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UngarnDie Hand des heiligen Stephan

Kaum sonst wo entfaltet die Geschichte bis in die Gegenwart eine so große politische Wirkmacht wie in Ungarn. Sie verbindet das Land mit Europa und sie trennt es davon.

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Der Vertrag von Trianon, der 1920 die Zerstückelung Ungarns besiegelte, wirkt im kollektiven Gedächtnis bis heute nach. Geschichte ist in Budapest allgegenwärtig © Laszlo
 

Jedes Jahr am 20. August vergewissern sich die Ungarn, dass ihr Staat noch rechtens regiert wird. Vor der Sankt-Stephans-Basilika in Budapest versammeln sich Tausende Menschen, alle Bischöfe des Landes zelebrieren eine Messe und schwärmen dann aus, um den dicht gedrängten Gläubigen den Leib Christi zu verabreichen. Und dann wird in langer, feierlicher Prozession ein sehr alter Knochen auf einer Sänfte durch die Stadt getragen: Die „Szent Jobb“, die heilige rechte Hand des ebenso heiligen Gründerkönigs Stephan. Der goldenen Schatulle, in der sie liegt, folgen in farbenprächtiger Volkstracht Gesandtschaften aus allen möglichen Orten, wo Ungarn leben, und wer immer den Drang verspürt, sich anzuschließen.

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