Zwölf Milliarden Euro müssen wir in diesem Jahr einsparen. So oder so ähnlich geistert dieser Satz nun schon seit Wochen durch die Medienlandschaft. Dabei stimmt er so nicht. Richtiger wären 23 Milliarden Euro. Erst dann wäre der Haushalt ausgeglichen und erst dann würden wir nicht länger über unsere Verhältnisse leben, so wie wir das – mit zwei Ausnahmen in den letzten 30 Jahren – tun. Die mickrigen sechs Milliarden Euro, die die Regierung heuer tatsächlich einsparen will, sind nicht mehr als der Fehlbetrag, der im staatlichen Pensionssystem von Jahresbeginn bis Mitte März aufgerissen wurde. Was manche als nahezu unmenschliches Sparprogramm wahrnehmen, ist bestenfalls ein bisschen Kosmetik.
Wo jetzt der Rotstift anzusetzen ist
Sechs Schritte aus der österreichischen Budgetkrise
Analyse.
Der wirtschaftsliberale Ökonom Franz Schellhorn erklärt, wo die neue Koalition jetzt den Rotstift ansetzen sollte.
© Margit Krammer/KLZ