Wenn das nicht auch ein politisches Signal ist? Die neue Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hat den österreichischen Botschafter in der Ukraine, Arad Benkö, zu ihrem Kabinettschef gemacht. Das bestätigte die Ministerin gegenüber der Kleinen Zeitung. Keine andere Parlamentspartei unterstützt so vorbehaltlos die Ukraine wie die Neos. Die Neos-Chefin fuhr wenige Monate nach dem russischen Überfall nach Kiew.
Der angesehene Karrierediplomat war seit dem Sommer 2022 der erste österreichische Ansprechpartner in dem von einem beispiellosen Angriffskrieg heimgesuchten Land - nicht nur für die heimischen Politiker, wenn sie Kiew einen Besuch abgestattet haben, sondern auch für private Hilfsorganisationen, die den Menschen in der Ukraine unter die Arme greifen wollen.
Benkö dockte bereits 1998 im Außenministerium an. Nach Stationen in Bonn, Pristina, Bukarest, Brüssel und Tel Aviv wurde er 2015 zunächst zum Botschafter in Lettland ernannt, später vertrat er Österreich in Georgien. Benkö kennt auch die EU-Maschinerie, jahrelang war er stellvertretender Chef der EU-Koordination.
Bemühungen um Beziehungen zu den USA
Im Ö1 Morgenjournal hat Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) zudem erklärt, sie wolle sich weiter um die Beziehungen zu den USA bemühen und Gespräche mit der Regierung von Präsident Trump suchen.
„Unser Wille, und auch mein Wille zu einer starken Partnerschaft mit den USA ist ungebrochen“, betont Meinl-Reisinger. Sie müssen aber auch zur Kenntnis nehmen, dass da jetzt viel Volatilität und Unsicherheit drinnen sei. „Die Konsequenz ist, dass wir uns in Europa selbstbewusster und autonomer aufstellen“, so die Außenministerin.