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Hofburg-Wahl spaltet die Partei

"Die ÖVP ist keine Freundschaftsgruppe"

Die Frage, wer für Österreich der bessere Präsident wäre, spaltet nun auch die ÖVP. Zwar gibt es offiziell keine Wahlempfehlung, von der Frage wird die Volkspartei dennoch gebeutelt. Ein Überblick, welche ÖVP-Politiker sich für wen ausgesprochen haben.

Unter Druck: Mitterlehner © (c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)
 

Bekanntlich sind die beiden Koalitionsparteien bei der Hofburg-Stichwahl nach dem überschaubaren Abschneiden ihrer Spitzenkandidaten im Frühjahr nur Zaungäste. In Turbulenzen vermag sie das Duell zwischen Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen dennoch zu bringen, wie der jüngste Zwist an der Spitze der ÖVP zeigte. So hat sich Klubobmann Reinhold Lopatka ohne Absprache gegen die öffentlich vorherrschende Parteimeinung, dass Van der Bellen der bessere Kandidat wäre, für Hofer ausgesprochen. Offizielle Linie der Volkspartei gibt es keine - doch etliche Schwarze haben sich für den Ex-Grünen-Chef deklariert. Weil im Wahlkampf vor allem um die ÖVP-Wähler gebuhlt wird, ist dies von zusätzlicher Brisanz. Ein Überblick, welche ÖVP-Politiker sich für welchen Hofbrug-Kandidaten ausgesprochen haben.

Team Van der Bellen

Die offenen Unterstützer Van der Bellens überwiegen freilich im Lager der ÖVP. So sprach sich neben Parteichef Reinhold Mitterlehner (der dies trotz seiner Funktion als Chef nicht als Empfehlung der Partei interpretieren möchte) auch ÖVP-Europaparlamentarier Othmar Karas, Familienministerin Sophie Karmasin, Ex-Vizekanzler Erhard Busek, Ex-EU-Kommissar Franz Fischler, Ex-Ministerin Maria Rauch-Kallat und die Ex-Parteichefs Wilhelm Molterer und Josef Pröll für den Sieger der aufgehobenen Stichwahl aus. Auch der frühere ÖVP-Staatssekretär Hans Winkler half bei der Kampagne Van der Bellens mit, indem er einen gemeinsamen Wahlaufruf mit ehemalgigen Botschaftern für ihn organisierte.

Team Hofer

Für den freiheitlichen Kandidaten bei der Hofburg-Wahl fällt die Zustimmung der ÖVP indes (zumindest öffentlich) geringer aus. So vermeldeten   neben Lopatka nur der Ex-Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch und der Agbeordnete Johannes Schmuckenschlager, dass sie Hofer wählen werden. Grillitsch erklärte am vergangenen Freitag, er werde Hofer wählen, und zwar wegen der "Dämonisierung von Mitte und Mitte-Rechts". Der frühere Tiroler Landeshauptmann und jetzige Landtagspräsident Herwig van Staa (ÖVP) bekundete in einer gemeinsamen Pressekonferenz zwar Sympathie für den blauen Kandidaten, verriet aber nicht, wen er wählt.

Konsequentes Schweigen ziehen hingegen die meisten ÖVP-Spitzenpolitikern im Bund vor, darunter der als nächster Parteichef gehandelte Außenminister Sebastian Kurz und  Innenminister Wolfgang Sobotka.

Zum aktuellen Klima in der Volkspartei formuliete Mitterlehner am Rande des Ministerrats indes einen bezeichnenden Satz: "Eine Partei ist keine Freundschaftsgruppe, sondern eine Interessensgruppe."

"Kein Streit" innerhalb der ÖVP nach Wahldebatten

Kommentare (35)

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moserja
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Europa Partei

Was ist nur aus der ÖVP geworden, dass sie so tief sinken konnte? Ich kann nur Parteiobmann Mitterlehner unterstützen, auch wenn er auf verlorenen Posten sitzt.

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Zeitgenosse
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Wer

Als Schwarzer blau wählt bzw Hofer , verlässt die Werte einer christlichen Partei und kann seiner rechten Gesinnung nicht unreu werden.

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gerry2kzf
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Die ÖVP ist keine freundschaftsgruppe!

Stimmt. Sie ist eine Freunderwirtschaft par excellence.

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Hohenwanger
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Wie sich eine Partei verändert kann

Politik ist so geschaffen.
Was mir gefällt, muß allen gefallen.

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tschele
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Wenn man weiß, daß die Kammern und Gewerkschaften ...

Verfassungsrang haben im Lande Österreich, solange ist den Langzeitregierern nicht bange. Die Sektionsleiter (Chefs) und ihre engen Mitarbeiter richten es denen immer wieder. Klar, daß ein blauer BP äußerst störend wirken kann. "Guten Tag Herr Ministerialrat, Habe d'Ehre Herr Sektionschef" !! Zum Schluß bleiben denen hoffentlich nur mehr die "Lippizzaner" und die Sängerknaben.

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tschele
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So halt ganz nach dem eigentlichen Motto...

wir sind ein Feindschaftsverein.

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merlin2
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Wahlempfehlung

warum wird herrn mitterlehners wahlempfelung für gut befunden und herrn lopatkas aussage von der ÖVP kritisiert?
die mehrheit der bevölkerung hat genug hirn um ohne diverser wortspenden für sich die richtige entscheidung zu trefffen.

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minerva
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ÖVP Wähler...

muss man eben sagen wen oder was sie zu wählen haben

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2
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herr mitterlehner hat gesagt, wen er wählen wird ...

.... lopatka wohl einiges mehr

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Wer Parteifreunde hat

braucht keine Feinde mehr.

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lombok
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Andere Probleme ...

Ich glaube, die ÖVP sollte lieber schauen, dass Sie wichtige Arbeit leistet und sich nicht um so einen "Schmafu" kümmert. Der ÖVP-Kanditat für die Hofnurg ist längst aus dem Rennen - also: Hoch die Ärmel und um wichtigere Dinge kümmern ... Ist ja unglaublich, dieses Kasperltheater!

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JORGE1
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Ich verstehe dieses Theater nicht

Solange einige abgehalfterte ÖVP Politiker sich für VdB aussprechen, ist alles ok und jeden freut es.
Aber sobald ein kleiner Gegenwind auftritt, ist schon Feuer am Dach und die Partei am Rande einer Pseudo- Krise.

Es wäre interessant zu erfahren, wer diese Spielchen künstlich hochpusht und vor allem: warum. Doch nicht etwa aus dem Grund, um eine reale Parteienkrise innerhalb der SPÖ in den Hintergrund zu rücken? So kurz vor der Wahl ......nein, das glaub ich nicht! :-)

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homerjsimpson
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Wenn der Parteichef und der Klubchef nicht miteinander können...

.. ist das schon eine reale Parteikrise. Dass es in der SPÖ Wien nicht besser ausschaut, ist auch Tatsache.

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DavidgegenGoliath
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Die Österreicher sind selbstbewusste Leute

Sie wählen den Kandidaten, den sie, für richtig erachten!

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homerjsimpson
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Jo eh, Frage aber warum sie wen für richtig errachten.

Dass alle das tun weil sie gut informiert sind, kann man mal ausschließen bei rund 50% der Wähler. Welche Unwahrheiten von vielen geglaubt werden, sieht man ja täglich auch hier im Forum und auf diversen anderen Websites und besonders auf Facebook. Etablierte Medien sind "Lügenmedien", aber ein Posting von irgendeinem Anonymus auf unzensuriert.at oder auf Fb ist die Bibel oder der Koran, was man halt will...

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Lodengrün
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Fritz Grillitsch

der Mann bürgt für Qualität. Nebst allen anderen "Sachen" die nicht für ihn sprechen ist seine Nähe zur FPÖ hinlänglich bekannt. Auch seine Verehrung für Herrn Sarrazin.

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mit FPÖ verheiratet

Ist dieser Herr nicht mit der FPÖ verheiratet?

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Gestern

wurde Sarrazin bei der ARD Sendung Hart aber Fair mit seinen Thesen sogar bestätigt.

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voit60
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war ja sogar einmal verehelicht

mit einer ehemaligen blauen Spitzenpolitikerin

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cindymax1
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wie jetzt?

ist er doch mit der blauen Bezirkshauptfrau verheiratet.

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Hat der Herr Sarrazin nicht gesagt, Deutschland schafft sich ab?

Das müsste ihnen, Lodengrün doch gefallen, oder?

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ma12
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OMG

Wird ihm seine "Holde" schon angeschaffen haben.

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heintirol
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Und jetzt?

Sehen Sie das negativ? Immerhin hat VdB umgangssprachlich einige Hasstiraden gegen Herrn Hofer abgelassen. Diese entsprachen nicht der diplomatischen Höflichkeit.

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sapientia
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"Immerhin hat VdB umgangssprachlich einige Hasstiraden gegen Herrn Hofer abgelassen."

Welche waren das? Hab´ich nicht gehört, gelesen oder sie vergessen!
Helfen Sie mir doch auf die Sprünge ...

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zyni
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Auch wenn Lopatka

mundtot gemacht wurde, seine Wahlempfehlung ist bekannt.
Er ist der Brückenbauer zur FPÖ und sichert sich so schon eine gute Position für die Kooperation mit der FPÖ.

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georgXV
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Hawararepublik

das wäre doch der größte Witz der letzten Jahre:
die Führung der ÖVP kommt sich wegen der diesjährigen Bundespräsidentenwahl in die Haare und spaltet sich !!!
Dabei geht es bei dieser Wahl sowieso nur um die Wahl zwischen "Pest oder Cholera" !!!

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