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''Sommergespräche''

Kern will 200.000 neue Arbeitsplätze schaffen

Bundeskanzler Christian Kern will eine Offensive am Arbeitsmarkt starten: Neben einer Ausbildungspflicht für Jugendliche bis 25 Jahre will er bis 2020 Hunderttausende neue Jobs und in der Folge Vollbeschäftigung schaffen.

Kanzler Kern beim ORF-Sommergespräch © APA/GEORG HOCHMUTH
 

SPÖ-Chef Christian Kern hat zum Abschluss der ORF-"Sommergespräche" mit einem ungewöhnlichen Vorschlag überrascht. Der Kanzler plädierte dafür, die Ausbildungspflicht für Jugendliche gleich bis 25 zu verlängern. Erst im Juli war vom Nationalrat überhaupt solche eine Maßnahme beschlossen worden und das bis zum 18. Lebensjahr.

"New Deal"

Was den von Kern zu Amtsantritt groß angekündigten "New Deal" angeht, gab es am Montag zumindest einmal eine Zahl. Bis 2020 will der SPÖ-Vorsitzende 200.000 neue Jobs und in der Folge Vollbeschäftigung schaffen. Dass er selbst dazu beitragen kann, ist er überzeugt: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich die nächsten zehn Jahre als Bundeskanzler erleben werde." Mehr solle es aber auch wieder nicht sein. Mehr als zwei Perioden sollte man keine Regierung führen, findet der SPÖ-Vorsitzende. Freilich wäre er sich auch für die Rolle des Oppositionsführers nicht zu schade, versicherte Kern.

Zuversichtlich ist der Kanzler, dass in den kommenden Monaten das ein oder andere große Projekt in der Koalition umgesetzt werden kann. Unter anderem sicherte er zu, dass es zu "regelmäßigen kleinen Steuersenkungen" kommen werde, wenn die Inflation einen gewissen Satz erreicht habe.

Beim heiklen Thema Asyl bekannte sich der SPÖ-Chef grundsätzlich zur Notverordnung, die von der Regierung diese Woche in Begutachtung geschickt werden soll. Die Zuwanderung müsse auf ein Maß begrenzt werden, das Integration erlaube. Kern glaubt, dass der Türkei-Deal hält, es gebe aber andere Unwägbarkeiten und man müsse sich auf den Moment vorbereiten, wo das Grenz-Regime nicht mehr so gut funktioniere wie heute.

Notwendig findet er dabei auch Gespräche mit den Nachbarländern und der Europäischen Kommission. Wenn es nach Kern geht, sollten österreichische Einsatzkräfte auch mithelfen, Flüchtlinge quasi abzufangen, bevor sie überhaupt (von Ungarn aus) auf österreichisches Staatsgebiet kommen.

Härte gegenüber der Türkei

Härte signalisiert der Kanzler in der Türkei-Frage, auch wenn er zugestand, dass er als einziger Regierungschef offen auf den Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen dränge: "Ich halte es trotzdem für die richtige Position." Der EU-Beitritt "überfordert uns in einer Art, die unverantwortlich wäre." Das zu sagen, sei keine Beleidigung sondern fair.

Dass die österreichischen Ausgrabungen in Ephesos von der Türkei gestoppt wurden, konterte Kern kühl. Diese seien von Österreich finanziert worden. Der Stopp werden nichts an den österreichischen Positionen ändern.

Keine Sorge scheint Kern innenpolitisch zu haben, was die Positionierung der ÖVP mit dem neuen Generalsekretär Werner Amon betrifft. Er erwarte eine gute Zusammenarbeit. Dies gilt jedenfalls bis zum nächsten Wahltermin. Danach müsse man auch andere Konstellationen andenken können, meinte Kern angesprochen auf die Möglichkeit einer Dreier-Koalition.

Skeptisch äußerte er sich zu einer Kooperation mit den Freiheitlichen. Er stehe für eine Politik, die von Solidarität geprägt sei. Daher halte er die FPÖ nicht für einen Bündnispartner.

Freilich könnte die Basis da künftig mehr zu sagen haben. Der SPÖ-Chef erwägt, das Parteivolk etwa über Koalitionspartner abstimmen zu lassen. Dies gelte auch für die Position des Spitzenkandidaten: "Ich hoffe, dass ich diese Prozedur überstehe." Jedenfalls abgestimmt wir in der SPÖ über das Freihandel-Abkommens CETA mit Kanada. Dieses sei "so nicht umsetzungsreif", gab Kern bereits seine eigene Meinung zum besten.

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Danke für Ihr Verständnis.

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Ich kann nur lachen!

Wahrscheinlich so wie seinerzeit bei der ÖBB! Entlassungen oder Zwangspensionierungen: Was ist euch lieber! Das AMS jubelt schon. Hier werden Arbeitsplätze geschaffen!

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frako
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Tagträumer, oder wie???

Wie will er 200.000 Arbeitsplätze schaffen???

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Digitaluser
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Kern und der New Deal

Dass es bei Kern und seinen geschichtlichen Kenntnissen kaum besser bestellt ist, als bei seinen Vorgängern - und Einflüsterern - zeigt schon, dass er von einem "New Deal" schwadroniert.
Tatsächlich war der "New Deal" des US-Präsidenten Roosevelt ein riesiger Propagandacoup - aber das Problem der Arbeitslosigkeit in den USA löste erst - die versteckte und 1941 offene Beteiligung am 2. Weltkrieg. Noch 1940 und trotz der 1937 durch Roosevelt angekurbelten Rüstungsindustrie, besonders der Bau von Jagd- und Bomberflotten, hatten die USA noch 4 Millionen offizielle Arbeitslose bei damals 120 Millionen Einwohnern. Vor allem die Verhängung der allgemeinen Wehrpflicht (!) und später der Kriegseintritt und die enormen Aufstockungen des Militärs "entlasteten" den US-"Arbeitsmarkt" bis nach Kriegsende.

Nun ja, Kern "schafft" ohnehin schon (Zehn-)Tausende "neuer Arbeitsplätze" durch die in die Hunderte Millionen Euro gehenden staatlichen Finanzierungen für die Asylanten-Wohlfahrt von den Behörden, der Polizei, Bundesheer bis zu den "Betreungs-NGOs und vor allem im Schulsystem. Warum will denn Österreich ansonsten zur EU betteln gehen, dass die damit notwendige Aufblähung der Staatsverschuldung nicht in die Euro-"Stabilitätskriterien" eingerechnet werden dürften?

Dass damit natürlich keinen Deut die internationale Wettbewerbsfähigkeit der produzierenden und exportierenden österreichischen Wirtschaft gefördert, sondern verschlechtert wird ist wohl klar.

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pinsel1954
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Kern will 200.000 neue Arbeitsplätze schaffen.....

Kann er uns sagen wo ????
Durch rotes Parteibuch geschützte Arbeitsplätze bei der ÖBB?
Vielleicht gar beim AMS?
Oder bei der Flüchtlingsbetreuung?
Oder will er den geschützten Bereich der Politik verlassen um in die Privatwirtschaft zu gehen, einen großen Konzern gründen und dort alle Arbeitssuchenden mit gerechten Lohn beschäftigen????
Fragen über Fragen......und keine Antwort.....nur politische Floskeln......

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wiegehtndas
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Ich fasse das Wichtigste zusammen:

Ein fescher Anzug.

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sapientia
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Manche haben nicht einmal das!

Wie sieht´s mit Ihrer Garderobe aus?
Ach so, Sie haben Glück, Fotos kann man hier nicht posten!

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cantfox
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Ausbildungspflicht bis 25

Eine Ausbildungspflicht bis 18 wird gerade umgesetzt. Warum soll man die Ausbildungspflicht bis 25 erhöhen? Ab 18 ist man in Österreich volljährig. Warum soll man mit einer Ausbildungspflicht bis 25 die Menschen zu einer Arbeit zwangsverpflichten, um weiteres die Statistik zu verschönern.

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Calimero86
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200.000

wie soll das bitte funktionieren. Von der Realität ist er ja auch kilometerweit entfernt.
Das gleiche hat damals Spindelegger auch schon gesagt...
Wenn 10.000 Arbeitsplätze bis 2020 geschaffen, ist das schon eine super Leistung. Aber 200.000...
Außerdem schafft nicht die Politik Arbeitsplätze, die Wirtschaft schafft Arbeitsplätze.
Aber bitte...

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sapientia
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Sie haben vollkommen Recht, die Politik schafft keine Arbeitsplätze,

sondern "nur" die Randbedingungen.
"Arbeitsplätze kann nur die Wirtschaft schaffen", das kann man nur voll unterstreichen - aber sagen Sie mir dann doch, warum wird die "Politik" für die hohe Arbeitslosenzahl pausenlos geprügelt und nicht die "Wirtschaft"?

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"Rahmenbedingungen"

sapientia !

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Digitaluser
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sapendia

Warum "die Politik" für die seit dem EU-Beitritt auf fast das Doppelte gestiegene Arbeitslosigkeit "geprügelt" wird, hat seinen wichtigsten Grund darin, dass es ausschließlich "die Politik" ist die der wettbewerbsorientierten Wirtschaft immer neue Zwangsregeln oktroyiert und "einfachere" Arbeitsplätze aus dem Land vertreibt.

Die Zunahmen der Beschäftigten in Österreich ist fast ausschließlich in den bürokratierten Strukturen, ob im öffentlichen und para-öffentlichen Dienst und auch in den Unternehmen nachvollziehbar - nirgend wo aber in jenen Unternehmen, die weitgehend im Export das Geld verdienen müssen. Wenn etwa im Mürztal in einem gut zahlenden Unternehmen mit 350 Mitarbeitern allein 35 nur dafür beschäftigt werden, um behördliche Auflagen nach Kontrollen, "Schutz" usw. zu genügen und vor allem nachzuweisen - das ist die Realität "der Wirtschaft".

Wenn bei Lehrplätzen unterschlagen wird, dass etwa drei Viertel der Pflichtschulabgänger nach 9 Schuljahren einfach die Kriterien der (formalen!) Hauptschulabschlüsse nicht erfüllen um einen Lehrberuf zu beginnen - aber im Jahr kaum 30 von 52 Wochen im Betrieb "zur Ausbildung" arbeiten, aber 14 Mal im Jahr die monatliche Lehrlingsentschädigung beziehen - so läuft das.

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sapientia
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Tigidaluser

Das glauben Sie doch selbst nicht, dass die Politik "einfache" Arbeitsplätze ins Ausland vertreibt. Das macht doch die Wirtschaft selbst, weil Sie sich höhere Profite davon verspricht. Und, importiert der Staat und seine Politiker die billigen Arbeitskräfte aus dem Osten, für den Bau und Speditionen?

Für Kontrollen gibt es offensichtlich noch viel zu wenige Beschäftigte, oder glauben Sie, dass durch verminderte Finanz- und Wirtschaftskontrollen die kriminellen Konkurse abnähmen?

Natürlich machen Sie für die schlechten Schulergebnisse den Staat verantwortlich, der kauft den Schülern wahrscheinlich all die Ablenkungen wie Wischhändies, bezahlt das Tattoo-Studio, etc.
Bezüglich Lehrlinge haben Sie sicher schon vom "dualen Lehrprinzip" in Österreich gehört, um das uns viele andere Länder beneiden, in dem die Lehrlinge aber viele Wochen im Jahr außerhalb des Lehrbetriebes verbringen.

Sie befinden sich aber in guter Gesellschaft mit vielen Wirtschaftstreibenden:
Die Verluste (Steuern zahlen, Lehrlinge ausbilden) werden dem Staat/ der Gesellschaft) angelastet, die Gewinne (z.B. aus Automatisierung zu Lasten von Beschäftigung von Menschen) aber bleiben privat und anonym.

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rebuh
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angekommen der herr

wir brauchen keine politiker die arbeitsplätze versprechen, dazu sind sie eh nicht in der lage. es wäre schon geholfen wen er selbige abbauen würde und zwar durch die ganze politik, und bei den vielen unnötigen die nichts anders zu tun haben, als auf andere aufzupassen, damit meine ich nicht auf gauner und dergleichen.

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theissue
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Und wie?

Will er ein modernes Feudalsystem schaffen und die Leibeigenschaft wieder einführen?

Wie immer. Heiße Luft aus Politiker's Mund.

👎🏻☹️

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plolin
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Immer

diese leeren Versprechungen. Ob rot, schwarz, blau oder grün - alles nur heiße Luft

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Bis 2020 will der SPÖ-Vorsitzende 200.000 neue Jobs und in der Folge Vollbeschäftigung schaffen

Der Österreicher will in erster Linie Sicherheit! Kein Tag vergeht, an dem keine "Gästeübergriffe" geschehen.
Algerien, Afganistan, Pakistan, Ostländer usw. - von denen dürfte niemand hier sein - lt. EU alles sichere Herkunftsländer.
-
Was kostet uns seit Anfang 2015 der Spaß? € 1.000.000.000,- (minimum)
... aber die Pensionisten mit 0,8% und einer lächerlichen Einmalzahlung abschmutzen.
Lt. Innenministerium über 11.000 Delikte d.h. wenn der Herr BK was für das Volk tun will - dann sollten es die nächsten Wochen genau diese 11.000 Individuen weniger auf österreichischem Staatsgebiet sein!
-
Die Aussage mit 200.000 neuen Jobs ist doch nur eine Beruhigungsspritze für die Wähler und eine Seifenblase dazu.
Was sind 200.000 Jobs, wenn man die As.yla.nten auf den Arbeitsmarkt loslässt? - ein Tropfen ...

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joschi41
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Erinnerung

Es gab schon einmal einen Parteiführer und der hat doppelt soviele Arbeitsplätze versprochen. Das war damals der Entfessellungskünstler, von dem niemand weiß, was er aktuell macht.

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pinsel1954
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Wahrscheinlich entfesselt er gerade......

........

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Bateman
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Ich hab die Lösung!

200.000 neue Stellen in den nächsten 4 Jahren? Das kann nur mit der "Griechenland-Methode" funktionieren: VOR der nächsten Wahl wird jedem, der "das richtige" Parteibücherl vorlegt, ein Beamten-Job versprochen. Ausbildung egal. Keine Anwesenheitspflicht im Büro. Alle bekommen einen Schreibtisch und einen Bleistiftspitzer. Sind alle österreichischen Bleistifte (natürlich aus Bio-Anbau) gespitzt, werden zusätzlich chinesische Bleistifte (aus konventionellem Anbau) gespitzt. Pensionsantrittsalter spätestens mit 40 Jahren, um Platz für die nächsten 200.000 neuen "Jobs" vor den nächsten Wahlen schaffen zu können. Ist doch ganz einfach, oder?

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sapientia
6
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Bateman,

Sie schildern gerade die Paradedisziplin des typischen Österreichers, nämlich andere zu betrügen.
Denn: Wie der Schelm von anderen denkt, ist es selbst!

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horst99
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Die SPÖ verspricht

seitdem es sie gibt

die Realität sieht aber anders aus

Wie kann man da noch was glauben..?

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BernddasBrot
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Frau Schnabl war diesmal eher kuschelig.

Beim Django hat sie herum gebohrt, wie lange sind Sie noch Obmann, ist AM Kurz jetzt ihr Nachfolger etc...etc....Als Kern sagte, er möchte noch 10 Jahre bleiben, kam nichts von der jungen Dame. Ob da nicht die Lichter ausgegangen wären, hätte sie unangenehme Fragen gestellt......??

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BernddasBrot

Nicht Zuviel KIKA schauen, dann wird's schon wieder!

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Sportmaster
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Kern will 200.000 neue Arbeitsplätze schaffen

Und wahrscheinlich glauben ihm das sogar einige, ohne vorher zu überlegen, wie das eigentlich funktionieren soll

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Leheneck
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Kern ist kein Manager

und war auch nie einer. Er war immer schon ein Parteiapparatschik und Sozialromantiker. Was ihn von seinen Genossen unterscheidet, sind seine feschen Anzüge und dass er versucht, sich gewählt auszudrücken. Authentizität hat er keine.

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DanL
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Interessant...

und wie? Zwingt er mich als Unternehmer eine Person aufzunehmen? Diese Zahlen machen einen Politiker in diesem Moment lächerlich sobald sie ausgesprochen wurden.
Reduktion Bürokratie, Reduzierung Nebenkosten, Abschaffung von Zwangsbeiträgen ( mir fällt da diese lustige Tourismussteuer ein )

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