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EU-WahlkampfSonderbare Soloauftritte von EU-Parlamentarier an Schulen

EU-Abgeordneter Lukas Mandl war in den letzten Wochen mehrfach zu Gast an Schulen. Statt mit anderen EU-Mitbewerbern zu diskutieren, damit sich die Schüler eine Meinung bilden können, trat er solo auf.

Lukas Mandl
Lukas Mandl © dapd
 

Der niederösterreichische ÖVP-Kandidat für das EU-Parlament, Lukas Mandl, ist im Zuge des Wahlkampfs allein sieben Mal zu Soloauftritten an Schulen eingeladen worden. Das berichtet das Profil in seiner jüngsten Ausgabe. Vertreter anderer Parteien waren nicht dabei. Zu diesen Auftritten kam es im Heimatbundesland des Politikers, in Mistelbach, St. Pölten, Wiener Neustadt, Laa/Thaya,  Bruck/Leitha, aber auch am Wiku in Graz. Auch EU-Spitzenkandidat Othmar Karas (ÖVP) weilte im April allein bei den Grazer Ursulinen.

In Reaktion auf die Vorfälle hat das Bildungsministerium bereits Berichte aus Niederösterreich und der Steiermark angefordert.

Der Besuch von Politikern an Schulen wird zwar grundsätzlich befürwortet, heißt es im Ministerium. Im Grundsatzerlass Politische Bildung aus dem Jahr 2015 empfiehlt das Ministerium den Kontakt mit Parteienvertretern ausdrücklich. Die Schüler sollen lernen, "Interessen, Perspektiven und Manipulationsversuche zu identifizieren", um sich selbst eine Meinung zu bilden.

Solovorträge ohne politische Mitbewerber und ohne kritische Moderatoren erfüllen diese Vorgaben nicht, berichtet das Profil. Das Ministerium warnt vor Wahlen regelmäßig, dass von Politikern auch ein parteipolitischer Werbeeffekt ausgehe , Wahlveranstaltungen haben an Schulen aber nichts verloren.

Kommentare (5)

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weinsteirer
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dann dürfens

an den schulen aber auch keine zeitungen mehr lesen!

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oros5
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wieso sonderbare Auftritte

die Kleine Zeitung bezeichnet Auftritte von Politkern in Schulen als sonderbar, ohne auch zu beschreiben was der Politiker in der Schule gesagt hat. Das nennt man politische Einflußnahme einer "unabhängigen" Zeitung

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oros5
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könnt ihr euch vorstellen

daß Vertreter von verschiedenen Parteien gleichzeitig vor Schülern über EU Politik referieren? denkunmöglich..... weil
1.) junge Menschen gscheit genug sind Ihre Schlußfolgerungen zu ziehen
2.) wahrscheinlich ein verheerendes Bild über Politik entstehen würde , was nur zur Politikverdrossenheit führt
3.) wenn man sich vorstellt dass ein Politiker wie Vilimsky die Statements anderer Anwesender Politiker versucht niederzureden
4.) es deswegen klüger ist Politiker einzeln auftreten zu lassen ( von allen Parteien )

öffentliche Diskussionen z.B. im TV sind das beste Beispiel wie es nicht geht.

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mejer
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Raus mit der Parteipolitik aus den Schulen.

Wir sind ja nicht in 19. Jahrhundert und es besteht für jeden Schüler im wahlfähigen Alter die Möglichkeit, sich über viele Kanäle Informationen zu besorgen! Ich bin gegen Wahlpropaganda in Schulen. Interessanterweise suchen sich die Politiker gerade Schulen für Ihre Wahlwerbung aus. Das muss seine Gründe haben!

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X22
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Parteipolitik und politische Bildung sollte man schon unterscheiden

Dazu, so finde ich gehört schon mal eine Diskussion mit Politikern, wobei ich unterscheide zwischen Einzelauftritten und einer Diskussionsrunde.
Es ist ja in Schulen auch nicht verpönnt, Anschauungsunterricht als erweitertes Lehrmittel einzusetzen, es ist halt ein Unterschied ob man nur über die Theroie etwas weiß oder auch die Umsetzung in der Praxis kennenlernt.

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