Groß war der Aufschrei, als im Februar bekannt wurde, dass das Nachtlokal „Bieradies“ in St. Veit schließen muss. Der Betreiber musste Insolvenz anmelden, der Insolvenzverwalter beantragte die Schließung des Lokals. Doch nun gibt es positive Neuigkeiten: Neue Betreiber wurden gefunden.
Die Gastronomen Manuel Knapp (39) und Roland Pink (55) übernehmen das Nachtlokal. Roland Pink ist kein Unbekannter in der St. Veiter Gastroszene. Er führt seit 2003 das Café Raffael in der Dr.-Karl-Domenig-Straße. Ebenso hat Pink gemeinsam mit Claus Spitzbart im Jahr 2000 das Lokal „Havana“ eröffnet, 2011 wurde für ihn der Pachtvertrag für die Bar nicht mehr verlängert. „Nun ist es Zeit für ein Comeback. Gemeinsam mit meinem Compagnon Manuel Knapp, mit dem ich das Partyzelt Havana am Wiesenmarkt organisiere, habe ich mich entschieden, das Bieradies zu übernehmen und es als Havana zu eröffnen“, erklärt Pink.
Starten möchte das Duo mit dem Beginn der Sommerferien. Derzeit werden noch Umbauarbeiten erledigt. „Der Boden wird erneuert. Nächste Woche kommt der Maler. Ebenso organisieren wir noch eine passende Licht- und Tontechnik. Wir befinden uns aber im Zeitplan.“ Im Gastgarten möchte man mit Stehtischen und Hockern starten. Knapp ist aus Klein St. Paul und arbeitet hauptberuflich als Autoverkäufer in Klagenfurt.
Geöffnet haben soll das Havana von Mittwoch bis Samstag. „Voraussichtlich beginnen wir um 16 Uhr. Sperrstunde ist dann um 2 Uhr“, erklärt Pink. Das Café „Raffael“ wird er weiterhin betreiben. „Das Raffael ist ein Tagesgeschäft. Beim Havana konzentrieren wir uns auf die Nachtgastro. Am Anfang werde ich aber sicher oft im Havana zu finden sein“, betont Pink.
Kein WM-Public-Viewing
Ebenso wird es einen Türsteher geben. „Der Eintritt ist ab 16 Jahren. Mit Türsteher, DJ, Barchef und zwei bis drei Servicekräften haben wir ein Team von sechs Personen. Der Mittwoch soll als Schnittwoch gefeiert werden. Freitag und Samstag soll es DJ-Auftritte geben“, erklärt Pink und fügt an: „Nach der Pandemie hatten es die Jugendlichen schwer. Wir wollen nicht, dass die jungen Menschen zum Fortgehen extra nach Klagenfurt ausweichen müssen, daher haben wir uns entschlossen, wieder das Havana zurückzuholen. Der Bedarf in St. Veit ist definitiv da.“
Auch dem Wiesenmarkt bleibt das Havana erhalten. „Wir sind immerhin seit 24 Jahren auf der Wiesn vertreten.“ Ein Public-Viewing zur diesjährigen Fußballweltmeisterschaft wird sich nicht ausgehen. „Wir werden einen großen Fernseher im Lokal haben. Aber ein eigenes Public-Viewing zu organisieren, wäre jetzt doch zu kurzfristig.“