozialdemokraten berät. Was willst zum Ausdruck bringen ? Ich kenne auch einen ganz rechten Tischler weil der hat dem Strache eine altdeutsche Täfelung in Eiche gemacht :)

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stadtkater
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Afrika

ist der rohstoffreichste Kontinent und trotzdem gibt es dort Millionen Arme und Hoffnungslose, die nach Westeuropa wollen. Dies ist auch verursacht durch skrupellose Investoren, die mit Millionenbestechungen an Herrschende Lizenzen zur Ausbeutung dieser Rohstoffe erhalten. Solche Investments sind natürlich weniger riskant, wenn weniger Gefahr für politische Unruhen herrscht. Politische Unruhen sind weniger wahrscheinlich, wenn unzufriedene Teile der Bevölkerung auswandern.

Wenn jetzt solche Investoren auch noch Politiker in Westeuropa dahingehend beraten Migration aus Afrika zuzulassen, machen sie dadurch ihre Afrikainvestments weniger riskant und damit noch wertvoller und damit zu einem Win-Win-Szenario!

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mapem
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Also, wenn man da so die Outlets mancher Poster liest, offenbaren sich erstaunliche Denkprozesse und Kausalketten.

• „Hol dir was dir zusteht!“. … ja grundsätzlich eh … aber geht nicht, weils die Sozen sagen – logo.
• Fall Silberstein – die Roten lösen den Vertrag – wäre somit alles geregelt: … ah, dubiose Type! … Dreck am roten Stecken … Hol dir was dir zusteht = falsch! … was jetzt: ich hol mir nicht, was mir zusteht? … ich scheix auf legitimen Zugang zu Bildung, Medizin, Soziales, Arbeitnehmerschutz usw. …?

Okay Herrschaften – gut so! … Wählt´s frank und frei aus eurem Bauchgefühl raus, denn andere Körperzonen scheinen nicht vorhanden. Und mit ein bisschen Glück bekommt man dann das, was man verdient – eine Türkis-Blaue-Koalition … grenzenloser Jubel! Das etwas veränderte Motto werdet ihr zwar nicht hören - ich sag´s euch aber: „Seht zu, wie andere sich holen, was ihnen nicht zusteht!“ … Ihr könnt trotzdem zufrieden sein, denn immerhin sollen die Routen a – c, m – o, p – r, x – z … geschlossen werden – Juchuuuuu!

Ja, es gibt viele Türken mit Doppelstaatsbürgerschaft hier – aber zuviele Österreicher mit einer zweiten Staatsbürgerschaft von Trottelanien! … weitermachen!

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mapem
4
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How to make a Headline ...

“KURZ STRAUCHELT – ERKLÄRUNGSNOTSTAND BEI PRESSEKONFERENZ”
Der Chef des türkisen mobilen Wahlkampftrosses, Alex Hinterfotzig, stolpert über einstige Steuererklärung. Die Angaben sollen nicht den tatsächlichen betrieblichen Gebahrungen entsprechen. Kurz erklärte in einer Pressekonferenz, dass er von Ungereimtheiten nichts gewusst habe und löste umgehend den Vertrag. Ab sofort tourt das Kurz-Team mit gecharterten ÖBB-Bussen und dem Geilomobil durch Österreich. Ob der Vorsprung bis Oktober gehalten werden kann, ist somit vollkommen offen …

„WIEDER EKLAT BEI DEN GRÜNEN!“
Im ohnehin schon gebeutelten Grünen-Parlamentsclub setzt es den nächsten Tiefschlag. Bei Malerarbeiten wurde in der Kaffeeküche ein verdächtiges Päckchen Kaffee entdeckt, das offenbar weder eindeutig genfrei war – noch das Zertifikat „fair trade“ besaß. Grünen-Cheffin Lunacek ist ratlos und versuchte den Fragen der Reporter …

„ENDGÜLTIG IM RECHTEN ECK!“
Die FPÖ will im Wahlkampf einfach nicht auf Touren kommen und erhält dann auch noch „Schützenhilfe“ von blauen Gemeindefunktionären. So hatte der FPÖ-Vizebürgermeister von Unterhintertupfing, Fridolin Piepmatz, bei Rennovierungsarbeiten an seinem rustikalen Zirbenlatten-Zaun doch tatsächlich eine braune Holzlasur verwendet, was nun natürlich allerelei grundsätzliche Fragen über die politische Dispositioen des …

Na, Herrschaften – was soll ich euch noch zu Skandalen aufblasen?

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helmutmayr
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Gut gemacht

Kern such einen neuen negativ Kampagner. Sofort bewerben und nimm Dir was Dir zusteht, Der Mann aus Israel war nicht billig.

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Irgendeiner
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Ach weißt, wennst was angreifen willst mußt beim

Zugriff was in der Hand haben, wär da sinnlos,ist sowas wie ein personifiziertes potemkinsches Dorf, ist nichts dahinter,, aber ihr mögts halt schöne Fassaden.Solltma trotzdem nicht so nah rangehen, manchmal kippt sowas.

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schadstoffarm
6
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hast ein Beispiel für

die behauptete Negativkampagne ?

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@schadstoffarm

Kern über Kurz
"populistischer Vollholler"
"Talent allein reicht nicht"
"Kurz soll sich nicht gegen Italien positionieren..."

Kanzler Sohn vergleicht Kurz mit Idi Amin
brauchst noch ein paar Beispiele?

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Irgendeiner
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Woran Du Dich immer erinnern kannst wo Du Dich doch für Politik gar nicht interessierst,also ich kann da nicht mit,nur weißt sepsis66, irgendwie würd ich das alles nicht als Negativkampagne bezeichnen obwohls natürlich hinten und vorne nicht stimmt.Zum Beispiel das mit dem

Routenschließen und den populistischen Vollholler,da gibts diesen ominöser Art.17 der EMRK der es schlicht jedermann verbietet Menschenrechte weiter einzuschränken als in der Konvention vorgesehen, ohne den Zusatz,kleine Bastis dürfen.Nun ein populistischer Vollholler wärs wenn das Strache forderte,kennma ja den H.C.,Mund auf und durch, nur ist Basti Außenminister, dort nenn ichs Aufforderung zum Verfassungsbruch durch einen Minister der auf diese vereidigt ist.Und Talent reicht nicht aus,naja, da fehlen die Roten tatsächlich, Talent ist wenn einer geschickt was tut,wie der Schwätzjörg, nicht wenn der tun läßt und selbst abtaucht,außer natürlich man läßt das Überreichen einer seidenen Schnur an einen Obmann dafür durchgehen.Und naja, Positionieren gegen Italien greift auch zu kurz,denn Kurz ist Außenverbinder,nicht der internationale Dreschflegel, was immer andere tun hat der für das Aufrechterhaltung der Gesprächsbasis zu sorgen,ich glaub halt, der hat die Jobdescription sowenig zu Ende gelesen wie die Verfassung. Zugegeben, das mit Idi Amin ist scharfer Tobak, der hatte ja was übrig für so Leckerli der Anthropophagie,hat also Leichen zu seinem Vorteil genutzt,das würde Kurz natürlich niemals tun.Und ja,ich hätte gerne noch ein paar Beispiele, ich bin so wißbegierig.

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@irgendeiner

Ich schau mir die Zeit im Bild an am Abend. Und ich lese die Kleine Zeitung. Und online hie und da im Standard. Das reicht eigentlich, oder. Ich hab nie gesagt, dass ich mich für Politik nicht interessiere. Nur "eigentlich weniger" Was im Moment auf der Welt abläuft hat für mich mit "Politik" eigentlich nicht mehr viel zu tun.
Und meines Wissens ist es kein Menschenrecht, andere Menschen mit falschen Versprechungen gegen horrendes Geld in ein anderes Land zu schleppen und dabei den Tod dieser Menschen mindestens einzukalkulieren. (Zahlen müssen sie eh vorher).

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Irgendeiner
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Ja, Du informierst Dich und liest die Kleine und

hie und da im Standard, ich dachte Du seist dort im Forum ein alter Hase und kämst erst jetzt in die Provinz,naja, was weiß ich, Du weißt ja, das Alter,da kommen Dinge schon mal durcheinander.Und nein, ein Recht zu Schleppen gibts nicht, aber ein Verbot den Zugang zu Menschenrechten zu limitieren, da hast mich ganz falsch verstanden, ist so langweiliger Rechtskram, Basti interessierts auch nicht.Den Tod von Menschen kalkuliert übrigens ein wer die Retter absichtsvoll behindert, aber das werden wir sicher noch oft und ausführlich hier besprechen. Schade, daß Du das Studium abgebrochen hast, wenn du das nicht gesagt hättest, ich hätte drauf gewettet,Du seist Akademiker,schon wegen der Verwendung des alten Genetivform "Kurzens Erfolg" ,ich dachte ich bin hier der letzte dem gelegentlich sowas entschlüpft, ist aber auch nur so eine Marotte, keine Bildung,naja,man spricht sich ja.

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@irgendeiner

Ja, das tut mir auch leid, dass ich damals abgebrochen habe. Aber vielleicht auch gut so, am Ende wär ich noch Politiker geworden.
Es steht dir ja frei, den Kurz beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anzuzeigen. Aber bis da ein Urteil rauskommt sind wir beide wahrscheinlich schon lange tot. Diese EMRK ist aber auch ein bisschen tricky. Das mit dem Behindern der Retter ist auch so eine Sache. Besonders dann, wenn es vielleicht zu den Toten ohne die Retter gar nicht gekommen wäre. Denk an Idomeni letztes Jahr, drei Menschen sind in einem Fluss ertrunken weil Ihnen NGOs einen "Fluchtweg" vorgegaukelt haben. Die Kamerateams waren schon vor Ort um gute Bilder von den Flüchtlingen zu bekommen. Aber da werden wir uns sicher nie einig werter Irgendeiner.

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Irgendeiner
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Naja, Universitätsabschlüsse führen nicht notwendig in die Politik und Voraussetzungen sind sie auch keine, denk an Basti, grundsätzlich ist es ja ein ehrenhaftes Geschäft die Sache der Res publica zu besorgen, wenns der Betreffende tatsächlich tut und nicht seine eigene

vorzieht.mich hätte ja eher der Karriereweg abgeschreckt.Ich mein,dort fängst ja auch nicht mit Gloriole an sondern als Subalterner und natürlich kannst wenn Du anderer Meinung bist als dein Oberzampano nobel in Loyalitätsschweigen ausbrechen, aber das bringt dich wohl nicht weit,dann mußt Dinge sagen die Du nicht glaubst und Sachen vertreten die du nicht willst,so Selbstbeschädigungen liegen mir nicht, ist ja nichts ehrenrühriges auf Zuruf eine Kinette zu graben aber auf Zuruf eine Meinung zu haben ist irgendwie grauslich, ich mein Du verkaufst nicht nur Arbeitskraft und Körper, eigentlich verkaufst Deine Seele.Naja, der Entscheidung bin ich seit Ausbrechen des Jugendwahns schon ein paar Jahrzehnterln enthoben,mich werdens nichtmal durch Werbefilmchen tattern lassen weil ich dann was sage was Bilder zerstört.Das andere ist ganz einfach, Du flüchtest immer vor etwas,nie weil die Möglichkeit dazu leichter oder schwerer ist und wenn Du es wem wirklich restlos blockierst,was kaum möglich ist,außer du sperrst ihn ein, dann lieferst den dieser Gefahr aus.Werma uns nicht einigen,da hast recht.

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@irgendeiner

Zähneknirschend muss ich dir jetzt einmal recht geben. Natürlich muss den Flüchtlingen geholfen werden, und natürlich muss man sie aus Seenot retten. Das ist - auch ohne Gesetze - einfach Menschenpflicht. Aber die Flucht nach Europa hilft den meisten Menschen ja gar nicht. Ich bin z.B. gegen Abschiebungen (außer bei solchen die Verbrechen begangen haben), weil ich Abschiebungen als unmenschlich empfinde. Dasselbe gilt für die vielbeschworene Integration. Was soll das bedeuten. Soll ein Afghane jetzt Schmalzbrot essen und den Erzherzog Johann Jodler schuhplattln.
Darum sollten wir alle bestrebt sein, Menschen die ihr Land verlassen wollen (weil es ihnen dort schlecht geht) eben nicht vorzugaukeln, dass in Europa alles supa ist. Der billige Slogan "Fluchtursachen bekämpfen" ist deshalb so billig weil wir Europäer das gar nicht können. Ein mir bekannter Nigerianer (aus dem Volk der Igbo) nannte mir die (seiner Meinung nach) Hauptgründe für Flucht und Emigration. Die Korruption in seinem Land und das unbeherrschbare Bevölkerungswachstum.
O-Ton "Die Stadt aus der ich stamme, hatte in meiner Kindheit 600000 Einwohner, jetzt 3 Millionen - das kann nicht funktionieren." Der Mann ist Mitte Vierzig.

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Irgendeiner
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Irgendwie fällt ,mir jetzt ein, ich muß wieder mal zum Friseur, hab mich schon lange nicht einseigen und barbieren lassen,. mach Dir nichts draus, Alte haben halt diese Gedankenflucht.

Du gibst mir also recht,man muß Ihnen helfen, man muß sie aus Seenot retten und nicht NGOs nameln wie Kurz es tut,Abschieben sollten wir sie auch nicht wie das Sobotka macht,und völlige Assimilation ist auch keiner gute Idee, weil so jodelnde Afghanen wohl auch ein Stilbruch wären,Das beruhigt mich.Leider sagst mir dann, daßma da gar nichts machen können und wir denen keine falsche Hoffnung machen sollten und das unten auch nicht beheben können,weils ja hausgemacht ist, nun, da kann wieder ich Dich beruhigen,den Klimawandel machen wir,es sind unsere westlichen Firmen die auf den Ressourcen unten oben sitzen,es sind unsere Firmen und Staaten die Korruptniks an der Macht halten aus wirtschaftlichen Interessen und dafür sorgen, daß da kein Minimalwohlstand ist und keine Bildung und die Reproduktionrate durch die Decke knallt.Gute Nachricht, wir haben alles in der Hand, kann ja nicht so schwierig sein.Besonders schön find ich für mein Teil aber, daß auch Du meinst, was Kurz und Sobotka tun sei unmenschlich.

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@irgendeiner

Ich bin immer schon ein Pessimist gewesen. Aber gut.
Wir Europäer (wenn schon hochtrabend dann aber richtig) können z.B. die afrikanischen Länder schon unterstützen. Helfen werden die sich selber müssen. Und wir können diesen Ländern auf Augenhöhe begegnen, die haben genug gescheite Leute dort, die brauchen uns deshalb nicht, nur ziehen wir ihnen die Gescheiten jetzt halt auch noch raus. Die Politik könnte was tun, sie könnte die Börsen regulieren und damit den Spekulanten den Garaus machen. Würde Lebensmittel in diesen Ländern leistbarer machen.
Wie? Na ja, indem man nur noch auf echte Waren und Geschäfte wetten kann (die Börse ist ja nix anderes als ein Wettbüro) und diese ganzen Schwindeleien mit Hinundherschieben von Geld (das es noch nicht einmal gibt) zu unterbinden. Aber ich komm jetzt schon ins träumen.

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