Die neue Koalition geht in der Frage der militärischen Solidarität im europäischen Verbund einen Schritt weiter als bisherige Regierungen. Bekanntlich sieht der EU-Vertrag eine Beistandsklausel vor, also die Verpflichtung, anderen Mitgliedsländern im Ernstfall beizustehen. Der EU-Vertrag beinhaltet allerdings auch eine Ausnahme für neutrale Staaten (“irische Klausel“). Österreich hat diesen Passus bis jetzt immer so interpretiert, dass man - sinngemäß - einem Land zu Hilfe eilen würde, aber nicht notwendigerweise mit Waffen, sondern humanitär (Entsendung von Hilfsgütern) oder auf anderem Weg.
Klausur
Österreich ist im Ernstfall zu „militärischem Solidarbeitrag“ innerhalb der EU bereit
Bundesregierung geht in der Frage der militärischen Beistandsklausel im europäischen Verbund einen Schritt weiter. „Nicht eine Frage des Ob, sondern des Wie“, so Außenministerin Meinl-Reisinger.
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