AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Bundespräsidentenwahl 2016

Erwin Pröll kandidiert nicht für die ÖVP

Erwin Pröll bleibt auch weiterhin Niederösterreichs Landeshauptmann und wirft sich nicht ins Rennen um das Amt des Bundespräsidenten. Der ÖVP-Kandidat wird am Sonntag bekannt gegeben.

Erwin Pröll bleibt weiterhin Landeshauptmann © APA/Jäger
 

Das ist ein kleiner Knalleffekt. Denn alle Vorzeichen der letzten Tage deuteten darauf hin, dass Erwin Pröll für die ÖVP in den Wahlkampf um das Amt des Bundespräsidenten ziehen wird. Daraus wird nun doch nichts. Es sei nicht Prölls Lebensplanung, sagte Parteiobmann Reinhold Mitterlehner am Donnerstagabend in der ZiB 2 und verkündete den Verzicht des Landeshauptmannes. Pröll bleibt auch weiterhin Niederösterreichs Landeschef.

Der 69-Jährige habe ihm schon vor einigen Tagen mitgeteilt, dass er Landeshauptmann bleiben wolle, sagte Mitterlehner. Daher habe er auch ausreichend Zeit gehabt, den "besten Kandidaten" zu suchen, den er am Sonntag dem Parteivorstand vorschlagen werde. Danach soll die Entscheidung bekannt gegeben werden: "Am Sonntag, 10. Jänner, steht die Entscheidung - wie ich annehme - auch fest."

Ich respektiere diese Entscheidung - mit Bedauern -, aber nehme sie zur Kenntnis. 

Reinhold Mitterlehner, ÖVP-Parteiobmann

Die Absage Prölls nahm Mitterlehner mit Bedauern zur Kenntnis: "Ich kann ihnen bestätigen, dass ich Erwin Pröll für einen sehr guten und geeigneten Kandidaten halten würde. Ich habe ihn auch gefragt, schon vor einiger Zeit. Er hat mir dann einige Tage vor Weihnachten mitgeteilt, dass er (...) bei seiner Lebensplanung bleibt - und damit als Kandidat für die Bundespräsidentenwahl nicht zur Verfügung steht. Ich respektiere diese Entscheidung - mit Bedauern -, aber nehme sie zur Kenntnis."

Als Grund für seine Absage habe Pröll ihm gegenüber seine Verantwortung für das Land Niederösterreich genannt: "Soweit er mir das gesagt hat, ist ihm Niederösterreich natürlich ein großes Anliegen. Deswegen, weil er gewählt ist, weil die Periode noch nicht vorbei ist, und er eine strukturierte und wohlvorbereitete Vorgangsweise, was die Zukunft anbelangt, haben möchte."

Armin Wolf verliert Wette

Wer denn nun statt Pröll in den Ring im Match um die Hofburg treten werde, wollte Mitterlehner nicht andeuten: "Wir haben laute gute und ausgezeichnete Kandidaten. Es versteht sich aber von selber, dass ich zuerst mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Parteivorstand die Angelegenheit erörtere."

Somit verliert ZiB2-Anchor Armin Wolf eine Flasche Wein: Er hatte mit Pröll im Mai 2015 live im Studio gewettet, der ÖVP-Politiker werde sich um das Präsidentenamt bewerben.

Zu Spekulationen über allfällige Regierungsumbildungen innerhalb der Koalition im Zuge der Präsidentschaftswahl wollte sich Mitterlehner nicht äußern. "Wir werden unsere Entscheidungen erst dann bekannt geben, wenn es welche gibt", es bestehe "kein Grund, das anzuheizen".

 

Kommentare (28)

Kommentieren
b83282cf6cfa9430f49656ca3b46e32b
0
1
Lesenswert?

Erwin Pröll kandidiert nicht für die ÖVP

Der etwas naive Versuch einen unbequemen Politiker aus der direkten Politik zu entfernen ist mal gründlich in die Hose gegangen!

Antworten
7j6f27ovr5lecqo15bhwptca7v6683nl
0
0
Lesenswert?

Griss ist für mich die erste Wahl!


Sie muss nicht parteipolitisch taktieren und das Amt des Bundespräsidenten wäre wieder der Tagespolitik entzogen.

Außerdem ist es Zeit für eine Frau!

Antworten
MelliFranz
0
1
Lesenswert?

Gut, dass Pröll diese Erfahrung machen musste

dass man den Österreichern nicht zu sehr auf der Nase herum tanzen darf.
Anderen Politikern würde diese Erfahrung auch nicht schaden.

Antworten
secundus
0
3
Lesenswert?

Der scheidende Rechnungshofpräsident Dr. Moser wäre ein interessanter Kandidat, wenn er aufgestellt wird.
Ex Rechnungshofpräsident Franz Fiedler wäre schon bei der letzten Wahl der bessere Kandidat gewesen, aber dieser wird wohl nicht mehr dazu zu bewegen sein. Die wirklich guten Kandidaten, meiden leider diese politischen Sümpfe. Oder werden gar nicht aufgestellt, weil sie zu integer (zu unbestechlich, moralisch einwandfrei, lt.Duden) sind.

Antworten
herpuma
1
5
Lesenswert?

Ein Feigling eben

Da er mit Sicherheit erfahren musste das er nur in NÖ mit Angstmache gewinnen kann ( hätte das Verlierer Gesicht )gern gesehen, SCHADE ! Die Auswahl zwischen Pest u. Cholera ist etwas kleiner geworden. Man wird eben 3 Monate von der grünen Pest sprechen. Beide gesundheitlich absolut nicht bekömmlich, daher nicht Wählbar.

Antworten
secundus
0
6
Lesenswert?

Er hat wohl damit gerechnet, dass er die Wahl sicher verlieren würde.
So gesehen schade, dass er nicht angetreten ist.
Dann hätten
die Wähler deutlich ihren Unmut, über diese schwarz/rote Politik kundtun können.

Antworten
8mi07i0q82t150xlskaru8bbwc8a9d2w
0
8
Lesenswert?

Und wen interssiert das ob der Armin Wolff eine Wette verliert?

Wichtig ist das uns der Pröll erspart bleibt!
Der soll in Niederösterreich weiter wüsten...

Antworten
secundus
2
4
Lesenswert?

Da würde mich schon eher interessieren über welche Partei (welches Parteibuch), dieser Herr in den ORF gekommen ist?
Denn eine Vielzahl der Jobs im ORF, dürften wohl politisch besetzt worden sein.
Die anderen über Verwandtschaften???
Von unabhängiger Berichterstattung kann da wohl keine Rede sein. Daher bin ich auch für die Abschaffung der Zwangsbeiträge beim ORF. Diese Versorgungsinstitution, soll sich endlich mit qualitiv gute Sendungen selbst erhalten.

Antworten
ibo0uod88rmpxa65ess8988cpmu2n76j
0
2
Lesenswert?

secundus

Dürften wohl politisch besetzt sein !?

Sie sind es, da fährt die Eisenbahn drüber…………

Antworten
Dreisteirer
0
11
Lesenswert?

Die gute Nachricht des Tages

Dieser NÖ Chauvinist wäre als Bundespräsident ungeeignet.

Antworten
fv4s8mthzfz9ovwq6xmmef9zrsgbleq0
11
1
Lesenswert?

Chauvinist?

Was ist das ihrer Ansicht nach? Pröll hat als Patriot erkannt, dass dieses Amt nichts ändern kann! Damit hat er mehr Mut und Hirn bewiesen als alle anderen Parteihengste!

Antworten
0656t070fc2v7szt0b382q13k41rx53i
1
9
Lesenswert?

Für mich ist es überhaupt nicht überraschend, dass Erwin Pröll nicht zur BP-Wahl antritt,

genau das habe ich erwartet.
Denn E. Pröll ist klug genug, zu wissen, dass es keine Schonung und Diskretion mehr gäbe, würde er zur BP-Wahl antreten; in diesem Fall wäre sein Privatleben plötzlich ein hochinteressantes Thema, auch für die Medien. Als LH wurde und wird er diesbezüglich in Ruhe gelassen.

Das Argument, er kandidiere nicht, weil er bis 2018 als LH gewählt wäre, ist natürlich vorgeschoben. Wäre dies der wirkliche Grund, nicht anzutreten, hätte Pröll das schon vor einem Jahr klar sagen können.

Antworten
mcy
0
8
Lesenswert?

@Karl Liebknecht

Das er gerade ein Kind mit einer 17jährigen in die Welt gesetzt hat weiß man in Niederösterreich aber eh schon. Das wäre kein Knalleffekt-falls sie das meinen.
LG

Antworten
0656t070fc2v7szt0b382q13k41rx53i
0
3
Lesenswert?

@ mcy: Das weiss man nicht nur in NÖ,

das hört man auch von Eisenstadt bis Graz....
Trotzdem haben das bisher weder die Medien noch konkurrierende Parteien aufgegriffen. Würde er zum Bundespräsident kandidieren, so wäre es mit dieser Schonung vorbei, und das weiß Pröll sehr genau.

Antworten
ibo0uod88rmpxa65ess8988cpmu2n76j
0
2
Lesenswert?

KarlLiebknecht


Dann würde der Hut brennen………..

Antworten
HPwiesonit
1
8
Lesenswert?

Sesselkleber

Das war voraus zu sehen, hat ja genug zu verstecken in seinem Bundesland, kommt ein neuer LH, dann kommt alles auf, die Machenschaften der letzten 20 Jahre( Hypo, RB,usw. Und die Politik hat noch immer nix begriffen, das man 69 jährige in die Pension entlässt und nicht auf den nächsten Posten hebt. Der hat den Rachen schon mehr als voll, und hat den ganzen Clan schon versorgt. Abgesehen davon, gehört der BP Posten abgeschafft.

Antworten
ibo0uod88rmpxa65ess8988cpmu2n76j
0
2
Lesenswert?

HPwiesonit


Googel Sie mal „Augustin - Serien :: Die Raiffeisengruppe“

Sie werden staunen……………………..

Antworten
0656t070fc2v7szt0b382q13k41rx53i
0
6
Lesenswert?

@ HPwiesonet: Was Pröll anlangt, haben Sie insofern recht,

als eine Amtszeit von 23 Jahren in einem Amt viel zu lang ist, da entstehen Dinge, welche man nicht wollen kann.
In den USA darf ein Präsident maximal 2 Amtszeiten, also 8 Jahre amtieren, das hat seine guten Gründe.

Was die Abschaffung des BP anlangt, stimme ich Ihnen ausdrücklich nicht zu.

Antworten
mtko
1
9
Lesenswert?

Schiss vor Griss

Die viel kommentierte frühe Ankündigung von Fr. Griss hat eine positiven Nutzen gehabt, es erspart diesem Land einen "Fürsten von eigenen Gnaden".

Antworten
schneealpe
1
5
Lesenswert?

Sprichwort

Kaum ein Schaden wo nicht auch ein - in diesem Fall ganz besonderer - Nutzen dabei ist ! :)

Antworten
zkzorro
1
9
Lesenswert?

Was man so hört ....

Was da alles in Nö passiert sein soll , wenn da etwas raus kommt bist du als BP schnell weg ( Wulff Austria ) , Mickl-L. als Nachfolge - Fam. Bände - die zwei soll ja mehr verbinden. LH Kinder soll es ja auch viele geben - was ist dran wahr und warum bleibt die Presse so stumm dazu - Lex Beckenbauer ??

Antworten
0656t070fc2v7szt0b382q13k41rx53i
1
5
Lesenswert?

@ zkzorro: Sie liegen sicher

nicht ganz falsch....

Antworten
joschi41
1
4
Lesenswert?

Rechtzeitig

Die VP-Zentrale hat gerade noch rechtzeitig erkannt, dass mit dem Zweifach-Akademiker die Wahl nicht zu gewinnen wäre. Jetzt wird wohl LH Pühringer Sepp antreten müsssen. Wäre keine schlechte Wahl, denn irgendwie erinnert er mich an den deutschen BP Gauck (Pastor - Religionslehrer).

Antworten
p9wkm3t3r8b08uf9w9bpoqjb2tpb2zp6
1
5
Lesenswert?

Dann bleibt den Niederösterreichern wenigstens die Mikl erspart.

.

Antworten
alfons3
1
9
Lesenswert?

es bleibt erspart.

dem Rest Österreichs der Halbglatzerte,
ihm die Blamage der voraussehbaren Niederlage, aber auch die NÖ-Agrarbonzen werden nicht unbedingt glücklich sein, haben die doch die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Wir Österreicher haben halt die Mickl-Leitner noch länger (bis 2017) am Hals.

Antworten
fv4s8mthzfz9ovwq6xmmef9zrsgbleq0
0
0
Lesenswert?

Max ...

du liegst schon wieder daneben!

Antworten
 
Kommentare 1-26 von 28